Cajun Rice wird mit Zwiebeln und Paprika gedünstet und kräftig mit Kreuzkümmel, Thymian und Knoblauch abgeschmeckt. Das Ergebnis ist eine würzige Beilage nach Südstaaten-Art, die sich sehr gut vorbereiten lässt.
Ihr findet weißen Reis, wie man ihn aus der Asia-Küche kennt, langweilig? Ich auch, zumindest manchmal. Dann gibts bei mir stattdessen zu Texmex-Gerichten Mexican Rice oder Green Rice. Und soll es eher Richtung Südstaaten-Küche gehen, dann wird es dieser Cajun Rice – würzig mit Kreuzkümmel und Paprika, mit Paprikaschote und/oder Staudensellerie und ganz nach Wunsch auch gerne scharf. Das passt gut zu gegrilltem Fisch, zu Steaks, BBQ Meatballs aus dem Airfryer (siehe Foto oben) und lässt sich wunderbar vorbereiten: Am ersten Tag garen, etwas mit der Gabel lockern und abdampfen lassen. Dann mit Deckel gekühlt aufbewahren und am nächsten Tag portionsweise in der Mikrowelle wieder erwärmen. Nichts klumpt oder klebt, es könnte nicht unkomplizierter sein!
Was macht den Reis zum Cajun Rice?
Eigentlich wäre das die sogenannte holy trinity (heilige Dreifaltigkeit) der Südstaaten-Küche: Die Kombination aus Paprika, Zwiebeln und Staudensellerie, wie zum Beispiel auch im berühmten One-Pot-Gericht Jambalaya. Nachdem ich aber Staudensellerie absolut nicht leiden kann, habe ich den rausgelassen. Und daher seht ihr ihn auch nicht auf dem Foto mit den Zutaten oder im fertigen Gericht. Lasst euch aber nicht davon abhalten, zwei bis drei Stangen Staudensellerie in kleine Stücke zu schneiden (etwa drei bis vier Millimeter dick) und ihn mit dem Paprika anzurösten. Die Zubereitung bleibt ansonsten gleich.
Eine typische Cajun-Kombination: Cajun Rice zu Blackened Chicken und Fried Okra (aus dem Airfryer)
Was ist eigentlich Cajun-Küche?
Cajun-Küche ist die traditionelle Esskultur des US-Bundesstaates Louisiana. Sie wurde von den Acadians geprägt – französischstämmigen Siedlern, die im 18. Jahrhundert aus dem heutigen Kanada vertrieben wurden und sich in den Sümpfen und Bayous Louisianas niederließen. Das Wort Acadians wurde irgendwann zu Cajuns verkürzt und die Küche vereint neben französischen auch afrikanische und spanische Einflüsse. Cajun-Küche wird oft mit der Creole-Küche (aus New Orleans) verglichen oder auch verwechselt. Cajun gilt jedoch als eher ländlich und rustikaler, während Creole städtischer und feiner daher kommt. Außerdem verwenden Creole-Gerichte oft Tomaten, Cajun-Gerichte traditionell nicht.
Typische Gerichte der Cajun-Küche sind:
- Gumbo als herzhafter Eintopf mit Fleisch oder Meeresfrüchten, eingedickt mit Okra oder einer dunklen Mehlschwitze (Roux) >> Rezept Chicken and Andouille Gumbo
- Jambalaya ist ein Reiseintopf ähnlich der Paella, mit Wurst, Hühnchen und Garnelen >> Jambalaya aus dem Backofen
- Unter Étouffée versteht man Garnelen oder Flusskrebse in einer buttrigen Soße
- Boudin ist eine Art stark gewürzte Wurst mit Reis und Schweinefleisch.
- Crawfish (Flusskrebs) – das Wappentier der Cajun-Küche, oft als Crawfish Boil mit Maiskolben und Kartoffeln gekocht >> Rezept Low Country Boil
Cajun Rice (Südstaaten-Beilage)
Cajun Rice wird mit Zwiebeln und Paprika gedünstet und kräftig mit Kreuzkümmel, Thymian und Knoblauch abgeschmeckt. Das Ergebnis ist eine würzige Beilage nach Südstaaten-Art, die sich sehr gut vorbereiten lässt.
Zutaten
- 2 EL Öl
- 1 Zwiebel, weiß oder rot, fein gehackt
- je 1/2 Paprikaschote in grün und rot, in Würfeln
- 275 g Parboiled Langkorn-Reis
- 400 ml Hühnfond (aus dem Glas oder Instant)
- 300 ml Wasser
- 1 TL Salz
- je 1/2 TL getr. Thymian, Knoblauchgranulat, Kreuzkümmel, Pfeffer
- 1 TL Paprika, mild oder scharf, nach Geschmack
Zubereitung
Das Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Auf mittlerer Hitze die Zwiebeln darin fünf Minuten glasig dünsten, dann zwei bis drei Minuten die Paprikawürfel dazu geben.
Den Reis, Brühe und Wasser einrühren, mit den Gewürzen abschmecken. Alles aufkochen, Deckel aufsetzen und etwa 20 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen, bis der Reis gar, aber nicht matschig ist.
Topf von der Flamme ziehen und mit leicht angekipptem Deckel fünf Minuten ruhen lassen. Dann mit einer Gabel auflockern und servieren.
Notizen
Eventuelle Reste lassen sich sehr gut in der Mikrowelle aufwärmen.






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