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Cream Cheese und Frischkäse: Gibt es da Unterschiede?

Sind Cream Cheese und Frischkäse dasselbe?

Hallo,
ich versuche mich in letzter Zeit immer wieder an amerikanischen Rezepten, die ich in verschiedenen Food-Blogs finde. Nun habe ich gestern einen Kuchen mit „cream cheese“- Filling gebacken. Das Filling (8 oz (sind doch ca. 225 gr, oder?) cream cheese, TL Zimt, 1 cup Zucker und ein Ei) war ziemlich flüssig. Auf Nachfrage hat mir die Betreiberin des Blogs (die auch alle Rezepte testet, bevor sie sie online stellt) beschrieben, dass das Filling deutlich fester hätte sein sollen.

Hab ich mich also mit den Mengen vertan oder sind amerikanischer „cream cheese“ und deutscher „Frischkäse“ nicht gleich (oder beinahe gleich)?


P.S. Der Kuchen sah UNMÖGLICH aus, schmeckt aber gaaaanz toll .

Danke schön im Voraus, Franziska


Meine Antwort zum Thema Cream Cheese (USA) und Frischkäse (D)

Philadelphia (USA) und Philadelphia (D)  haben eigentlich die gleichen Zutaten: Pasteurized Milk And Cream, Salt, Carob Bean Gum, Cheese Culture bzw.  Frischkäse,  Speisesalz, Johannisbrotkernmehl, Säuerungsmittel. Allerdings ist der Fettgehalt beim „normalen“ Vollfett-Frischkäse in den USA weitaus höher – etwa 35 % gegenüber 21 % hierzulande.  Das macht ihn cremiger und weitaus fester – er wird (gerade die Varianten, die man zum Backen nimmt) gerne in „Blöcken“ verkauft. In den Niederlanden gibt es übrigens „Mon Chou“-Ecken mit 30 Prozent Fettgehalt, die kommen dem USA-Vorbild sehr nahe.

Für Cheesecakes, finde ich, kann man problemlos auch deutschen Frischkäse-Sorten nehmen – die Füllung ist zwar dünner, wird beim Backen aber fest. Probleme kann es bei Frostings für Cremehauben geben – vor allem, wenn  man Frischkäse mit Zucker rührt, wird das eine „Suppe“. Da hilft es, erst Butter und Zucker cremig zu rühren und den Frischkäse erst ganz am Ende zuzufügen. Oder gleich das Trüffelfrosting mit Frischkäse und weißer Schokolade rühren – schmeckt sowieso besser auf Cupcakes!

Wer Fett einsparen möchte, kann auch Halbfett-Frischkäse im Kuchen verwenden. Die Joghurt- und Nonfatvarianten enthalten allerdings Gelatine und funktionieren meist nicht, weil sie sich im Ofen verflüssigen und nicht wieder richtig fest werden.

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16 Kommentare

  • Antworten
    Frank Bauer
    22. April 2021 um 12:38

    Der Artikel ist jetzt schon 8 Jahre alt, steht aber bei einer Google-Suchen zum Thema ganz oben. 😉

    Der Cream Cheese, der in den USA für Käsekuchen verwendet wird, kommt in Blöcken (ähnlich wie unsere Butter) und ist sehr hart, was wohl daran liegt, dass er etwa doppelt so viel Fett hat wie unser Frischkäse der Doppelrahmstufe. Deshalb ist es auch nicht möglich, US-Rezepte 1:1 zu übernehmen, bzw. wird der Käsekuchen nicht automatisch „schlecht“, aber er wird nie so schmecken wie ein echter New York Cheesecake. Leider.

    • Antworten
      gfra-admin
      22. April 2021 um 21:12

      Ja, diese Frage & Antwort Geschichten mag die Suchmaschine 😉 Ichhabe dann die Gelegenheit genutzt, auch nochmal etwas weitergehend zu recherchieren.

  • Antworten
    Sabine
    8. Juni 2015 um 10:35

    wow, bin total begeistert.
    habe nie gedacht dass es soviele Menschen gibt
    die auf amerikanischen cheesecake stehen. wir waren dieses Jahr das erste Mal in NY
    und auf Empfehlung von Künstern (ich arbeite in einem Thearter) waren wir in Juniors Cheesecake. und wir waren so begeistert!!
    habe auch versucht, diesen lecken kuchen zu backen, leider war er nicht ganz so kremig… ich habe genau das selbe resept wie Klaus im Januar geschrieben hat benutzt. hat jemand einen Tip wie der Kuchen so kremig wird wie in der USA?
    Ich freue mich über hilfreiche Tipp´s.

    sonnige Grüsse, Sabine

    • Antworten
      gfra-admin
      8. Juni 2015 um 14:15

      „Cremig“ bedeutet immer auch (leider) „Fett“, also keinesfalls fettreduzierten Frischkäse nehmen 😉

    • Antworten
      Sascha
      24. Mai 2020 um 13:04

      Also bei Frischkäsen hierzulande gibt’s auch Unterschiede bei der Festigkeit, wobei sich bei den weicheren nach ’ner Zeit Flüssigkeit absondert im Schälchen. Hatte auch mal aus Joghurt so ’ne Art Frischkäse gemacht indem ich den Joghurt durch ’nen Kaffeefilter entwässert hatte.
      Eventuell würde das auch bei deinem Cheesecakerezept helfen? Der Frischkäse wäre dann auf jeden Fall deutlich fester.

      • Antworten
        gfra-admin
        24. Mai 2020 um 13:19

        Gute Idee – ich fahre mittlerweile immer nach NL (ist ja nur fünf Kilometer von hier), wenn ich festen Frischkäse brauche. Da gibt es MonChou, der ist quasi schnittfest!

  • Antworten
    theresa
    1. März 2015 um 13:40

    cream cheese und frischkäse ist zwar eigentlich schon das gleiche aber nicht wenns ums backen geht. weil in nord america gibt es nämlich zweierlei frishkäse. sind alle von philadelphia. der eine is aber der in der tupper zum aus brot und der andere kommt im viereckigen block ist haerter und wird füer backen un frostings verwended.

  • Antworten
    Barbara
    23. Februar 2013 um 19:24

    Hallo ich mache immer die frostings aus Frischkäse, mische den aber halb und halb mit mascarbone, weil fetter
    wird immer gut

  • Antworten
    Cimin
    16. Februar 2013 um 22:06

    Hallo,
    CreamCheese ist das selbe wie Frischkäse!
    In einer Bakery in NYC habe ich Bagels geordert und sie wurden mit Philadelphia bestrichen. Zuvor konnte ich zwischen der normalen Vollfettvariante und der LowFat wählen.
    Ich vermute auch, dass sich bei der Mengenangabe ein Fehlerteufel eingeschlichen hat – wir nutzen sogar den ganz normalen Frischkäse der „Gebrüder Albrecht“ und es gelingt immer!
    P. S. Hatte ich da nicht noch ein paar CreamChees Cookies im Schrank… Hmmm

  • Antworten
    Nadja Kirchner
    15. Februar 2013 um 12:39

    Wow! Ich höre heute zum ersten Mal davon, dass Cream Cheese und Frischkäse das gleiche ist 🙂
    Toller Artikel, gefällt mir gut!
    Liebe Grüße, Nadja

  • Antworten
    Nampio
    7. Februar 2013 um 13:19

    Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass in Amerika der “Cream Cheese” deutlich fettreicher ist als hier in Deutschland der Frischkäse. Hier wird viel mehr darauf geachtet, dass der Käse möglichst fettarm ist und dadurch entsteht der Unterschied.

  • Antworten
    SweetLeonia
    31. Januar 2013 um 23:04

    Hallo!
    Ich backe sehr oft nach englischen und amerikanischen Rezepten und habe die Erfahrung gemacht, dass am allerbesten Philadelphia (vollfett) funktioniert und nicht einfach irgendein Frischkäse. Auch mir ist nämlich schon ein Cheesecake auf diese Weise misslungen. Mit Philadelphia ist mir das jedoch noch nie passiert.
    Viele Grüße Leonia

    • Antworten
      Jamina
      20. Februar 2017 um 22:50

      Welchen Frischköse genau verwenden Sie da?
      Lg

      • Antworten
        gfra-admin
        21. Februar 2017 um 16:33

        Wofür? Ich nehme immer ganz normalen Natur-Frischkäse, den es zum Beispiel bei Discountern gibt…

  • Antworten
    Klaus
    30. Januar 2013 um 8:36

    Hallo Franziska,
    da ist wohl was mit den Mengen durcheinander gekommen, oder hast du eine ganz kleine Kuchenform 18 cm genommen?
    Ich habe bei 24 cm 800 gr. Frischkäse (Doppelrahmstufe), 1 Becher Saure Sahne, 6 Eier, 160 gr. Zucker. Das war auch erst flüssig wurde aber dann im Ofen schön fest. nehme an aufgrund der Eier. Das ganze hat erst mal lecker geschmeckt, alle waren begeistert
    Gruss
    Klaus

  • Antworten
    gfra
    29. Januar 2013 um 14:26

    Hallo, Franziska – hmm, bei mir wird der Frischkäse beim Rühren auch immer total flüssig. Aber beim Backen setzt er sich dann und wird fest (weil ja noch ein Ei drin ist, das stockt)…

    Grundsätzlich, so meine Erfahrung, ist US-Creamcheese genau dasselbe wie deutscher Frischkäse, außer dass es dort noch mehr Fettstufen gibt. Ich verwende immer den vollfetten (manchmal gemischt mit dem halbfetten), damit ist noch nie etwas schief gegangen. Von dem ganz mageren Balance-Frischkäse würde ich beim Backen die Finger lassen, der enthält Verfestiger und/oder Gelatine, die das Backen u.U. nicht gut überstehen.

    Viele Grüße, Gabi

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