Tüten mit Ranch Dressing Mix landen bei mir jedesmal im Koffer, wenn ich in den USA bin. Das beliebte Dressing lässt sich aber auch zuhause ohne Fertigmischung nachempfinden.
Ranch Dressing wurde in den 1950er-Jahren von Steve Henson erfunden, einem Bauarbeiter, der zuvor eine Firma in Alaska gegründet und dann lukrativ verkauft hatte. Zusammen mit seiner Frau Gayle kaufte er 1956 eine Ranch in Kalifornien, die „Hidden Valley Ranch”, die er zu einem Feriendomizil für Gäste umbaute. Dort servierte er sein selbst kreiertes Dressing aus Buttermilch, Mayonnaise, Sauerrahm und einer Mischung aus Kräutern und Gewürzen wie Knoblauch, Zwiebeln, Dill und Petersilie. Die Gäste waren so begeistert, dass sie darum baten, die Trockenmischung mit nach Hause nehmen zu dürfen. Aus dieser Nachfrage entstand ein florierendes Geschäft, und 1972 verkauften die Hensons die Marke „Hidden Valley Ranch” an den Konzern Clorox, der das Produkt anschließend landesweit vermarktete und zu einem festen Bestandteil amerikanischer Supermarktregale machte.
Ranch Dressing – die beliebteste Salatsauce der USA
Ranch Dressing hat sich seither zu einem der beliebtesten, wenn nicht sogar zum beliebtesten Salatdressing der USA entwickelt. Es wird regelmäßig in Umfragen und Marktanalysen als Spitzenreiter geführt, noch vor klassischen Dressings wie Italian oder Caesar. Seine Beliebtheit beschränkt sich dabei längst nicht mehr nur auf Salate: Ranch wird in den USA als vielseitige Dip-Sauce für Pizza, Chicken Wings, Pommes frites, Gemüsesticks und sogar Burger verwendet. Und selbst Chips, Popcorn und andere Snacks gibt es inzwischen in der Geschmacksrichtung “Ranch”, also zwiebelig-säuerlich. Besonders im mittleren Westen und Süden der USA gilt Ranch regelrecht als kulturelles Symbol; es gibt sogar spezielle „Ranch-Feiertage” sowie eine treue Fangemeinde, die das Dressing zu praktisch jedem Gericht kombiniert – ein Phänomen, das sich aber auf die USA beschränkt.
Ranch Dressing Mix
Keine Zeit, um in die USA zu fliegen für das originale Ranch Dressing? Ja, "original" heisst in den USA in der Regel tatsächlich Tüte... Dieses Rezept ist ein guter Ersatz für die Fertigmischung aus den USA, die es hier nicht gibt und die man vielleicht wegen der Inhalts- und Zusatzstoffe auch gar nicht verwenden möchte. Einfach die Gewürzmischung mit (wenig) Majonnaise und (mehr) Buttermilch ziehen lassen - die säuerliche Note ist in jedem Fall wichtig.
Zutaten
- 2 EL gefriergetrocknete Zwiebeln
- 1 EL Salz
- 1 TL granulierter Knoblauch
- 2 EL getrocknete Petersilie
- 1/2 TL Pfeffer
Zubereitung
Alle Zutaten vermischen, am besten leicht mörsern, um die zwiebeln zu zerkleinern. Luftdicht verschlossen aufbewahren. Für das Dressing 1 guten EL dieser Mischung mit 50 g Majonaise und 150 ml Buttermilch verrühren und durchziehen lassen.
Notizen
Wer keine Buttermilch da hat, kann auch Joghurt oder saure Sahne verwenden - oder etwas Zitronensaft in Milch geben, um sie zu säuern.






2 Kommentare
Max
12. Juli 2017 um 13:30Klasse Rezept und so einfach. Wie wäre es Buttermilch und Majo durch Ketchup zu ersetzen?
gfra-admin
12. Juli 2017 um 13:36Und statt Zwiebeln einfach Zucker nehmen? Hä??? Naja, Spammer halt – aber ich nehme die unerwünschten Werbelinks doch sowieso raus 🙂