Diese saftigen Cherry Almond Muffins kombinieren die Aromen von Mandeln und Sauerkirschen. Das Ergebnis ist nicht zu süß, sondern genau richtig zum Nachmittagskaffee oder zum Picknick.
Wann sind Muffins eigentlich unmodern geworden – und vor allem, warum? Für mich sind Muffins nach wie vor ein ideales Ruck-Zuck-Gebäck, wenn ich keine Lust habe auf diffiziles Rumgebastel mit Pie-Teig (hier der Kirsch-Pie) oder wenn mich jemand nach einem “einfachen Rezept” fragt. Ich finde ja auch Hefeteig unkompliziert oder Buttercreme, aber mir ist schon bewusst, dass das mit 40+ Jahren Backerfahrung zusammen hängt. Für diese Muffins dagegen braucht es null Routine und null Ausstattung – zwei Schüsseln, eine Küchenwaage und ein Holzlöffel reichen. Naja, und eine Muffinform sollte vorhanden sein 😉 Und wenn nicht mal die da ist, dann geht es zum Beispiel wie beim Blackberry Streusel Coffee Cake sogar in einer Springform.
Cherry Almond Muffins zubereiten & abwandeln
Muffins werden nach der Muffins-Methode zubereitet: In einer Schüssel die trockenen Zutaten (Mehl, Treibmittel, gem. Mandeln etc.) vermischen, in einer zweiten die feuchten (Öl oder flüssige Butter, Zucker, Eier, Milch oder Sauermilchprodukte, Aromen). Die flüssigen Zutaten rührt man kurz glatt, mit einem Schneebesen oder Löffel. Mit Schwung kommen dann die trockenen Zutaten dazu und nun darf nur gerührt werden, bis alles grob vermischt ist. Kleinere Mehl- oder Flüssigkeitsspuren dürfen durchaus noch zu sehen sein. Wenn ihr dagegen gründlich rührt oder die Masse gar mit dem Mixer weiter schlagt, wird sie zäh.
In den USA sind Sauerkirschen übrigens schwer zu bekommen, da sie nur in Wisconsin und Minnesota angebaut werden, eine kurze Erntezeit haben und sich – einmal gepflückt – nicht gut halten. Das Potential zur kommerziellen Vermarktung ist daher gering, und in Deutschland verhält es sich nicht anders. Wenn ihr also keine frischen Sauerkirschen bekommt, ersetzt sie durch TK-Ware oder gut abgetropfte Sauerkirschen aus dem Glas. Und seid ihr keine Freunde von Sauerkirschen, dann nehmt Himbeeren, Blaubeeren oder Brombeeren. Auch für diese Beeren passt dieses Rezept außerordentlich gut.
Cherry Almond Muffins (Kirsch-Mandel-Muffins)
Diese saftigen Muffins kombinieren die Aromen von Mandeln und Sauerkirschen. Das Ergebnis ist nicht zu süß, sondern genau richtig zum Nachmittagskaffee oder zum Picknick. Das Backen ist ganz einfach und gelingt auch Anfängern.
Zutaten
- Für den Teig:
- 250 g Mehl
- je 1 TL Backpulver und Natron
- 1 Prise Salz
- 110 g Zucker
- 200 g saure Sahne
- 50 g geschmolzene Butter
- 1 Ei
- einige Tropfen Bittermandel-Aroma oder Amaretto
- 50 ml Milch oder Buttermilch
- 250 g Sauerkirschen (Glas, oder besser TK), halbiert
- Zum Bestreuen:
- 25 g Mandelblättchen
Zubereitung
Die Sauerkirschen abtropfen lassen, TK-Ware jedoch nicht auftauen, Früchte halbieren. Eine Muffinform leicht fetten oder mit Papierförmchen auslegen. Den Backofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
In einer Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und Salz mischen. In einer zweiten Schüssel Zucker, saure Sahne, Butter, Ei, Milch und Aroma verrühren. Das Mehl in die Mischung schütten und alles schnell miteinander vermengen, die Sauerkirschen zuletzt und nur ganz vorsichtig unterheben. Nicht mehr lange rühren, das macht den Teig zäh.
Teig in die Vertiefungen der Muffinform füllen, mit Mandelblättchen bestreuen. Etwa 20 bis 25 Minuten backen.
Notizen
Wenn Ihr TK-Sauerkirschen findet, benutzt sie für dieses Rezept. Die Muffins werden supersaftig und "bluten" nicht so aus wie bei frischen Früchten oder Kirschen aus dem Glas. Statt Mandelblättchen könnt ihr auch Schokostreusel oder Hagelzucker aufstreuen.
Dieses Rezept ist eines der ältesten auf dem Blog: Dieses Bild habe ich 2011 geschossen, der ursprüngliche Text stammt aus dem Jahr 2005. Daher auch die uralten Kommentare, die sich auf die Vorgänger-Vorversion mit Schokostreuseln beziehen.







7 Kommentare
Anja M.
3. April 2018 um 12:45Das sind Mandel-Muffins ohne Mandeln. Nur des Aromas wegen heißen sie so? Finde ich etwas seltsam. Lecker sind sie allerdings. Der Teig war – trotz großen Ei – sehr fest. Daher musste ich etwas Milch dszu geben. So hätt ich ihn ausrollen können.
gfra-admin
3. April 2018 um 13:39Hi, Anja – ich habe vergessen, die Schokostreusel aus der Zubereitung in Mandelblättchen zu ändern, ist jetzt aber nachgeholt 😉 Sorry für den Fehler. Der Teig war bei mir aber nicht fest – saure Sahne und Butter sind doch auch flüssig?
Liza
29. April 2017 um 19:53Super lecker! War am Anfang ein bisschen skeptisch, weil der fertige Teig eine sehr klebrige, “gooey” Konsistenz hatte, aber die Muffins selber waren super saftig und lecker!
Habe anstatt der Schokoraspel Zartbitter Chocolate Chips unter den Teig gehoben (kann ich nur empfehlen!) und gehobelte Mandeln oben drauf gegeben. Zusätzlich habe ich das Bittermandel-Aroma weggelassen und dem Teig noch einen halben TL Zimt zugegeben.
Tolles Rezept!
Julie
20. Dezember 2014 um 11:06Ich liebe dieses Rezept! Habe statt den Schokoraspeln die Muffins mit Zimtstreuseln gebacken, es war zum Dahinschmelzen!
Melanie
12. Oktober 2012 um 22:14An dieser Stelle SUPER LIEBEN DANK für die unglaublich tollen Rezepte!! Vielen lieben Dank für so schöne Stunden mit den Leckereien! 🙂
Ich bin eigentlich ein Chocoholic und war skeptisch ob mir diese Muffins schmecken werden… aber ich bin absolut begeistert!!! Die sind der HAMMER!!
Einfach fantastisch, meine Freunde und ich kommen aus dem schwärmen nicht mehr raus!
Habe etwas mehr Kirschen rein getan und statt mit Schokoraspeln mir gehobelten Mandeln bestreut!
Ein wahr gewordener Traum, kann ich jedem nur wärmstens empfehlen!
.. diese Muffins schmecken übrigens warm und kalt. 🙂
Stefan
23. Februar 2011 um 20:37Sehr sehr lecker und total fruchtig 🙂
crusaderJUH
14. Oktober 2009 um 16:07just marvellous!
einfach superlecker!!!