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Das Donut-Battle: Dunkin’ Donuts gegen Happy Donazz

McDonalds oder Burger King? Ben & Jerry’s Eis oder Häagen Dazs? Dunkin’ Donuts oder Krispy Kreme? Da hat jeder so seine Vorliebe – in den USA und in D natürlich auch. Allerdings kann das “echte” Donutbattle hier leider nicht stattfinden, denn Krispy Kreme hat bisher noch keinen Store auf dem europäischen Festland. Aber es gibt einen deutschen Herausforderer – Happy Donazz mit 21 Standorten. “Viel besser als DD”, finden einige, woraufhin der nächste sofort widerspricht. Also habe ich Verwandte und Freunde zusammen getrommelt, um es ein für alle Male im ultimativen deutschen Donutbattle zu entscheiden!

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Stage 1: Die Ausgangssituation

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Ich bin an einem Samstagvormittag 55 km bis Essen gefahren, um dort insgesamt 48 Donuts zu kaufen – je zwei Dutzend von DD und HD. Sortensortiert natürlich – damit man später nicht Birnen mit Äpfeln, äh Blaubeer- mit Apfeldonuts vergleicht.

“Sortensortiert” erwies sich bei DD (Filiale Limbecker Straße) allerdings als gar nicht so einfach: “Wir legen die immer durcheinander.” Woraufhin die Filialleitern interventierte: Ich könne ja gleich anschließend selbst in der Filiale nochmal passend neu sortieren. Ähem – das kann doch nicht so schwer sein, Donuts in der Reihenfolge der Bestellung in die Schachtel zu packen? War es schließlich nach erneuter Bitte auch nicht – und ich bekam wegen einer Sonderaktion die 24 Stück zum Knüllerpreis von 16,99 EUR. Dagegen schlug die gleiche Menge bei HD im Shopping Center Limbecker Platz mit 31,99 EUR zu Buche.

Was  übrigens wohl mein Sachbearbeiter beim Finanzamt sagt, wenn ich ihm diese Quittungen demnächst als Betriebsausgaben vorlege? War ja schließlich kein Spaß, diese Aktion, sondern alles im Dienste der (Donut-)Wissenschaft!

Stage 2: Die Testesser & der Test

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Rund um meinen Küchentisch hatte ich 14 Verwandte und Freunde versammelt. Das Spektrum reichte vom absoluten Donut-Laien (“Ich hatte vorher noch nie Donuts gegessen und werde es jetzt auch nie wieder tun!”)  bis zum Experten – unserem us-amerikanischen Austauschschüler. Sie bekamen Fragebögen und sortensortiert in kleinen Probierstücken die Donuts  – im Bild oben z.B. die Blaubeer-Varianten Blueberry Crunch (DD – links) und Blueberry YumYum (HD – rechts).  Auf dem Fragebogen wurden dann Schulnoten verteilt (1 = sehr gut, 6 = ungenügend) und Bemerkungen notiert.fragebogen

Wer wollte, durfte gerne noch nachnehmen von den Sorten – ein Angebot, von dem bei den ersten Kategorien noch reichlich Gebrauch gemacht wurde. Als wir dann nach den Pflichtkandidaten Sprinkles, Schoko, Strawberry Frosted, Apfel-Zimt, Blueberry, Nugat und Bavarian bei den “FantasyDonuts” – also z.B. Halloween Pumpkin und Krümelmonster – ankamen, hatte die Begeisterung schon arg nachgelassen. “Ich kann nicht mehr…”

Stage 3: Die Ergebnisse

Dunkin’ Donuts hat bei uns einen hauchdünnen Sieg eingefahren – wobei nicht der Geschmack den Ausschlag gab (da kamen beide auf exakt dieselben Punkte!), sondern das Aussehen. Seltsamerweise bekamen die etwas “messy” und “dahingekleckert” aussehenden DD von den meisten Testessern die besseren Noten, denn sie empfanden das als handgemacht. Die sehr ebenmäßigen HD schienen den meisten dagegen “industriell” – ich empfand sie als liebevoller und “ordentlicher”…

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Dunkin’ Donuts Happy Donazz
 Aussehen / Dekoration  Ø 2,62  Ø 2,87
 Größe / Fluffigkeit  Ø 2,62  Ø 2,5
 Geschmack / Süße  Ø 2,25  Ø 2,25
 Ø 2,49  Ø 2,54
 Pluspunkte
  • sehen nach Handarbeit aus
  • Teig besser als die Füllungen
  • mehr Sprinkles
  • sehr leckere Füllungen
  • lassen sich besser schneiden
  • schön fluffig und gleichmäßige Porung
 Minuspunkte
  • schmecken etwas fettiger
  • Cremes etwas fade
  • zu wenig Fruchtgeschmack
  • sehr grelle Speisefarben
  • oft sehr süß
  • sehr hell ausgebacken
  • wirken industriell “perfekt”
  • manchmal etwas dicke Glasur
  • keine Abwechslung in der Form
  • Glasur zu oft weiße Schokolade

Der Lieblingsdonut…

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… war eindeutig das Krümelmonster von Happy Donazz. Naja, bei mir. Wenig Anklang fand allgemein der viel zu dicke Zuckerguss des knallorangen Pumpkin von Dunkin’ Donuts, dagegen kam dort der Apfel-Zimt-Donut besonders gut weg. Bei Happy Donuts war es “Nugat Temptation”. Komisch: Was für den einen eine “super Kombi mit traumhafter Konsistenz war” bezeichnet der nächste als “Folterinstrument, viel zu süß” – Happy Donuts Cookies and Creme (unten rechts). Ich mochte ihn!

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Stage 4: Die Nachwirkungen

Mir war schlecht. Und nicht nur mir. Obwohl ich höchstens ein Dutzend Mini-Stücke gegessen habe – also nur sechs Donuts tatsächlich verglichen habe – hatte ich das Gefühl, ins Zuckerkoma zu fallen. Also gabs erst einmal für alle einen ordentlich starken Schnaps und anschließend Suppe aus dem Slowcooker.

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Das “Mir ist schlecht” hält übrigens immer noch an, was Donuts angeht: Als ich einige Tage später bei einem Berlin-Trip an einer DD-Fialiale vorbei kam, konnte ich die zum ersten Mal einfach so links liegen lassen…

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8 Kommentare

  • Antworten
    Anonym
    21. Dezember 2018 um 8:53

    Also erstmal möchte ich dazu sagen, dass die Donuts nicht aus der Industrie sind, sondern komplett selbst gemacht werden bei Happy Donazz denn ich arbeite dort und kann das bestätigen!

  • Antworten
    KarinS
    12. April 2017 um 20:59

    Underberg ist immer gut. 😀
    Komm mit auf den Underberg.

    *ggg*

    Gruß aus der Heimat des Underberg.

  • Antworten
    Kultur 7 – Der Blog Deutsch 101-006 Herbst 2016
    26. Januar 2017 um 10:43

    […] Das Donut-Battle: Dunkin‘ Donuts gegen Happy Donazz […]

  • Antworten
    Nicole
    21. Oktober 2016 um 13:30

    Immer diese Erinnerungen! ????
    Ich hatte diesen Test gerade erfolgreich verdrängt! Witzig war es ja, aber ich kann wirklich keine Donuts mehr sehen.

    • Antworten
      gfra-admin
      21. Oktober 2016 um 13:31

      Man muss sich auch quälen können 🙂 Und das hast du im Dienste der Wissenschaft getan, ich bin stolz auf dich… Wie wär’s mit einem Veggieburger-Contest nächstes Jahr??? Kicher…

  • Antworten
    Carolin
    21. Oktober 2016 um 10:30

    Happy Donazz kenne ich nicht, aber hier in Berlin verschlägt es mich alle Jubeljahre mal in einen Dunkin Donuts. So richtig glücklich bin ich allerdings nie, wenn ich die Donuts erstmal verspeist habe. Denn wie bei euch im Test auch festgestellt, finde ich sie sehr fettig und auch sehr weich. Beim Transport matscht also jedes Mal alles total durch, das finde ich einfach schade.
    Wird also wohl mal Zeit, dass ich selbst welche mache 😉

    • Antworten
      gfra-admin
      21. Oktober 2016 um 10:32

      Ja, mach das unbedingt mal, Caro – da kann man vor allem auch die Menge des Zuckergusses hinterher selbst bestimmen 🙂

      • Antworten
        Carolin
        21. Oktober 2016 um 13:45

        Ja, denn der muss ja echt nicht zentimeterdick sein!

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