Mac and Cheese auf TexMex-Art ist würziger als der “normale” superkäsige Nudelauflauf. Und er bringt etwas Gemüse mit sich. Ein frischer Salat dazu – fertig sind Lunch oder Dinner, ohne dass ihr ein schlechtes Gewissen haben braucht.
Käsefäden-ziehender Nudelauflauf ist doch etwas Fantastisches, oder? Er wärmt von innen mit einer ordentlichen Portion Kohlehydrate und ist so richtiges Soul Food, wie es in den Südstaaten heisst. Allerdings keine Diätküche, aber das erwartet ja auch niemand von einem Gericht mit Pasta und Käse. Meine TexMex-Mac’n’Cheese-Variante (“Was ist Tex-Mex” bei Wikipedia) enthält aber immerhin etwas Gemüse und bekommt durch Chili etwas mehr “bumms”. Es damit ein Klassiker neu interpretiert und passt genau zum März-Motto der “Leckeres für jeden Tag”-Blogger*innen. Was die anderen gekocht haben sehr ihr in der Linkliste ganz unten im Artikel.
Die Geschichte von Mac and Cheese
Mac and Cheese gilt heute in den USA als Kultgericht, hat seine Wurzeln aber in Europa. Schon im Mittelalter gab es in Italien Gerichte aus Nudelplatten und Käse, in England tauchte die Kombination im 18. Jahrhundert in Kochbüchern wie Hannah Glasses „The Art of Cookery Made Plain and Easy“ auf. Der dritte US‑Präsident Thomas Jefferson (der auch die Eismaschine erfunden haben soll) lernte Nudel‑Käse‑Gerichte in Frankreich und Italien kennen und brachte der Legende nach Pasta, Parmesan und sogar eine Nudelmaschine mit nach Amerika. 1824 veröffentlichte Mary Randolph in „The Virginia Housewife“ eines der ersten amerikanischen Rezepte für „Maccaroni and Cheese“ – aus Makkaroni, Käse und Butter geschichtet und gebacken.
Mit der industriellen Produktion von Pasta und Käse im frühen 20. Jahrhundert wurde das Gericht günstiger und einfacher zu kochen und verbreitete sich in allen Bevölkerungsschichten. Bis zum Fertigprodukt war es dann nur noch ein Schritt: 1937 brachte Kraft Foods „Kraft Dinner“ bzw. „Kraft Macaroni & Cheese“ auf den Markt – nun musste niemand mehr frisch einkaufen, um Mac and Cheese auf den Tisch zu bringen. Wegen seines günstigen Preises, der guten Haltbarkeit und der einfachen Zubereitung fiel das Essen aus der Box vor allem im Zweiten Weltkrieg auf fruchtbaren Boden.
Heute gilt Mac and Cheese als typisches Comfort Food der US‑Mittelklasse und der schwarzen Soul-Food-Tradition. In Restaurants findet ihr den Nudelauflauf vor allem als Beilage, manchmal auch mit anderen Käsesorten und Gourmet-Toppings. Es gibt übrigens sogar einen „National Mac and Cheese Day“ – am 14. Juli!
Tex-Mex Mac and Cheese (Nudelauflauf)
Mac and Cheese auf TexMex-Art ist würziger als der "normale" superkäsige Nudelauflauf. Und er bringt etwas Gemüse mit sich. Ein frischer Salat dazu - fertig sind Lunch oder Dinner, ohne dass ihr ein schlechtes Gewissen haben braucht.
Zutaten
- 300 g ungekochte Nudeln (nicht zu grobe Formen, z.B. Ellbogen-Makkaroni oder Spirelli)
- Für die Sauce:
- 30 g Butter
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 1 Knoblauchzehe, zerdrückt
- 35 g Mehl
- 600 ml Milch
- 175 g reifer Cheddar (gerieben)
- Cayennepfeffer oder Chilipulver nach Geschmack
- 225 g Mais aus der Dose (abgetropft)
- 1 gr. rote Paprikaschote, in Würfeln
- 1 Jalapeno-Chilischote, gewürfelt (optional)
- Salz, Pfeffer
- Für das Topping:
- 30 g Butter
- 50 g Panko-Paniermehl
- 25 g Parmesan, gerieben
- 2 EL Petersilie, gehackt
Zubereitung
Die Nudeln nach Packungsanweisung in reichlich gut gesalzenem Wasser al dente kochen. Abschütten und beiseite stellen.
Die Butter in einem ausreichend großen Topf schmelzen. Zwiebeln und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze gar schwitzen. Mehl darüber stäuben, einige Minuten mitbraten, dann die Milch angießen. Unter ständigem Rühren einige Minuten köcheln, dann den Käse einrühren und schmelzen lassen. Mit Chili, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Nudeln, Mais und Paprika unterheben.
Für das Topping Butter sanft schmelzen, Panko einrühren, zuletzt auch Parmesan und Petersilie.
Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine ausreichend große Auflaufform (oder zwei kleine) einfetten. Die Nudelmasse hineingeben. Topping darüber verteilen und 25 bis 35 Minuten goldbraun backen.
Notizen
Ihr könnt auch gut die Käsesorten für dieses Gericht mischen (ich hatte Emmentaler und Cheddar da). Nur sollten es nicht allzu milde Sorten sein.
Klassiker neu interpretiert – hier gibts mehr davon
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Gabi von slowcooker.de mit Quarkschmarrn für viele
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Regina von bistroglobal.de mit Byrek dekonstruiert
Simone von zimtkringel mit italienisch angehauchte Fleischküchle
Britta von Brittas Kochbuch mit Spaghetti mit Kürbis “Carbonara Art”
Bianca von ELBCUISINE mit Caprese im Glas – das perfekte Party-Rezept für den italienischen Klassiker
Sylvia von Brotwein mit Würstchengulasch
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Eierlikörkuchen mit Schokolade
Silke von Blackforestkitchen mit Schwarzwälder Kirsch Muffins
Susan von Labsalliebe mit Manti für Faule – Türkische Pasta mit Hackfleisch








22 Kommentare
Brotwein
6. März 2026 um 10:52Mac and Cheese ist einfach ein Klassiker der immer geht. Und die Varianten sind hier auch immer Willkommen. Viele Grüße Sylvia
Kathrina
2. März 2026 um 13:22Super Idee, dem Gericht eine gesunde Note zu verpassen. Gefällt mir sehr gut mit dem Gemüse. Da hätte ich jetzt direkt Appetit drauf.
Tina von Küchenmomente
1. März 2026 um 20:53Um ehrlich zu sein, war ich bisher kein so großer Fan vom Original. Zu viele Kaorien, zu wenig “Bumms”, irgendwie langweilig (falls man das bei einem Klassiker sagen darf). Deine Tex-Mex-Interpretation könnte das jetzt ändern. Wenn es so gut schmeckt, wie sich das Rezept liest, könnten Mac und Cheese und ich doch noch Freunde werden und dann sind mir die Kalorien auch völlig schnurz.
Herzliche Grüße, Tina
gfra-admin
1. März 2026 um 21:25Ab und an darf man sowas mal. Und das “zuwenig bumms” stimmt definitiv, wenn man zu milde Käsesorten verwendet.
Britta von Backmaedchen 1967
1. März 2026 um 17:54Wer zählt denn hier noch Kalorien, für mich bitte eine ordentliche Portion davon. Das Rezept muss ich unbedingt mal ausprobieren.
Liebe Grüße
Britta
Bianca von ELBCUISINE
1. März 2026 um 17:12Liebe Gabi,
huch du warst ja fleißig gleich zwei Rezepte. Mit Käse bin ich bei meinem Sohn immer richtig, auf den Mais kann er bestimmt gut verzichten, haha. Sieht super aus, dein Rezept. Liebe Grüße, Bianca
gfra-admin
1. März 2026 um 17:43Ich hatte gerade zufällig zwei in der Pipeline, die genau passten 😉
Simone von zimtkringel
1. März 2026 um 14:34Yep, Käsefäden-ziehender Nudelauflauf, ich bin dabei! Aber sofort! Ich nehm übrigens gerne sowohl mild als auch würzig. (Kaloreienzählen wird überbewertet.)
Liebe Grüße
Simone
gfra-admin
1. März 2026 um 17:44Mir fällt gerade auf – zu diesen Nudeln könnte man garniert gut deine Hackbällchen aus dem Blogevent essen 😉
Daniela
1. März 2026 um 12:11Liebe Gabi, für mich darf es mehr Knoblauch sein aber sonst ist es eine tolle Variante. Liebe Grüße Daniela
gfra-admin
1. März 2026 um 17:45Liebe Daniele – für MICH darf es auch gerne viel mehr Knoblauch sein, aber dann streikt der Mann. Der arbeitet nicht (wie ich) im Homeoffice, sondern im Kunden-Direktkontakt…
Britta
1. März 2026 um 11:29Liebe Gabi,
einfach eine fantastische Idee. Punkt!
Noch ist es nicht zu warm, da setze ich Dein Rezept doch gleich mal auf den Essensplan von nächster Woche!
Liebe Grüße und schönen Sonntag (noch mal 😉 )
Britta
gfra-admin
1. März 2026 um 17:45Dann wünsche ich dir schon mal guten Appetit!
Susan
1. März 2026 um 10:40Liebe Gabi,
Käse? Check.
Chili-Bumms? Doppel-Check!
Gemüse? Super-power-Check!
Ein wirklich tolles Rezept.
Herzliche Grüße
Susan
gfra-admin
1. März 2026 um 17:46Liebe Susan – Grüße zurück. Ich muss im Moment in Sachen Iran oft an dich denken. Hoffentlich wendet es sich da zum Guten!
Caroline | Linal's Backhimmel
1. März 2026 um 10:25TexMex Mac and Cheese klingt nach einer genialen Geschmackskombination! Cremig trifft würzig – das stelle ich mir großartig vor.
Liebe Grüße
Caroline
Regina
1. März 2026 um 9:56Liebe Gabi, super Variante, dein Tex-Mex-Nudelauflauf. Viele Grüße, Regina
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