Hefegebäck/ Jüdische Küche

Challah (Hefezopf)

Challah - traditionelles jüdisches Hefebrot

Traditionell ist Challah einfach das Brot, das für jüdische Festtage gebacken wird. Das können genauso gefüllte jementische Brote wie  syrische Pitataschen  oder Fladenbrote aus dem Kaukasus sein. Und die Challah veränderte sich mit Saaten, Nüssen und Gewürzen, je nachdem, durch welche Länder sie gerade mit ihrem Volk reiste.

In der Welt der Aschkenasim (die mittel-, nord- und osteuropäischen Juden und ihre Nachfahren in den USA) entwickelte sich das Festtagsbrot im Laufe der Zeit zu einem süßlichen, weichen Laib. Der Teig enthält keine Milch oder Butter (ist damit “parve”), wird aber mit vielen Eiern zubereitet.  Die geflochtene Form symbolisiert verschlungene Arme (Liebe), die Mohn- der Sesamkörner obenauf stehen für das Manna, das vom Himmel fällt. Ob ihr die Symbolik nun kennt oder nicht – das Brot ist einfach lecker!

Challah - traditionelles jüdisches Hefebrot

Wie formt man den Teig für eine Challah?

Der Zopf ist die traditionelle Form für das jüdische Challah-Brot – je mehr Stränge, desto schöner! Im Rezept lege ich einen kleinen auf einen größeren Zopf, das sieht nach vielen Strängen aus – ist aber im Gegensatz dazu sehr einfach anzufertigen. Schön finde ich auch einen  “Knopf” wie auf dem Foto ganz oben. Das ist ein einfacher 3er Zopf mit untergeschobenen Enden – eine Anleitung zum Flechten eines noch schöneren Knotens findet ihr bei Marlenes Hefeteigspecial.  Wer wenig Arbeit beim Teigformen der Challah haben möchte: Ein “Turban” (siehe Foto ganz unten) besteht einfach aus einem schneckenartig eingerollten Teigstrang.

Challah (Hefezopf)

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Backen American
Von gfra Ergibt: 12 - 16 Scheiben

Dieser weiche und leicht süße Hefezopf aus der jüdischen Küche wird ohne Milch, aber mit vielen Eiern gebacken und traditionell zu Festtagen serviert. Sollte Challah übrig bleiben, lässt sich es sich prima für French Toast verwenden.

Zutaten

  • 225 ml knapp lauwarmes Wasser
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 75 g Honig
  • 5 EL Öl
  • 2 Eier
  • 1/2 TL Salz
  • 600 g Mehl
  • zum Bestreichen: 1 Ei, verschlagen
  • zum Garnieren: ev. 2 TL Mohn oder Sesam

Zubereitung

1

Trockenhefe in einer großen Schüssel mit dem Mehl vermischen. Die weiteren Zutaten (ev. nicht die ganze Wassermenge verwenden) dazugeben und alles gut mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. An einem warmen Ort zugedeckt mindestens eine Stunde gehen lassen.

2

Teig wieder durchkneten und in vier Portionen teilen. Drei Stücke zu langen Strängen formen, einem Zopf flechten. Aus dem restlichen Teig drei kleine Teigstränge rollen, ebenfalls flechten und auf den großen Zopf legen, Enden unterschlagen. Erneut eine Stunde gehen lassen.

3

Ofen auf 190 Grad (Umluft 165) vorheizen. Hefezopf mit dem verquirlten Ei bestreichen, eventuell mit Mohn oder Sesam bestreuen und etwa 35 bis 40 Minuten backen lassen. Wird er zu dunkel, mit Backpapier abdecken. Der Zopf ist gar, wenn er hohl klingt, wenn man auf den Boden klopft.

Challah als "Turban" geformt

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1 Kommentar

  • Antworten
    Rainbow
    1. April 2008 um 15:31

    Einfaches und tolles Rezept.Der leichte Honiggeschmack macht diesen Hefezopf zu etwas besonderem! Kann ich nur empfehlen!

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