66 Rezepte von der Route 66 gibts in meinem Kochbuch Cook across America. Und nun ist eine Leserin dabei, alle in diesem Jahr nachzukochen mit Freunden und Familie zu ihrem 66. Geburtstag. Tolle Aktion!.
Kennt ihr den Film „Julie & Julia“ aus dem Jahr 2009? Er erzählt die (fast) wahre Geschichte zweier kochbegeisterter Frauen, von denen die Büroangestellte Julie in einem Jahr alle 524 Rezepte aus “Mastering the art of French Cooking” der berühmten Kochbuchautorin Julia Childs nachkochen möchte. Nun, dann könnte man jetzt auch “Cindy & Gabi” sagen, denn die schon lange in Deutschland lebende US-Amerikanerin Cindy Halbert-Seger hat sich vorgenommen, im Jahr ihres 66. Geburtstages alle 66 Rezepte aus unserem Buch Cook across America mit Freunden und Familie nachzukochen.
Cindys Vorhaben hat mich absolut begeistert, als sie mir in einer Email davon berichtete: Inspiriert durch den Film „Julie & Julia“ hat sie übers Jahr hinweg 32 Happenings vorgesehen, in denen aber nicht französische Küche gekocht wird, sondern amerikanische! Mal stehen USA-Frühstücksgerichte auf dem Plan, mal wird draußen gekocht oder gegrillt, mal Lunch, mal Dinner gegessen – immer ein bis 6 meiner Rezepte aus Cook across America. Ihre Freunde und Familie trugen sich zum Wunschtermin ein, kommen entweder zu Cindy zum Kochen oder richten selbst ein Treffen aus, als Geburtsgeschenk sozusagen. Auf dem Foto unten werden beispielsweise die Enchiladas und Salsa Restaurant Style vorbereitet.
Nachdem die “Halbzeit” der Aktion inzwischen erreicht ist und Cindy und ihre Gäste schon viele Rezepte umgesetzt und gegessen haben, freut mich Cindys Lob besonders: „Es gibt wenig Kochbücher, in denen man Lust hat jedes Rezept nach zu kochen“. Dass die auch geschmeckt haben, beweist vielleicht die Tatsache, dass sich eine Bekannte gleich das Buch gekauft hat und die Rezepte an ihre Töchter mit Kindern gleich weiter gibt. Vor allem die Spaghetti mit Meatballs sind ein großer Hit.
Kochen aus Cook across America – bei mir zuhause
Kochevents anhand Cook across America: Da wollte ich als Autorin der 66 Rezepte – meine Co-Autorin Petrina lieferte den “Kulturteil” und die Interviews des Buches – natürlich nicht außen vor bleiben. Obwohl wir uns “in echt” gar nicht kannten, lud ich Cindy zu uns ins Münsterland ein. Einen halben Tag radelten wir durch unseren Ort, einen halben waren wir in den benachbarten Niederlanden unterwegs – und einen ganzen Tag kochten wir. Und stellten dabei fest, dass Kochen verbindet, gemeinsames Essen erst recht und dass der Gesprächsstoff bei gemeinsamer Koch- und USA-Begeisterung auch zwei zunächst völlig Fremden absolut nicht ausgeht.
Auf der Tagesordnung: Fünf Rezepte aus Cook across Amerika
Und was haben wir gekocht? Cindys Excel-Tabelle, in der sie die Daten, Teilnehmer und Gerichte festhält, war mein Ausgangspunkt – ich nahm mir kurzerhand die Buchrezepte, bei denen sich sonst noch niemand eingetragen hatte. Zum Frühstück gab es also Peanut Butter Granola (eine ähnliche Version habe ich auf dem Blog), am Nachmittag den Easy Buttermilk Pie mit Beeren, abends den “Great Goatbsy”-Burger mit Zwiebelringen, Ziegenkäse und Cranberries (hier ein ähnlicher Burger auf dem Blog), dazu den BLT Potato Salad. Beim superheißen Wetter passte als Getränk selbstredend selbst gemachte Lemonade mit ganz viel Eis.
Zwischendrin fachsimpelten wir über (Fremd-)Sprachenlernen (Cindy arbeitet als Dozentin für Business-Englisch), über Landesgartenschauen und renaturierte Bäche (Cindy gärtnert organisch und ist zertifizierte Gewässerführerin). Und ich erzählte ihr, wie Rezepte, Rezeptfotos und so ein Foodblog überhaupt entstehen. Ein Grundkurs Foodstyling und Foodfotografie war auch noch drin 😉
Habt ihr auch ein Lieblingsrezept von USA kulinarisch, das ihr seit langem und immer wieder kocht / backt? Schreibt mir das doch unten in die Kommentare – unter allen Beiträgen vergebe ich ein Kochbuch “25 Jahre USA kulinarisch”!










6 Kommentare
Marianne Katharina Gabel
6. September 2026 um 19:38was ist das für eine großartige Idee, super!!!!!!!!!!!! Ich würde auch gerne so eine kleine ab und an Koch&brutzel kennen in Berlin. NIcht so einfach, da ich oft wenn es anstrengend ist ein tragbares Sauerstoffgerät benutze und doch schon fast 80 Jahre alt bin. Immerhin habe ich jetzt endlich Zeit (nach der Selbstständigkeit) und das kochen entdeckt. Koche 6 x mindestens in der Woche warm und oft Rezepte die ich bei -usa- finde.
gfra-admin
10. September 2026 um 11:16Liebe Marianne – bewundernswert! Für sich selbst frisch und was Gutes selbst kochen, finde ich absolut wichtig! Und mir fällt aktuell der Name nicht ein, aber es gibts so Kochtreffs, wo sich Leute zum gemeinsamen Kochen und Essen verabreden…
Annika
28. August 2026 um 14:22Liebe Gaby,
Tatsächlich (auch wenn es ein Klischee ist) : die Coockies, und die Burger Buns. Die laufen bei 3 Kids und einem großen Freundeskreis einfach immer!
Viele Grüße aus der Pfalz, Annika
gfra-admin
29. August 2026 um 8:27Kann ich mir vorstellen – bei unseren waren in dem Alter auch die Bread Sticks von Pizza Hut und der Cheeseburger-Auflauf extrem gefragt!
Anna C. (Christine)
9. August 2026 um 12:30Liebe Gabi; eine ganz tolle Aktion ist das, die tatsächlich dieses Jahr auch zu mit passen würde (bin auch in dem Alter wo angeblich das Leben anfängt 😉). Jedenfalls landete dein Buch völlig unerwartet als Gewinn bei mir zuhause und steht seither in vorderster Reihe im Kochbuchregal. Sofort in die Riege der Standard-Rezepte hat es das Green-Goddess-Dressing geschafft, das gibt es ab dem Zeitpunkt wo frische Kräuter auf dem Balkon gedeihen regelmäßig 1x pro Woche. Fried Chicken, Cesar’s, Sticky Buns gab es auch schon mit großem erfolg, und die Meatballs stehen auf der Liste wie noch einiges mehr.
Liebe Grüße und nochmals vielen Dank
Christine
gfra-admin
9. August 2026 um 12:48Oh, freut mich – und herzlichen Glückwunsch noch zum Geburtstag. Ich bin noch drei Rezepte entfernt von der Schnapszahl…