Desserts/ Garten-Party

#traveltUeSdAy: Kais Lagerfeuer-Klassiker – S’mores

Smores - Süßigkeit, die am Lagerfeuer zubereitet wird
Kai Blum „kenne“ ich schon seit mehr als 15 Jahren. Naja, getroffen haben wir uns nie, aber seinen Blog 1000 kleine Dinge in Amerika und später seinen Fettnäpfchenführer USA* habe ich begeistert gelesen. Hätte ich den mal gehabt, als ich seinerzeit zu meinem Austauschjahr in die USA gegangen bin… Dann hätte meine Frage nach einem rubber die Wohnheim-Zimmergenossin nicht so verwundert – ich meinte ein Radiergummi, sie etwas anderes 😉 Kai stammt übrigens aus Rostock, wanderte 1994 in die USA aus und ist seit 2006 US-Bürger. Er schreibt Ratgeber zum Leben in den USA sowie historische Auswanderer-Romane.

Gabi hat mich dazu eingeladen, einen Beitrag für den #traveltuesday zu schreiben, und da ich nicht besonders originell kochen kann, heute aber National S’mores Day in den USA ist (ein inoffizieller Feiertag, den kaum jemand kennt), habe ich mich für eben dieses Thema entschieden: S’mores.

„Was ist das denn?“, werdet ihr, liebe Leserinnen und Leser, vielleicht fragen. Deshalb gleich die Kurzantwort: S’mores sind Marshmallows (schwammartige weiße Süßigkeiten aus Zucker, Wasser und Geliermittel), die auf einen Spieß oder Stock gesteckt über dem Lagerfeuer geröstet und dann zusammen mit einem Stück Schokolade zwischen zwei Graham Crackers-Kekse gepresst werden. Nicht gerade gesund, aber lecker.


Smores, Kekse mit Marshmallows und Schokolade

Falls ihr jetzt noch weiterlesen wollt, erzähle ich euch ein bisschen zur Geschichte der Marshmallows, Graham Crackers und S’mores und gebe am Ende Hinweise, wie ihr ganz einfach selber S’mores zubereiten könnt. („Rezept“ will ich es lieber nicht nennen, denn dafür ist die Zubereitung viel zu einfach.)

Die Geschichte der S’mores und ihrer Zutaten

Zutat Nummer Eins, die Marshmallows, waren ursprünglich nicht aus Zucker und Geliermittel (meistens Gelatine) zusammengekleistert worden, sondern aus dem Wurzelsaft eines Krautes namens Echter Eibisch, und ihre Geschichte reicht mehrere Tausend Jahre zurück ins alte Ägypten. Mitte des 19. Jahrhunderts gelangten die Marshmallows dann nach Frankreich, wo der Wurzelsaft zunächst mit Zucker, Wasser und Eiweiß vermischt und später durch Gelatine ersetzt wurde. Seit Beginn der 20. Jahrhunderts waren die Marshmallows dann auch in den USA erhältlich.


Zutaten für die Smores, geröstete Marshmallows

Zutat Nummer 2, die Graham Crackers, werden aus Graham-Mehl hergestellt, ein grob gemahlenes Mehl aus Vollkornweizen, das nach dem vegetarischen Prediger Sylvester Graham (1794–1851) benannt ist, dessen Anhänger von den Gesundheitsvorteilen des Vollkornmehls überzeugt waren. Sie verbreiteten die Graham Crackers sehr erfolgreich in den USA, wo es diese heutzutage in fast jedem Lebensmittelmarkt in den beiden Geschmacksrichtungen Zimt und Honig zu kaufen gibt.

Jetzt noch etwas über Zutat Nummer 3, Milchschokolade zu schreiben, würde zu weit führen, deshalb komme ich jetzt zu den S’mores: Als diese Anfang der 1920er Jahre zum ersten Mal als Rezept in einem amerikanischen Kochbuch auftauchten, trugen sie den durchaus passenden Namen „Graham Cracker Sandwich”. Das Kochbuch wies darauf hin, dass diese Süßigkeit bei den Girl Scouts beliebt war. Diese Pfadfindermädchen waren es wohl, die auf die Idee kamen, die Marshmallows über dem Lagerfeuer zu rösten und mit einem Stück Schokolade zwischen zwei Graham Crackers zu pressen. Eine Publikation der Girl Scouts druckte 1927 ein Rezept unter der Überschrift “Some More”, aber erst 1956 findet man ein Rezept für “S’mores“ (eine Verkürzung von “some mores”).

Die Zubereitung von S‘mores

Falls ihr nun auf den Geschmack gekommen seid und selber S‘mores zubereiten möchtet, klickt hier für Bezugsquellen der amerikanischen Originalzutaten: Marshmallows, Graham Crackers. (Weder Gabi noch ich verdienen irgendetwas an diesen Hinweisen, ich wollte euch lediglich die zeitraubende Suche nach diesen Zutaten ersparen.) Falls euch die Beschaffung von Graham Crackers zu umständlich ist, tun es auch Vollkorn-Butterkekse. Und statt eines Lagerfeuers könnt ihr gern den heimischen Backofen verwenden.

Zubereitung von Smores über dem Lagerfeuer

Zuerst die Lagerfeuer-Variante: Ihr steckt das Marshmallow auf einen Stock und erwärmt es über dem Feuer, bis es in etwa goldbraun ist. Verkohlen sollte es nach Möglichkeit nicht. Wichtiger als die Farbe ist jedoch, dass es einen klebrigen Charakter annimmt. Dann kann man beidseitig mit Graham Crackers zufassen und es vom Stock ziehen. Anschließend hebt man einen der Kekse an und presst ein großes Stück Milchschokolade auf das Marshmallow. Dann kommt der Cracker wieder drauf und fertig ist das S’more. Manche Leute geben auch auf beiden Seiten des Marshmallows Schokolade dazu oder streichen stattdessen Nutella auf die Crackers.

So werden Smore's im Backofen zubereitet

Nun die Backofen-Variante: Ihr legt Graham Crackers oder Vollkornkekse auf ein Backblech, und dann auf die Hälfte der Crackers Marshmallows und auf die andere Hälfte Schokolade. Dann bei 200 Grad Celsius ca. vier Minuten backen lassen. Am besten immer mal kurz nachschauen und das Blech aus dem Ofen nehmen, wenn man an den Marshmallows die ersten goldenen Verfärbungen bemerkt. Dann sind sie auf jeden Fall schon weich genug. Nach dem Herausnehmen einfach die beiden Hälften zusammendrücken und die S’mores etwas abkühlen lassen. Denn an dem heißen Zuckerzeugs kann man sich übel den Mund verbrennen – just sayin…

Ganz gleich wie ihr die S‘mores zubereitet: es ist kinderleicht, man muss es nicht perfekt machen und es lässt sich auch prima experimentieren, zum Beispiel mit verschiedenen Keksen und Schokoladen. Viel Spaß dabei!

Rezept für S‘mores - Snack vom Lagerfeuer

Möchtest du wissen, welche Blogger sonst noch beim Travel Tuesday mitmachen, in welche US-Bundesstaaten die Reise(n) gehen und auf welche amerikanischen Rezepte du dich freuen kannst? Dann schau in diesen Artikel!

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1 Kommentar

  • Antworten
    Cindy
    10. August 2021 um 8:48

    Das probiere ich mit den Kids mal aus. Diese Jumbo-Marshmallows liegen hier noch von der letzten Amerikawoche bei A..i rum!

  • Kommentieren

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