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10 Gerichte, die du in den USA probieren solltest

Die 10 besten Gerichte in den USA

Bagel, BBQ, Burrito & Co: Hier lest ihr, was man bei einem Urlaub in den USA unbedingt mal gegessen haben sollte. Burger sind übrigens nicht dabei!

„Ich möchte im nächsten Jahr in die USA reisen – was sollte ich denn da unbedingt essen?“ Diese Frage erreichte mich jetzt über meine Facebook-Fanseite. Und ich muss sagen: Gute Frage!  Bloss die Antwort ist verdammt schwierig – das Land ist riesig und es gibt so viele regionale Spezialitäten, die 300 Meilen weiter schon nicht mehr zu bekommen sind. Daher werdet ihr meine (ganz persönliche) Top 10-Liste des besten USA-Food wohl kaum von oben bis unten durchprobieren können oder wollen.


Aber vielleicht kann ich euch trotzdem ein paar Ideen für besonders typische USA-Spezialitäten, Lieblingsrezepte der Amerikaner, regionale Gerichte und sonstige kulinarische Must-Haves liefern. Habe ich noch was vergessen? Schreibt mir gerne unter post@usa-kulinarisch.de und ich nehme euren Vorschlag mit auf!

Jambalaya aus dem Dutch Oven

1) Jambalaya – Meeresfrüchte-Eintopf aus den Südstaaten

Was in Spanien die Paella ist, gibt es in den US-Südstaaten als Jambalaya: Reis wird geschmort mit der „Dreifaltigkeit“ aus Zwiebeln, Paprika und Staudensellerie. Dazu kommen fantastische Meeresfrüchte, Geflügel oder – jawoll – Alligator.  Das soll angeblich auch wie Hühnchen schmecken…


Brownie-Grundrezept original aus den USA

2) Brownies – Schokoladenkuchen hoch zwei

Idealerweise kauft ihr in den USA die superfeuchten Schokowürfel nicht im Supermarkt, sondern in einer Bakery oder einem Coffee Shop. Dort besteht zumindest eine kleine Chance, dass sie nicht aus einem Industriebetrieb kommen. Oder probiert Brownies (hier Rezepte zum Brownie-Selbstbacken) im Restaurant als Nachtisch – dann gibt es dazu meist eine Kugel Vanilleeis. Das nennt sich „a la mode“.

3) Tacos vom Food Truck

Vergesst alles, was ihr an Tacos in harten Tortilla-Shells in deutschen TexMex-Restaurants gegessen habt. Sucht euch stattdessen einen Taco Truck an irgendeiner Ecke („a taco truck at every corner“ ist übrigens eine sehr umstrittene Aussage aus dem Trump-Wahlkamp 2016)  und probiert euch da durchs Menü. Dazu eine quietschsüße mexikanische Soda oder Horchata (Reismilch) – perfekt…

Bagel aus dem Coffee Shop - mt Ei und Käse

4) Frühstück aus dem Deli: Bagel mit Belag

Wenn ihr mich fragt: Bagels (hier das Rezept zum Selbstbacken) sind die einzige akzeptable Brötchensorte in den USA 😉 Sie sind schön „chewy“ und ich mag sie zum Frühstück mit fast jedem Belag. Süßschnäbel nehmen Frischkäse und Traubengelee („cream cheese and jelly“), klassisch sind Frischkäse und Lachs („cream cheese and lox“) und richtig schön satt machen zum Beispiel Ei, Käse und Bacon. Bagel holt man sich idealerweise in einem „Deli“, wo sie frisch belegt werden – mittags auch mit Chicken oder Tuna Salad.  Die eingeschweißten Supermarkt-Versionen finde ich suboptimal.

5) Rootbeer oder Rootbeer-Float (Eisbecher mit Rootbeer)

Dieser Tipp kommt mit einer Warnung: Root Beer mag man entweder oder man hasst es 🙂 Das sprudelnde Limonadengetränk, das ursprünglich mal mit Kräuter- und Wurzelextrakten hergestellt wurde,  schmeckt bitter-würzig-süß – schwer zu beschreiben. Ich mag Rootbeer überhaupt nicht – auch nicht als Rootbeer Float mit einer darin schwimmenden Kugel Vanilleeis. Aber bildet euch selbst eine Meinung: A&W Restaurants soll die besten Floats servieren, aber ihr bekommt sie eigentlich in jedem Fast Food Outlet.

USA-Rezept für Philly Cheese Steak Sandwich

6) Philly Cheese Steak

Diese Spezialität aus Philadelphia ist kein Steak, sondern ein üppig belegtes Sandwich (hier meine Rezeptversion): Auf die „Roll“ kommen hauchdünn geschnittene Steakstreifen mit Paprika, Zwiebeln und geschmolzenem Käse. Sehr lecker – aber nicht unbedingt bei Subway. Sucht euch lieber einen Food Truck!

7) Pie vom Farmers Market

Je nach Jahreszeit, zu der ihr unterwegs seid, bekommt ihr natürlich welche mit unterschiedlichem Obst: Im Sommer mit Kirschen und Pfirsichen, im Herbst mit Äpfeln und im Spätherbst natürlich mit Kürbis und Süßkartoffeln. Wichtig ist nur, dass ihr nicht irgendwelche Stücke im Supermarkt kauft (die kommen vom Industriebäcker), sondern möglichst  handwerklich gebackene. Farmers Markets und Whole Food Markets (Bioläden)  sind dafür eine gute Anlaufstelle – auch für andere regionale Produkte und Eingemachtes.

Rippchen aus dem Smoker

8) BBQ-Platter in einem BBQ-Restaurant

Leider fällt mir der Name des Restaurants nicht mehr ein, aber es war irgendwo in Macon (GA) nahe der Interstate 75: Wir rochen (nee, eher stanken) nach dem Besuch des extrem unchicen BBQ-Shack nach Qualm und Fett, aber – by god – das war das beste Pulled Pork, BBQ Chicken und BBQ Ribs, die ich je gegessen habe. Fragt einfach an einer Tankstelle, im Hotel o.ä nach einem „real BBQ restaurant“ und vermeidet die Filialen & Ketten. Dann bekommt ihr hoffentlich geniales Fleisch vom Smoker und authentisches BBQ!

Seafood Platter in den USA

9) Alle Arten von Meeresfrüchten

Wenn ihr in der Nähe von Küsten unterwegs seid, solltet ihr unbedingt Meeresfrüchte essen – ich finde die so viel besser und günstiger als in D! Auf Cape Cod habe ich (zum ersten und einzigen Mal im Leben) Hummer gegessen, in den Südstaaten findet ihr Spezialitäten wie She-Crabs und Crawfish. An eigentlich allen Küsten gibt es Fried Fish, Fried Shrimp und Oysters in fantastischer Qualität. Vor allem im Nordosten habt ihr auch gute Chancen, richtig guten Clam Chowder zu bekommen. Diese dicke Suppe mit Venusmuscheln gibt es Neuengland-style (hell mit Milch oder Sahne , Kartoffeln und Speck, hier meine Version) oder Manhattan-style (tomatenbasiert, keine Kartoffeln).

Fried Chicken mit Biscuits und Slaw

10) Fried Chicken with Cole Slaw and Biscuits

Fritiertes Hühnchen mit Backpulverbrötchen und Krautsalat gibts in vielen Fast Food Restaurants, aber in sehr, sehr unterschiedlicher Qualität. KFC finde ich schlecht, Church’s und Chick-Fil-A akzeptabel.  In Atlanta habe ich großartiges Fried Chicken bei Mary Macs Tea Room gegessen, in Savannah ist Mrs. Wilkes eine Institution – keine Tischreservierung, keine Kreditkarten, stattdessen setzt man sich zum Lunch  an große gemeinsame Tisch und bedient sich family-style aus Schüsseln.

TIPP: Die Webseite Eat this, not that listet auf, welche Spezialität man in welchem der 50 Bundesstaaten unbedingt probieren sollte.

Und was / wo man in den USA auf keinen Fall essen sollte…

Okay, eine sehr persönliche Abneigung: Ich finde fast alles aus den Fastfoodketten Taco Bell (Mexican), White Castle (Burger), Sbarros (Pizza) ziemlich ungenießbar, matschig, überlagert. Und Burger King und McDonalds gleich noch dazu 😉 Wenn irgend möglich, suche ich mir lieber Food Trucks oder kleine ethnische Restaurants statt bei Fast Food Ketten zu essen. Schaut euch doch einmal diese Liste der 50 besten Food Trucks in den USA an. Und speziell für New York empfehle ich euch Petrinas Blog Moment New York.

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1 Kommentar

  • Antworten
    Elke
    13. Juli 2021 um 9:35

    Schöner Beitrag. Was fehlt, ist die Chicago Deep Dish Pizza 🙂

  • Kommentieren

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