Soul Food

Hintergrund: Was ist Soul Food?

Was ist Soulfood in der US-Küche?

“Soul Food” steht in den USA für nahrhafte, einfache Gerichte, nicht gerade kalorienarm, aber eben etwas für die Seele! Soul Food-Rezepte, überhaupt viele Gerichte des amerikanischen Südens, gehen zurück auf die Sklavenzeit.

Soul Food (hier meine komplette Rezeptauswahl) ist eine Weiterentwicklung der Essgewohnheiten der Afro-Amerikaner, die in früheren Jahrhunderten auf den Plantagen des Südens arbeiten mussten. Sie verfügten im Prinzip nur über die Lebensmittel, die ihre Besitzer ihnen zukommen ließen – magere Portionen von Mais, Bohnen und Reis, dazu die Fleischstücke, die in den Herrenhäusern selbst verschmäht wurden: Schweinefüße, Schweineohren, Innereien. Einige afrikanische Gemüsesorten hatten die Sklavenhändler ebenfalls mitgebracht. So wurden Erdnüsse, Okraschoten, Süßkartoffeln, Auberginen, Bananen damals nur für die schwarzen Sklaven angebaut, heute sind sie dagegen fester Bestandteil der Südstaatenküche.


Woher kommt der Begriff Soul Food?

Die Gerichte und Traditionen afroamerikanischer Küche gibt es weitaus länger, aber erst in den 1960er Jahren im Kontext der Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King kam auch der Begriff Soul Food auf;  er wurde zum Symbol afroamerikanischer Identität und Stolz. Erste Restaurants entstanden als Treffpunkte für Aktivisten; der Begriff prägte sich 1964 in der Black-Power-Ära. Heute sind typische Südstaaten-Gerichte wie Fried Chicken und der Begriff Soul Food weltweit populär, trotz Debatten um den Begriff wegen seiner traumatischen Wurzeln.

Südstaaten-Frühstück mit GritsSüdstaaten-Frühstück: Speck, Eier, Biscuits und eine Schüssel Grits, Maisgrütze 

Was ist typisch für Soul Food?

Die Soul Food Gerichte des Südens basieren auf günstigen Zutaten wie Schlachtabfällen (z. B. Innereien), Wild, Mais, Süßkartoffeln und Gemüse aus Plantagen-Gärten. Zubereitungsmethoden wie Schmoren, Frittieren oder Dünsten mit Schweineschmalz machten diese eher minderwertigen Lebensmittel schmack- und nahrhaft. Besonders gesund sie sind allerdings nicht – eher das Gegenteil ist der Fall: Die gesättigten Fette und die kräftige Verwendung von Salz erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Diabetes. Auch Innereien wie Chitterlings (Därme) sind kalorienreich und zudem cholesterinbelastet, was bei regelmäßigem Verzehr problematisch ist.

Gerichte aus der Soul Food Küche auf USA kulinarisch

​Typische Gerichte der Soul Food Küche

Vielleicht interessiert dich auch:

2 Kommentare

Kommentieren