Copycats/ Pies & Piefüllungen

Homemade Pop Tarts (Toaster-Strudel)

Selbst gemachte Pop Tarts mit Erdbeerfüllung

Pop Tarts hausgemacht: Das kostet etwas Zeit, aber ihr werdet belohnt mit knusprig-buttrigen, marmeladengefüllten Teigtaschen. Gar nicht so süß wie sie aussehen!

Den Hype um Pop Tarts habe ich nie verstanden. Warum sechs Euro plus Versand in einem Onlineshop bezahlen, um diese aus den USA importierten „Toaster Strudels“ zu bekommen? Teigtaschen mit dem Geschmack und der Konsistenz von Pappe, gefüllt mit übersüßen Marmeladen oder Schokozeugs? Okay, irgendwie kann ichs doch verstehen: Wenn man das in den USA häufiger gegessen / gefrühstückt hat, dann sind Pop Tarts vielleicht irgendwie „Heimat“. Ich hab sowas mit Maple Frosted Dunkin Donuts…


Aber zurück zu den Pop Tarts: Bei Cooking Classy bin ich über ein hübsches Foto für selbst gemachte Pop Tarts gestolpert, dazu das üblich-überschwängliche Statement of best-ever, perfect, melt-in-your-mouth, buttery bla bla bla… Ihr wisst was ich meine. Trotzdem dachte ich mir: Einen Versuch ist es wert. Erst recht, wo man derzeit abends weder Sport- noch Sprachkurs hat, Stammtisch, Restaurant- und Kinobesuch ausfallen. Da backe ich quasi aus Langeweile – warum nicht mal Poptarts?

Zutaten für Selbst gemachte Pop Tarts

Wie macht man selbst gemachte Pop Tarts?

Die Zutatenliste für die Pop Tarts ist übersichtlich: Mehl, Butter, Zucker, Vanille, eine Prise Salz. Dazu kam bei mir selbst gemachte Erdbeermarmelade – gekaufte (auch in Sorten wie Blaubeere, Aprikose, Himbeere) geht natürlich auch. Oder Nutella- und Erdnussbutterkleckse! In jedem Fall stellt man zunächst einen Pie-Teig her, rollt diesen aus, schneidet mit einer Schablone passende Stücke und setzt dann immer zwei  Stück mit etwas Füllung dazwischen zusammen. Wichtig ist es, die Teigränder extrem gut zu verschließen: Ich habe die Enden erst mit den Fingern übereinander gefaltet und etwas zusammen geknifft, dann mit einer Gabel nochmal zusammen gedrückt. Anschließend habe ich mit einem Messer alles nochmal glatt geschnitten – diese Versiegelung hat (meist) gehalten. Für 14 Stück hat das Ausrollen und Füllen bei mir übrigens etwa eine Stunde gedauert.


Vergleich: Selbst geamchte und gekaufte Pop Tarts

Sind selbst gebackene Pop Tarts besser als gekaufte?

Um Klassen. Anderes Kuchenuniversum, sozusagen. Schaut mal auf das Foto oben: Die gekauften (oben) sind trocken, der Teigpart echt fies, die Füllung geht – aber aromatisch ist anders. Bei den selbst gemachten ist der Teig buttrig-bröselig-flaky und die Erdbeermarmelade gut zu schmecken. Die Zuckergussmenge obenauf habe ich sparsamer bemessen, so ist der Pop Tart lange nicht so süß.  Und die Zutaten haben sicherlich nicht mal ein Viertel von dem gekostet, was für die Importware aus der Fabrik  fällig ist. Nur Zeit zum Backen muss man halt haben…

Homemade Pop Tarts (Toaster-Strudel)

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Backen American
Von gfra Ergibt: 12 - 14 Stück

Pop Tarts hausgemacht: Das kostet etwas Zeit, aber ihr werdet belohnt mit knusprig-buttrigen, marmeladengefüllten Teigtaschen. Gar nicht so süß wie sie aussehen!

Zutaten

  • Für den Teig:
  • 300 g Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1 EL Zucker
  • 200 g Butter, sehr kalt, in Würfel geschnitten
  • 4 - 5 EL Eiswasser
  • Für die Füllung:
  • 250 g Erdbeeren
  • 1 TL Limetten- oder Zitronensaft
  • 125 g Gelierzucker 2:1
  • (alternativ 300 g gekaufte Marmelade)
  • Für den Guss:
  • 75 g Puderzucker
  • 1 - 2 EL Milch
  • 2 - 3 Tropfen Vanilleextrakt
  • rote Gebäckstreusel (optional)

Zubereitung

1

Mehl, Salz, Zucker in eine Schüssel geben und darauf das möglichst kalte Fett in kleinen Flocken verteilen. Die Butter mit einem Piecutter oder mit einer grobzinkigen Gabel in das Mehl einarbeiten – einfach drücken und immer wieder umwenden. Am Ende sollten die Fettbröckchen nur noch ein bis zwei Millimeter groß sein und die Masse feinen Streuseln ähneln.

2

Zunächst zwei bis drei Esslöffel Eiswasser hinzugeben. Mit der Gabel weiter rühren, bis der Teig beginnt, zusammen zu hängen. Falls nicht, esslöffelweise weiteres Wasser hinzugeben, bis sich ein Teigklumpen bildet. Teig aus der Schüssel und mit der Hand (höchstens ein- bis zweimal und maximal 30 Sekunden lang) zu einem runden Ballen formen - es dürfen ruhig noch "Fettschlieren" zu erkennen sein. Den Teigballen teilen, in zwei Platten drücken und diese in Plastik wickeln. Mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

3

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten: Die Erdbeeren mit dem Saft zerdrücken und mit dem Zucker in einem Topf verrühren. Aufkochen und drei Minuten köcheln lassen. In eine Schüssel umfüllen und erkalten lassen.

4

Eine Teigplatte aus dem Kühlschrank nehmen und den Teig auf einer bemehlten Fläche zu etwa 2mm dünn zu einer Platte ausrollen. Mit Hilfe einer Papierschablone 12 x 8 cm große Rechtecke ausschneiden. Ausrollen des Teiges für die Pop Tarts

5

Auf die Hälfte der Rechtecke etwa 1 TL kalte Marmelade geben.Die bestrichenen Rechtecke mit einem anderen Rechteck bedecken und sehr gut verschließen: Erst die Ecken mit den Fingern zusammen drücken. Dann mit einer Gabel erneut zusammen drücken und zuguterletzt die Ränder mit einem Messer nochmals glatt schneiden. Verschließen der Teigtaschen

6

Die verschlossenen Pop Tarts oben mit einem Zahnstocher etwa viermal einstechen, auf Backpapier heben und dieses in eine Metallform (viereckige Backform) geben, in den Gefrierer stellen. Portionsweise die weiteren Teigportionen und Teigreste weiter verarbeiten, anschließend einfrieren.

7

Den Backofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und die gefrorenen Pop Tarts auf ein Backblech mit Backpapier legen. In der Mitte des Ofens etwa 20 bis 23 Minuten backen. Auf dem Backblech einige Minuten auskühlen lassen (danach kann auch eventuell ausgelaufene Marmelade einfach abgeschnitten werden), dann auf ein Gitter geben.

8

Zutaten für den Zuckerguss verrühren und die Mitte der Pop Tarts (jeweils 5 mm am Rand freilassen) damit bestreichen, mit Sprinkles bestreuen.

Notizen

Falls ihr noch nicht oft mit Pieteig gearbeitet habt: Hier findet ihr eine Schritt-für-Schritt Anleitung amerikanischer Pie-Teig mit Fotos.

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5 Kommentare

  • Antworten
    Französisches Kalbsfrikassee (Slowcooker) | Langsam kocht besser
    22. Mai 2020 um 8:18

    […] ein geniales Zwiebelbrot) aus, backe Erdbeer-Kuchen, stelle meine eigenen Nudeln her und bastele selbst gemachte us-amerikanische Pop Tarts. Und wieder steht der Slowcooker hintan, denn der kommt bei mir vor allem zum Einsatz, wenn ich […]

  • Antworten
    Anna
    14. Mai 2020 um 16:53

    Liebe Gabriele,

    wie toll, dass du die Pop Tarts gemacht hast! Ich hatte das im letzten Jahr nach meinem New York Besuch auch vor, die in der glutenfreien Variante zu backen. Natürlich habe ich es bis heute nicht geschafft! Die sehen so lecker bei dir aus!!

    Viele liebe Grüße
    Anna

    • Antworten
      gfra-admin
      14. Mai 2020 um 18:03

      Selbst gemacht waren sie auch sehr lecker 🙂

  • Antworten
    Ilka
    14. Mai 2020 um 16:43

    Ich hab mich auch schon immer gefragt ob Pop Tarts wirklich so toll sind, man kennts halt irgendwie aus amerikanischen Filmen und Serien. Aber der Preis hat mich auch immer abgeschreckt. Mittlerweile gibt es sie bei mir auch im Kaufland, aber auch so 4 oder 5 € eine Packung, wäre immerhin portofrei. Aber die Geschmacksrichtung hat mich nicht angesprochen, war irgendwas ganz banales einfaches. Darum doch nicht gekauft.

    • Antworten
      gfra-admin
      14. Mai 2020 um 18:03

      Gute Entscheidung – das Geld kannst du sparen 🙂

    Kommentieren

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