Diese wunderhübschen Apple Pie Cookies schmecken wie ein Apfelkuchen im Kleinformat: Vanilliger Teig und obendrauf ein saftiges Apple Pie Topping mit viel Zimt. Ideal zum Mitnehmen oder für die Lunchbox!
Der klassische amerikanische Apple Pie besteht üblicherweise aus fast ungesüßtem, knusprigen Teigboden und einem Teigdeckel, der kunstvoll geflochten oder anders verziert wird (hier meine Beispiele). Dagegen haben diese Apple Pie Cookies einen ganz anderen Charakter: Vanillig-weicher Teig, obenauf dann eine saftige Füllung, die jedem Apple Pie Ehre machen würde. Sie ist zimtwürzig, süß-säuerlich und richtig schön herbstlich. Ich habe dafür Boskoop-Falläpfel aus dem eigenen Garten verwendet, ihr könnt aber auch beliebige andere Sorten nehmen. Achtet nur darauf, dass ihr die Würfelchen schön klein schneidet. Grobe Stücke würden von den Apple Pie Cookies herunterpurzeln und müssten länger gebacken werden, damit sie weich sind.
All American Apple Pie – der ganz woanders herkommt!
“As American as Apple pie”: Entgegen diesem Sprichwort stammt Apple Pie natürlich nicht aus Nordamerika. Die ersten Apfelkuchen-Rezepte lassen sich bis ins mittelalterliche England zurückverfolgen, wo sie bereits im 14. Jahrhundert dokumentiert wurden – allerdings ohne Zucker, da dieser damals ein Luxusgut war. Europäische Siedler, vor allem englische, niederländische und schwedische Einwanderer, brachten das Rezept im 17. und 18. Jahrhundert mit in die neue Welt. Da in Nordamerika noch keine heimischen Äpfel (kleine, supersaure, unveredelte “Crab Apples”) für Kuchen geeignet waren, wurden europäische Apfelsorten mitgebracht und angepflanzt. Vor allem John Chapman, genannt “Johnny Appleseed”, trug im frühen 19. Jahrhundert maßgeblich zur Verbreitung von Apfelbäumen im Mittleren Westen bei. Im Laufe der Zeit entwickelte sich Apple Pie zu einem festen Bestandteil der amerikanischen Identität, verstärkt durch die Redewendung “as American as apple pie”. Die wurde im 20. Jahrhundert populär, unter anderem durch Werbung während des Zweiten Weltkriegs, als Soldaten sagten, sie kämpften “for Mom and apple pie.”
Was gibt es zu beachten bei der Zubereitung der Apple Pie Cookies?
Trotz ihrer raffinierten Optik sind diese XXL-Kekse a la Apfelkuchen einfach zu backen! Ihr müsst nur einige wenige Punkte beachten.
- Bereitet als Erstes die Füllung zu und schneidet dafür die Äpfel in schöne kleine Würfelchen von maximal 0,5 mal 0,5 cm. Grobe Stücke passen nicht in die Vertiefungen der Kekse. Schmeckt die Füllung ab, ob sie euch süß genug ist – bei sauren Falläpfeln benötigt ihr vielleicht etwas mehr. Gart die Füllung, bis die Äpfel weich sind, aber noch etwas Biss haben, je nach Apfelsorte sind das 5 bis 10 Minuten. Die Apfelfüllung sollte komplett abkühlen (kurz in TK-Gerät stellen), bevor ihr sie in die Keks-Teiglinge füllt.
- Für den Teig sollten alle Zutaten Zimmertemperatur haben, daher nehmt Butter und Eier (spätestens) aus dem Kühlschrank, wenn ihr die Füllung zubereitet. Der Teig muss nicht gekühlt werden, sondern lässt sich sofort verarbeiten und läuft auch nicht breit.
- Damit alle Kekse später gleichzeitig durchgebacken sind, wiegt 40-g-Portionen vom Teig ab und dreht diese mit bemehlten Händen zu Kugeln (ja, das Wiegen ist in dem Fall wichtig). Nehmt einen Kaffeeportionierer oder Caipirinha-Stößel (oder euren Daumen) und drückt diesen tief in den Teigling. Füllt so viel von der Apfelfüllung in die Vertiefung, dass es nicht überläuft, aber sich ein kleiner “Berg” ergibt.
Apple Pie Cookies (Apfelkuchen-Kekse)
Diese wunderhübschen Apple Pie Cookies schmecken wie ein Apfelkuchen im Kleinformat: Vanilliger Teig und obendrauf ein saftiges Apple Pie Topping mit viel Zimt. Ideal zum Mitnehmen oder für die Lunchbox!
Zutaten
- Für die Füllung:
- 2 gr. Äpfel, geschält, entkernt
- 1 TL Zitronensaft
- 40 g Butter
- 50 - 75 g brauner Zucker
- 1 TL Zimt
- 1 TL Speisestärke
- 1 EL Wasser
- Für den Teig:
- 300 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- Prise Salz
- 1/2 TL gem. Vanilleschote (oder 1 TL Vanillextrakt)
- 200 g Butter, Raumtemperatur
- 100 g brauner Zucker
- 1 Ei
- 1 Eigelb
- Zum Dekorieren:
- Puderzucker
Zubereitung
Butter und Eier für den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Die Äpfel in Würfel von maximal 0,5 cm schneiden. Mit Zitronensaft, Butter, Zucker und Zimt in einen kleinen Topf geben und mit Deckel zum Köcheln bringen. Etwa 5 Minuten garen lassen, bis die Äpfel weich sind, aber noch nicht zerfallen. Speisestärke in Wasser anrühren und dazu geben. Unter Rühren köcheln lassen, bis es andickt, dann mit Deckel vollständig abkühlen lassen.
Für den Teig Mehl mit Backpulver, Salz und Vanille mischen. In einer Schüssel Butter und Zucker gründlich cremig rühren, dann zwei Minuten Ei und Eigelb unterrühren. Zuletzt die Mehlmischung dazugeben und nur noch so lange mixen, bis sich alles zu einem glatten Teig verbunden hat.
Backofen auf 180 Ober-/Unterhitze Grad vorheizen. Teigportionen von 40 Gramm abwiegen und mit bemehlten Händen zu Kugeln drehen. Etwa 8 Stück mit großem Abstand auf ein Blech setzen und mit dem Daumen oder einem Kaffeeportionierer o.ä. in die Mitte der Kugeln ein tiefes Loch drücken. Einen guten Teelöffel der abgekühlten Apfelmasse hineingeben.
Cookies etwa 12 bis 15 Minuten auf der 2. Schiene von unten hellbraun backen. Auf einem Rost abkühlen lassen, das zweite Blech backen. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.
Notizen
Wegen der saftigen Füllung halten sich diese Kekse höchstens drei, vier Tage und sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Am besten schmecken sie gerade abgekühlt, finde ich 😉
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12 Kommentare
Friederike
15. September 2026 um 9:28Die kleinen Dinger sehen wunderhübsch aus!!
Aber ich habe DEN ultimativen Apple Pie Teig bei dir im Kochbuch der Route 66 gefunden! Er schmeckt so unglaublich fein und mild, obwohl er ja nur grob verarbeitet wird. Ich bin begeistert und mache nur noch diesen Teig! Danke dir für das tolle Rezept, liebe Grüße aus Wien
https://fliederbaum.blogspot.com/2026/08/sommerobst-und-apple-pie.html
gfra-admin
15. September 2026 um 9:45Das ist ja ein tolles Kompliment – besten Dank 🙂
Kathrina
9. September 2026 um 11:48Die Apfelkekse sehen richtig toll aus. Eine super Idee. Die muss ich unbedingt mal testen.
Bianca Matthée
9. September 2026 um 10:25Liebe Gabi,
köstlich sehen die aus, könntest du mir welche nach Hamburg schicken?
Ganz liebe Grüße, Bianca
Daniela
8. September 2026 um 16:39Hallo liebe Gabi,
was für eine fantastische Idee! Apple Pie als handliche Cookies ist einfach genial – die Kombination aus fruchtiger Füllung und mürbem Teig sieht fantastisch aus. Das Rezept kommt direkt auf meine Nachback-Liste. Vielen Dank für die tolle Inspiration und die gewohnt gelingsichere Anleitung!
Liebe Grüße,
Daniela
Brotwein
7. September 2026 um 15:26Tatsächlich habe ich mich mit der amerikanischen Apfel- und Rezepte-Geschichte noch nie befasst. Aber klar, eigentlich logisch, dass unsere kultivierten Sorten erst auf den Kontinent hingebracht werden mussten. Die Apple-Pie-Cookies lesen sich jedenfalls köstlich!
Viele Grüße Sylvia
Tina von Küchenmomente
7. September 2026 um 11:59Ui, diese Apple Pie Cookies sind ja genau mein Ding! Ich werde sie diese Woche direkt mal testen und mit in die Agentur nehmen. Die werden sich freuen 🙂 ! Vielen Dank für das tolle Rezept.
Liebe Grüße
Tina
Britta
7. September 2026 um 11:03Deine Apfelkekse sehen aber zum Reinbeißen aus. Schieb mal ein paar rüber. 😉
Liebe Grüße
Britta
Britta von Backmaedchen 1967
6. September 2026 um 18:22Boah Gabi, wie lecker sehen die denn aus bitte, die muss ich unbedingt mal backen. Ich würde da jetzt am liebsten direkt zugreifen.
Liebe Grüße Britta
Simone von zimtkringel
6. September 2026 um 9:20Yesssssss Cookies! Ich würd dann gerne ein, zwei, drei nehmen!
Sonntagsgrüße aus dem Süden
Simone
Caroline | Linal's Backhimmel
6. September 2026 um 9:06Variante 2
Oh, wie lecker! Apple Pie als Cookie – ich liebe diese Idee! 🤎 Gerade für die ersten gemütlichen Herbsttage sind die kleinen Teilchen einfach perfekt.
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