Okonomiyaki (hier in der vereinfachten USA-Variante) ist eine Mischung aus Omelett und Pfannkuchen. Das Gericht bringt viel Gemüse mit und wird mit Sojasauce und Sesamöl asiatisch gewürzt.
Was ein ursprünglich japanisches Rezept bei USA kulinarisch zu suchen hat? Nun, es handelt sich um die amerikanisierte (also vereinfachte) Version des berühmten “Kohl-Pfannkuchens” aus Hiroshima und ich habe es in der New York Times gefunden. Außerdem ist der bodenständige Kohl tatsächlich laut Vogue oder Pinterest das Trendgemüse 2026. Und besonders trendig untergebracht ist er in diesem “Omelette” , in dem ihr nach Herzenslust kleine Portionen von Gemüsen aus eurem Vorrat verwenden könnt. Statt Weißkohl funktionieren nämlich auch Rotkohl oder Wirsing, geraspelte Möhre oder Sprossen. Die Sauce könnt ihr mit Misopaste, scharfer Gochujang oder sogar Maggi anreichern (das erstaunlicherweise in Asien echt beliebt ist!) – wobei ich die klassische Kombination aus Sojasauce, Frühlingszwiebeln und geröstetem Sesamöl am leckersten finde. Oben auf den Veggie-“Pfannkuchen” kommt traditionell asiatische Kewpie-Majonnaise, ich mag aber auch süßscharfe BangBang-Sauce gern.
Wie wird Okonomiyaki zubereitet?
Zur Zubereitung des japanischen Kohl-Nudel-Omeletts benötigt ihr eine mittelgroße Pfanne, 20 bis 24 cm Durchmesser. Idealerweise ist die antihaft-beschichtet, das erleichtert das Wenden später ganz enorm. Wichtig ist auch, dass ihr die Gemüsesorten sehr, sehr fein schneidet oder raspelt. Sonst wird es in der kurzen Zeit, in der der Okonomiyaki-Pfannkuchen stockt, nicht weich. In meinem Rezept habe ich das so gelöst, dass sowohl die Nudeln aus der Instantpackung als auch der Kohl vorab überbrüht werden. Diese Mischung lasst ihr gut abtropfen und gebt dann Eier und Würze hinzu.
Etwas knifflig ist das Wenden des Pfannkuchen. Ich löse das immer so, dass ich die gebratene, feste Unterseite des Omeletts auf einen Teller gleiten lasse. Den nehme ich dann in die linke Hand (ungebackene Omelettseite ist also oben), während ich die Pfanne mit der rechten Hand kopfüber darüber stülpe. Dann drücke ich beides fest aufeinander und drehe es mit Schwung so um, dass Pfanne wieder unten und der Teller oben ist – voila, fertig!
Kohl – Trendgemüse mit inneren Werten & in vielen Farben
Kohl ist eine große Gemüsefamilie mit vielen Sorten (fast) in Regenbogenfarben. Was ihnen gemein ist: Sie sind sehr nährstoffreich und dabei kalorienarm. Kohl ist sehr gut haltbar, durch Fermentieren nochmals länger. Vor allem in nördlicheren Ländern spielt Kohl daher eine große Rolle im winterlichen Speiseplan.
Am bekanntesten bei uns sind sicherlich Weiß- und Rotkohl (Basis für Sauerkraut, Eintöpfe und Salate), gefolgt vom Wirsing mit seinen gekräuselten Blättern mit sehr hohem Nährstoffgehalt, Grünkohl als Blattkohl (in den USA ist “kale”, Schwarzkohl, beliebter) sowie Rosen- und Blumenkohl. Etwas feinere Vertreter der Kohlfamilie sind Brokkoli, Chinakohl, Kohlrabi oder Pak Choi.
Alle Sorten Kohlgemüse sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und vielen sekundären Pflanzenstoffen. Der Ballaststoffgehalt unterstützt Sättigung und eine regelmäßige Verdauung, während der für Gemüse relativ hohe Eiweißanteil (z.B. bei Rosenkohl) die Ernährung zusätzlich aufwertet. Charakteristisch sind außerdem Glucosinolate, die zu Senfölen umgewandelt werden, sowie Antioxidantien. Diese Verbindungen können Zellen vor Schäden schützen. Durch die Kombination aus Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen wirkt Kohl verdauungsfördernd, kann aber bei empfindlichem Darm auch Blähungen verursachen.
Noodle Okonomiyaki (Nudel-Kohl-Pfannkuchen)
Okonomiyaki (hier in der vereinfachten USA-Variante) ist eine Mischung aus Omelett und Pfannkuchen. Es bringt viel Gemüse mit und wird mit Sojasauce und Sesamöl asiatisch gewürzt.
Zutaten
- Für die Omeletts:
- 1 Packung Instant-Asianudeln (50g Inhalt, Geschmacksrichtung Gemüse)
- 300 g Weißkohl, in feinen Streifen
- 5 Eier
- 1 EL Sojasauce
- 2 EL geröstetes Sesamöl
- Salz, Pfeffer
- 2 Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
- 1 Karotte, geraspelt
- 2 EL Öl zum Braten
- Zum Garnieren:
- Sesamsaat
- Koriander, gehackt
- Mayonnaise oder BangBang-Sauce
Zubereitung
Die Nudeln, das dazugehörige Würzpäckchen und die Kohlstreifen in eine passende Schüssel geben. Mit kochendem Wasser übergießen und etwa fünf Minuten ziehen lassen. Dann die Nudeln mit einer Gabel auflockern. Alles in einen Durchschlag gießen und abtropfen lassen.
In der Schüssel die Eier mit Sojasauce und Sesamöl verschlagen, mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Frühlingszwiebeln, Karotte und die gut abgetropfte und etwas abgekühlte Nudelmasse dazu geben.
Einen EL Öl in einer nicht zu großen Pfanne (bevorzugt antihaft, Durchmesser 20 bis 24 cm) auf gut mittlerer Hitze erhitzen. Die Hälfte der Nudel-Ei-Masse hineingeben, glatt streichen und Deckel auflegen.
Etwa 5 Minuten braten lassen (das Omelett sollte unten goldbraun sein), dann auf einen Teller gleiten lassen und mit der ungebackenen Seite nach unten zurück in die Pfanne stürzen. Weitere drei bis fünf Minuten braten.
Den zweiten Pfannkuchen genauso zubereiten, den ersten währenddessen im Backofen auf dem Blech bei 95 Grad Ober-(Unterhitze) warm halten.
Okonomiyaki mit Koriander, Sesam und Sauce garnieren.
Notizen
Ihr könnt auch gut Zuckerschoten (in feine Streifen geschnitten) oder Sprossen in die Gemüsemasse geben.








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