Cream Scones stammen aus der englischen Küche und man backt sie viel schneller als Hefebrötchen. Für mich sind sie reichhaltigeren Cousins der Buttermilk Biscuits – beide Teige werden ähnlich verarbeitet, nämlich so gut wie gar nicht. Anfangs arbeitet man nur mit der Gabel, später ganz kurz auch mit den Händen. Keinesfalls darf man sie lange kneten, dann werden die Scones zäh. Gebacken werden eigentliche alle Scones bei relativ großer Hitze und am besten schmecken sie noch lauwarm. Am nächsten Tag toastet ihr sie kurz auf und sie sind wieder wie frisch.
Womit isst man Cream Scones?
Cream Scones sind leicht süß. Es gibt sie daher nicht als Beilage, sondern als süßen Happen zum Frühstück oder zum Afternoon Tea. Man bestreicht sie in England mit Clotted Cream, ein eingedickter Rahm, und gibt Erdbeermarmelade obenauf. Da man Clotted Cram in D kaum zu kaufen bekommt (oder nur für exorbitante Summen), nehme ich meist vollfetten Frischkäse oder Mascarpone – letzterer schmeckt wirklich sehr ähnlich. Außer Erdbeermarmelade passen natürlich auch Blaubeerkonfitüre, Lemon Curd, Peach Butter oder Apple Butter. Was ich ebenfalls sehr empfehlen kann: Das zimtige Spiced Pear Jam.
Was ist der Unterschied zwischen Biscuits und Scones?
Der Hauptunterschied zwischen Biscuits und Scones ist nicht besonders groß, aber er liegt in Zutaten und Verwendungszweck. US-amerikanische Biscuits sind bekannt für ihre blättrige, buttrige Textur und werden oft herzhaft mit Fleisch oder Soße (Biscuits and Gravy) gegessen. Der Teig enthält oft Buttermilch, aber selten Ei. Britische Scones sind dichter, können süß oder herzhaft sein und werden oft mit Marmelade und Sahne zum Tee serviert. Ihr Teig ist gehaltvoller, mit Sahne, Milch oder Ei. Auch Trockenfrüchte oder frische Früchte werden verwendet – siehe Cranberry Orange Scones. oder Blackberry White Chocolate Scones.
Cream Scones (Sahnebrötchen)
Für ein ausgiebiges Frühstück oder Brunch sind diese Scones genau das Richtige - köstlich und klassisch mit Erdbeermarmelade und gesalzener Butter oder Clotted Cream. Scones (und Biscuits) sind ganz schnell gebacken und schmecken am besten superfrisch. Ansonsten kurz im Backofen erwärmen.
Zutaten
- 140 ml Sahne
- 1 EL Essig oder Zitronensaft
- 250 g Mehl
- 1 Teelöffel Backpulver, Prise Salz
- 1/4 TL Natron
- 50 g Zucker
- 75 g Butter, weich
- 1 Ei, verquirlt, zum Bestreichen
Zubereitung
Zunächst die Sahne mit dem Essig verrühren und etwas stehen lassen. Backofen auf 210 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Mehl, Backpulver, Salz, Natron und Zucker in einer Schüssel vermischen, Butter mit einer Gabel einarbeiten, bis kleine Krümel entstanden sind. Die gesäuerte saure Sahne schnell mit der Gabel untermischen, bis ein Teigballen entsteht. Falls noch lese Mehlrest zu erkennen sind, einige EL Milch zusätzlich zugeben. Teig mit der Hand ein- bis zweimal durchkneten - nicht öfter, das macht die Scones zäh.
Die Arbeitsfläche mit reichlich Mehl bestäuben. Teig darauf mit der Hand flachdrücken, etwa 2,5 cm dick. Ein Glas oder einen scharfen Ausstecher in Mehl tauchen und runde Formen von 5 - 6 cm Durchmesser ausstechen. Die Teigreste wieder zusammen drücken und ausstechen bzw. mit den Händen zu Teigballen formen.
Teiglinge auf das Blech setzen, mit Ei bestreichen und etwa 13 bis 17 Minuten auf der 2. Schiene von unten hellbraun backen.
Notizen
Wer mag, kann 50 g Rosinen oder andere Trockenfrüchte (gehackte Datteln, Orangeat, Trockenpflaumen) in den Teig geben.





1 Kommentar
Goldmarie
28. September 2007 um 12:40Diese Creamscones sind ein echter Hit! Anstatt der Sahne nehme ich saure Sahne (ein kleiner Becher von 150 g)…das klappt auch.
Uns schmecken sie am besten mit Erdbeermarmelade und geschlagener Sahne obendrauf. Ein äußerst verführerisches Leckerli! Unbedingt ausprobieren!!
Liebe Grüße von Goldmarie