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#doughnutday: Hawaiian Malasadas mit Haupia-Füllung

Malasadas - hawaiianische Donuts

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Auf die Gefahr hin, gleich mit dem Eröffnungssatz anzuecken: Donuts sind Fettgebackenes. Basta. Baked Donuts aus dem Backofen sind – naja, einfach runde Kleinkuchen. Ob Donuts ein Loch haben müssen oder nicht, darüber lasse ich gerne mit mir reden, aber nicht übers Fritieren. Schließlich sind auch Ofenberliner keine echten Berliner, zuckerfreie Kekse keine Cookies und Veggie-Schnitzel keine Schnitzel.

So, nachdem ich das los geworden (und dabei vermutlich angeeckt) bin, freue ich mich total, beim #doughnutday mitzumachen. Den gibt es in den USA offiziell bereits seit 1938 (und er wird immer am ersten Freitag im Juni begangen), aber Zorra vom Kochtopf verdanken wir die erste deutsche Aktion zum Thema. Super Idee, Zorra, danke! Außer ihr machen noch viele andere deutsche FoodbloggerInnen mit, schaut mal in die Liste ganz unten!

Nun aber zum Thema Donut: Nachdem ich seit 15 Jahren bei USA-K diverse Donut-Rezepte (oops, auch eines für gebackene Donuts, wie konnte ich nur???) eingestellt habe, sind die Klassiker bereits abgearbeitet. Also habe ich mir etwas gesucht, das für mich quasi US-Küche symbolisiert, nämlich die Mischung aus europäischen Traditionen und Produkten der “neuen Welt”: Malasadas gefüllt mit Haupia (Kokosnusspudding), eine Spezialität von Leonard’s Bakery .

Malasadas sind die hawaiianische Unterart von Donuts. Ursprünglich stammen sie aus Europa und wurden von portugiesischen Plantagenarbeitern Ende des 19. Jahrhunderts mit auf die Inseln gebracht. Die superlockeren Hefeteigkrapfen gibt es mit und ohne Loch, mit und ohne Füllung, mit und ohne Zuckerkruste. Berühmt sind die Malasadas des  Punahou Carnival – bei diesem Schulfest auf Oahu habe ich sie damals in meinem US-Austauschjahr auch kennengelernt. Und mich hoffnugslos daran über(fr)essen 😉

Doughnutday - Malasadas aus Hawaii, die Zutaten

Malasadas with haupia and strawberry filling

(ergibt 16 Stück)

Für den Teig:

  • 30 g Frischhefe
  • 3 El Milch, Prise Zucker
  • 2 Eier
  • 50 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 TL Weißweinessig
  • 35 g Butter, geschmolzen
  • 1/4 TL Salz
  • 400 g Mehl
  • 150 bis 175 ml Milch

Für die Füllung:

  • 250 ml Kokosnussmilch
  • 75 ml Wasser
  • 35 g Zucker
  • 20 g Speisestärke

Zusätzlich:

  • 1,5 l Öl zum Fritieren
  • Kokosflocken
  • dünner Zuckerguss aus 100 g Puderzucker und 3 – 4 EL Wasser
  • 3 EL Erdbeer-Marmelade (optional)

Zubereitung:

Zunächst den Kokospudding kochen: Kokosmilch in einem Topf zum Kochen bringen. Speisestärke mit Zucker und Wasser anrühren, in die kochende Milch geben und eindicken lassen. In eine Schüssel umfüllen, mit Folie abdecken, damit sich keine Haut bildet und erkalten lassen.

Für den Doughnut-Teig die Hefe mit der Milch und einer Prise Zucker anrühren und stehen lassen, bis sie anfängt Blasen zu werfen.

Eier mit Zucker, Vanillezucker und Essig in einer großen Schüssel schaumig schlagen. Butter, Salz, Mehl und die Hefe dazu geben und genügend Milch gründlich einkneten (Mixer oder Küchenmaschine), dass ein weicher, aber nicht mehr klebender Teig entsteht. Teig abdecken und eine Stunde gehen lassen.

Malasadas aus Hawaii - Teig portionieren

Den gegangenen Teig durchkneten, auf einer bemehlten Fläche zu einer Teigplatte von etwa 1,5 cm Dicke drücken und etwa 4 bis 5 cm große Kreise ausstechen. Teigreste erneut formen und ausstechen – so sollten sich etwa 16 bis 20 Donuts ergeben. Die Teigbälle mit ausreichend großem Abstand (etwa 5 cm) auf Backpapier legen, mit einem Tuch abdecken und nochmals eine Stunde gehen lassen, bis sie sich sichtbar vergrößert haben. In der Zwischenzeit die Glasur rühren.

Das Fritieröl in einem großen Topf auf etwa 175 Grad erhitzen. Das Backpapier unter den Donuts in Quadrate schneiden und damit die Donuts vorsichtig “über Kopf” ins Fett “stürzen”. Von jeder Seite 2 Minuten hellbraun fritieren und auf einem Gitter abtropfen lassen. Anschließend noch warm in die Glasur tauchen und mit Kokosflocken verzieren.

Sobald die Donuts ganz abgekühlt sind, mit einer spitzen Tülle hineinstechen und mit einem Spritzbeutel erst Erdbeermarmelade und dann Kokosnusspudding hinein spritzen.

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Natürlich kann man die Malasadas auch einfach in feinem Zucker rollen und das Füllen auslassen. Das macht dann viel weniger Arbeit und schmeckt immer noch großartig!

Mehr Appetit auf Donuts? Dann schaut vorbei bei den anderen BloggerInnen, die bei der Aktion mitmachen:

Eva von evchenkocht mit Doughnuts im Schwarzwälder Kirsch Style
Christina von The Apricot Lady mit Schokodounts mit Streusel & Donutkätzchen
Maja von moey’s kitchen mit Erdbeer-Donuts mit brauner Butter und Erdbeer-Frischkäse-Glasur
zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf mit Sticky Bun Doughnuts
Franzi von DynamiteCakes.de mit Drunken Doughnuts – Pinke Donuts mit Biergeschmack
Sarah von Kinder, kommt essen! mit Bienenstich-Mini-Donuts
Petra von Obers trifft Sahne mit Mini Zitronen Donuts mit Matcha Glasur
Jeanette von Cuisine Violette mit Donuts aus dem Backofen
Diana von Kochen mit Diana mit Papanasi – rumänische Doughnuts
Tamara von Cakes, Cookies and more mit Donuts mit pinkem Zuckerguss
Susan von Labsalliebe mit Happy Donut Day – Baked Brownie Donuts

(insgesamt 4.805 Besucher)

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14 Kommentare

  • Antworten
    Dieter
    10. Oktober 2017 um 19:03

    Leute,der Kokospudding ist der Hammer,sowas von geil,das gehört schon verboten????

  • Antworten
    Eva von evchenkocht
    7. Juni 2017 um 17:00

    Hallo liebe Gabi,
    was ist denn das für ein Tipp mit Füllung weglassen ;-)? Im Leben nicht! Wie ich selber feststellen musste, machen Doughnuts ein wenig Arbeit, aber ich bin mir bei deinen sicher: Das lohnt sich! Sie sind toll aufgegangen und mit der Kokoskombination!!! Ein Träumchen!
    Liebe Grüße,
    Eva

    • Antworten
      gfra-admin
      7. Juni 2017 um 17:04

      Ich meinte das eher so: Füllung nicht weglassen, sondern kochen und separat als Pudding essen 😉

  • Antworten
    Diana
    5. Juni 2017 um 22:02

    Liebe Gabi, deine Doughnuts sehen super aus und hören sich sehr, sehr lecker an.
    Diana

  • Antworten
    Cakes, Cookies and more
    5. Juni 2017 um 15:28

    Deine Donuts sehen sehr , sehr gut aus! Ich glaube ich muss schon bald wieder mal Donuts backen!
    Liebe Grüsse
    Tamara

  • Antworten
    Jeanette
    4. Juni 2017 um 9:36

    Die sehen super aus, da würde ich sofort reinbeißen!
    Lg

  • Antworten
    Petra Hermann
    3. Juni 2017 um 18:48

    Nach Hawaii wollte ich ja schon immer mal. Wo es da so lecker Fettgebackenes gibt, jetzt erst Recht 😉

  • Antworten
    Susan
    2. Juni 2017 um 16:01

    Deine leckeren Donuts hätte ich jetzt sehr gerne 🙂 köstlich mit kokospudding

  • Antworten
    HAPPY DONUT DAY – Baked Brownie Donuts – Labsal
    2. Juni 2017 um 11:06

    […] Marion auf Facebook mit Donuts mit Ahornsirup- und Schokoguss Gabi von USA kulinarisch mit Hawaiian malasadas Christina von The Apricot Lady mit Schokodounts mit Streusel & Donutkätzchen Eva von […]

  • Antworten
    zorra
    2. Juni 2017 um 10:22

    Boah, nur schon der Kokospudding lacht mich an. Eine tolle Doughnut-Kreation. Für mich dürfen Doughnuts gebacken werden, aber dafür sollten sie ein Loch haben. 😉 Jeder hat so einen Spleen…. Danke, dass du heute mitfeierst und ich freue mich schon auf den #doughnutday nächstes Jahr!

    • Antworten
      gfra-admin
      2. Juni 2017 um 14:56

      Dann bin ich bestimmt wieder dabei!

  • Antworten
    Christina
    2. Juni 2017 um 9:48

    dies sind so richtig schön luftig geworden, das ist dann sicher ganz toll mit der Fülle 😀

    • Antworten
      gfra-admin
      2. Juni 2017 um 14:56

      Psst, unter uns: Die war das beste, den Rest habe ich pur gegessen…

  • Antworten
    Happy Doughnut Day! Sticky Bun Doughnuts
    2. Juni 2017 um 9:20

    […] Gabi von USA kulinarisch mit Hawaiian malasadas […]

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