Durch seinen intensiven Geschmack überzeugt Kürbis ja nicht wirklich – dafür ist er sehr wandelbar! Hier habe ich ihn in Form einer aromatischen Suppe verkocht, die mit vielen Gewürzen aus dem asiatischen Raum von innen heraus wärmt.
Kürbis hat eine lange Geschichte in der amerikanischen Küche, die weit vor der europäischen Kolonisierung beginnt. Ureinwohner Nordamerikas bauten Kürbisse bereits seit Jahrtausenden an, oft zusammen mit Mais und Bohnen im sogenannten „Drei-Schwestern-Anbau”. Das ist eine traditionelle Mischkultur, bei der sich die drei Pflanzen gegenseitig (unter-)stützen. Als die europäischen Siedler ankamen, übernahmen sie den Kürbisanbau von den indigenen Völkern, und die Frucht wurde schnell zu einem festen Bestandteil der kolonialen Ernährung. Heute ist Kürbis eng mit dem amerikanischen Herbst verbunden und spielt eine zentrale Rolle bei Feiertagen wie Thanksgiving und Halloween.
In der Verwendung zeigt sich die Vielseitigkeit des Kürbisses besonders deutlich. Der klassische Pumpkin Pie, ein cremiger Kuchen mit Zimt, Muskat und Ingwer, gehört zu den bekanntesten amerikanischen Desserts. Daneben findet man Kürbis in Suppen, Brot, Muffins und natürlich im allgegenwärtigen Pumpkin Spice Latte der Kaffee-Ketten. Bei den Sorten unterscheidet man vor allem zwischen Speise- und Zierkürbissen: Butternut-Kürbis überzeugt durch sein süßliches, nussiges Aroma und eignet sich hervorragend für Suppen und Pürees, während der kleinere, süßere Sugar Pumpkin (auch Pie Pumpkin genannt) speziell fürs Backen verwendet wird. Der große, orangefarbene Halloween-Kürbis vom Feld, den man oft auf Veranden sieht, dient dagegen meist dem Schnitzen von Halloween-Laternen und ist wenig aromatisch.
Pumpkin-Ginger-Soup (Kürbis-Ingwer-Suppe)
Die klassische Kürbissuppe ist euch zu fade? Dann probiert diese Version mit asiatisch angehauchten Gewürzen. Ingwer und Chili sorgen für die Schärfe, Hokkaido-Kürbis für die großartige Farbe und Arbeitsersparnis: Er muss nicht geschält werden.
Zutaten
- 1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1 kg)
- 1 gr. Kartoffel (200 g)
- 1 gr. Möhre
- 1 gr. Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Stück Ingwer, etwa walnussgroß (optional 1/2 TL Ingwerpulver)
- 2 EL Öl
- 1/2 TL Paprikapulver, edelsüß
- 1/2 TL Kreuzkümmel (wer mag, mehr)
- 1/2 EL Currypulver, mild oder scharf
- 200 ml Weißwein (trocken)
- 1 l kräftiger Gemüse- oder Hühnerfond
- Salz, Pfeffer
- zum Garnieren:
- flüssige Sahne, Aceto Balsamico, Korianderblättchen
Zubereitung
Den Kürbis waschen, vierteln, mit einem scharfen Löffel entkernen und in Würfel schneiden. Kartoffeln und Möhre ebenfalls putzen, schälen und in kleine Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein hacken.
Zwiebel, Knoblauch und frischen geraspelten Ingwer (falls verwendet, Pulver erst später mit der Flüssigkeit zugeben) im heißen Öl in einem ausreichend großen Topf glasig anschwitzen. Kürbis, Möhren und Kartoffeln zugeben und kurz anbraten (nicht braun werden lassen). Mit Weißwein ablöschen und die Gewürze zugeben. Den Fond angießen und die Suppe 20 bis 30 Minuten sanft köcheln lassen.
Sind die Gemüse weich, alles mit einem Pürierstab glatt pürieren. Ist die Suppe zu dick, mit weiterer Brühe verdünnen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag, kann auch noch mit Chilipulver nachschärfen.
Notizen
Zum Servieren in jeden Teller Suppe geben, einen Esslöffel Sahne einfließen lassen und einige Tropfen Aceto Balsamico darauf geben. Mit einem Holzspieß dekorativ verwirbeln und mit Koriandergrün garnieren. Wenn ihr mit dem Aceto Spiralen formt, sieht es aus wie ein Spinnennetz - passend zu Halloween!






3 Kommentare
Stefanie
17. Oktober 2026 um 10:55soooooo lecker, wir freuen uns immer sehr auf den Ersten Kürbis, dann wird diese Suppe gekocht🥰
gfra-admin
17. Oktober 2026 um 14:03Freut mich, dass die bei euch so gut ankommt 🙂
Katharina Schneller
12. Oktober 2014 um 17:35Zum Glück steht beim Titel der übersetzte Name auch dabei , sonst könnte man auf falsche Gedanken kommen 🙂