Gut gewürzte Hackmasse wird in Speck gewickelt und im Backofen mit einer einfachen BBQ-Sauce überkrustet – das Ergebnis ist ein supersaftiger Hackbraten.
Kennt ihr Pioneer Woman Ree Drummond? Die rotgelockte US-Amerikanerin hat ihren tollen Foodblog, dem ich schon ewig folge, inzwischen zu einem Multi-Million-Dollar Business ausgebaut. TV Show, Magazin, Online Shop – und nebenbei bekocht sie natürlich mit links die drei Dutzend Ranch Hands, während sie mit rechts ihre vielköpfige Kinderschar homeschoolt. Oder so ähnlich 😉
Genauso all-american wie ihr (im Blog präsentiertes) Leben sind Rees USA-Rezepte: Oft eher reichhaltig (die Ranch Hands haben ja schwer gearbeitet!), mehrheitsfähig und nicht gerade fett- oder zuckerarm. Clean Eating und Low-Carb geht anders – aber manchmal muss es einfach Home Cooking, also Hausmannskost, sein. Zum Beispiel dieser Meat Loaf – ein saftiger Hackbraten, den ich etwas abgewandelt habe. Umwickelt mit Speck, überkrustet mit süßlicher Ketchupsauce – boah, war der lecker! Bei uns gab es Kartoffelpüree und Mischgemüse dazu.
Wie bleibt der Hackbraten schön saftig?
Ich könnte euch ja jetzt wieder mit der Zubereitung im Slowcooker kommen 🙂 Okay, ich lass es und nehme den Backofen. Da gare ich den Hackbraten bis zu einer Kerntemperatur von 72 bis 75 Grad – dann ist er durch, aber nicht trocken. Ja, dafür braucht ihr ein Bratenthermometer*, aber sowas kostet nur um die 10 Euro und leistet auch bei Steaks und anderen Fleischstücken gute Dienste. Wichtig ist außerdem, dass ihr die Hackmasse nicht supergründlich und extra lange durchknetet – auch das macht den Braten später zäh. Es reicht schon, alles ordentlich mit einem Kochlöffel durchrühren, bis keine großen Brotstücke mehr zu erkennen sind.
Was ist die passende Beilage zum Meatloaf?
Weil der Braten auf dem Rost gegart wird (es also keine Sauce gibt), finde ich Kartoffelpüree am besten dazu. Oder probiert mal die extracremigen Party Potatoes (mit Frischkäse) beziehungsweise die rustikalen Mountain Mashers (aus ungeschälten Kartoffeln) oder würzige Cheesy Mashed Potatoes. Statt Mischgemüse finde ich auch die Maple Butter Carrots oder das Maisgemüse Maque Choux sehr lecker. Falls übrigens etwas übrig bleiben sollte vom Hackbraten: Packt die Scheiben mit Salat, Tomate und Gurke auf ein Hamburger-Brötchen – fertig ist das Meatloaf Sandwich!
The Pioneer Women Meatloaf (Hackbraten aus den USA)
Gut gewürzte Hackmasse wird in Speck gewickelt und im Backofen mit einer einfachen BBQ-Sauce überkrustet - das Ergebnis ist ein supersaftiger Hackbraten.
Zutaten
- Für die Hackmasse:
- 6 Scheiben Sandwichtoast (weiß)
- 200 ml Milch
- 1,2 kg Hackfleisch, gemischt
- 50 g Parmesankäse, fein gerieben
- 1 TL Salz, Pfeffer nach Geschmack
- 1/2 Bund Petersilie, gehackt
- 3 Eier, leicht verschlagen
- 8 - 10 Scheiben Frühstücksspeck zum Belegen
- Für die Sauce
- 250 ml Ketchup
- 30 g brauner Zucker
- 1 TL Senf
- 1/2 TL Sriracha (oder andere scharfe Sauce)
Zubereitung
Die Brotscheiben in eine große Schüssel geben und die Milch darüber gießen. Zehn Minuten einweichen lassen, dabei mehrfach wenden. Ein Backblech mit Backpapier o.ä. auslegen und das Backofenrost darüber legen. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die restlichen Zutaten für den Hackbraten zum eingeweichten Brot geben und alles mit einem Kochlöffel gut durchrühren, kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Hackmasse mit den Händen zu einem länglichen Laib formen und mit den Speckscheiben belegen, dabei die Enden unten gut feststecken.
Die Saucenzutaten verrühren und den Braten dünn damit bepinseln, restliche Sauce aufbewahren. Den Braten auf das Rost setzen und 45 Minuten garen.
Den Braten dann erneut einpinseln und weiter garen bis zu einer Kerntemperatur von 72 bis 75 Grad (bei mir hat das weitere 40 Minuten gedauert).
Braten vor dem Anschneiden erst zehn Minuten mit Folie abgedeckt ruhen lassen, bevor man ihn anschneidet - sonst läuft zu viel Saft aus. Restliche Ketchupsauce dazu servieren.
Notizen
Ich habe die scharfe Sauce weggelassen - und die Petersilie leider vergessen 😉
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10 Comments
stoffel
28. September 2024 at 15:07Moin Gabriele, sehr, sehr lecker. Wir haben die Green Bean Casserole und Party Potatoes dazu gegessen… absolutes Soul Food. Vielen Dank für die Rezepte und Infos dazu (:
gfra-admin
28. September 2024 at 18:11Gerne – und die Beilagen hast du absolut passend dazu gewählt!
Mathias
18. März 2022 at 15:02Hallo, kann ich den Hackbraten schon am Vortag vorbereiten?
Gruß Mathias‘
gfra-admin
18. März 2022 at 15:21Klar – aber die rohe, geformte Hackmasse natürlich gut kalt stellen!
ivana
6. März 2022 at 15:28Ich kenne die Pioneer Woman und habe von ihr auch ein paar schöne Utensilien bei Walmart gekauft.Ich bin extra nach Pawhuska gefahren und Mercantile besucht!!!!. So verrückt bin ich, hihi….Neulich habe ich Fotos von der Hochzeit Ihrer Tochter geschaut!!! MÄRCHENHAFT, das Ambiente unglaublich!!!! Das musste ein Vermögen kosten( ja bei Ree gar keine Frage…)
gfra-admin
6. März 2022 at 17:33Ich hoffe, im nächsten Jahr durch Oklahoma zu fahren – soll ich da wohl auch hin?? Dieser Laden könnte mich ja reizen 😉
ivana
6. März 2022 at 23:16Unbedingt!!!! Ein Muß für ReeFans! (was ich noch sehr möchte: Waco in Texas-J. Gaines Silos&Co life erleben)
gfra-admin
7. März 2022 at 7:45In die Gegend komme ich leider nciht!
Claudia
24. Februar 2020 at 21:49Hallo Gabriele,
der Hackbraten sieht ja echt spitze aus. Ich belege unseren auch oft mit Speck, damit er saftiger bleibt. Aber deine Variante mit dem Parmesan und der Ketchup-Sauce werde ich auch mal probieren 🙂
gfra-admin
25. Februar 2020 at 22:32Danke, Claudia – ja, ich finde auch, die Speckhülle muss sein 😉