Beef Stew ist ein leckeres winterliches Schmorgericht: Butterzarte Rindfleischstücke und herzhafte Wurzelgemüse schwimmen in einer aromatischen dunklen Sauce.
Beef Stew ist mehr als Gulasch auf us-amerikanisch. Zwar ähnelt sich die Zubereitung, aber das klassische Beef Stew enthält immer auch Gemüse – in diesem Fall Möhren, Perlzwiebeln, Pilze und Kartoffeln. Wer mag, kann auch Staudensellerie zugeben (bähh, Sellerie, in mein Stew kommt das nicht) oder die Pilze weglassen. Auch Pastinaken oder Süßkartoffeln passen gut zur würzigen Sauce. Die Zubereitung ist etwas zeitaufwändig – aber die Mühe lohnt sich und man hat gleich eine große Portion. Beef Stew ist also ein wunderbares, winterliches Sonntagsgericht und eventuelle Reste lassen sich gut einfrieren.
Die Geschichte von amerikanischem Beef Stew
… beginnt in Europa. Die US-Version des Schmortopfes ähnelt – unschwer zu erkennen – den französischen und englischen Vorbildern. Zwar kocht man seit dem frühen Mittelalter fast überall über dem Herd in einem großen Topf Schmorgerichte, aber die Verwendung von Rindfleisch, Wurzelgemüse und verhältnismäßig wenig Gewürzen deutet auf das kulinarische Erbe Frankreichs, Englands und Irlands hin. Verlässt man Neuengland und geht nach Westen und in den Süden der USA, dann nimmt das Beef Stew andere (hispanische oder afrikanische) Züge an – auch das texanische Chili ist ein Beef Stew, das Gumbo der Südstaaten enthält auch Huhn und Meeresfrüchte.
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Was ist die beste Beilage zum Beef Stew?
Die in Deutschland verbreiteten gekochten Salzkartoffeln sind den den USA unbekannt. Außerdem bringt das Beef Stew seine Kartoffeln und Wurzelgemüse ja schon mit. Zum Beef Stew serviert wird also üblicherweise Brot, entweder Baguette oder auch die hübschen Buttermilk Clover Leaf Rolls aus der Muffinform. Damit kann man die leckere, dunkle Sauce wunderbar aufstippen.
Manchmal gibt es auch Kartoffelpüree als Beilage zum geschmorten Rindfleisch. Ich empfehle euch da die Party Potatoes, die man wunderbar vorbereiten kann. Wir essen das Gericht auch gerne mit Bandnudeln, damit bekommt man gleich einen großen Personenkreis wunderbar satt.
Beef Stew (Rinder-Schmortopf)
Beef Stew ist ein wunderbares, winterliches Schmorgericht: Butterzarte Rindfleischstücke und herzhafte Wurzelgemüse schwimmen in einer aromatischen dunklen Sauce. Dazu passt Brot oder Kartoffelpüree.
Zutaten
- 4 EL Öl
- 1,2 kg Rindergulasch, am besten von der Wade
- Salz und Pfeffer
- 400 g Champignons, geputzt und halbiert
- 200 g Perlzwiebeln, gepellt
- 4 Möhren, geputzt, in etwa 2 cm langen Stücken
- 1 Knoblauchzehe, zerdrückt
- 1 El Tomatenmark
- 30 g Mehl
- 200 ml Wasser
- 100 ml Rotwein
- 400 ml Rinderfond (aus dem Glas)
- je 1 Zweig Rosmarin und Thymian
- 1 Lorbeerblatt
- 300 g Kartoffeln, in Würfeln
Zubereitung
Die Hälfte des Öl in einem schweren, großen Bräter erhitzen. Die Fleischwürfel darin portionsweise rundum bei hoher Hitze braun braten, salzen und pfeffern. In eine große Schüssel geben.
Als nächstes die Champignons im Topf bei hoher Hitze so lange braten, bis sie keine Flüssigkeit mehr abgeben. Salzen, aus dem Bräter nehmen, zum Fleisch geben.
Restliches Öl in den Topf geben, Perlzwiebeln und Möhren einige Minuten scharf anbraten, ebenfalls zu Fleisch und Pilzen füllen.
Für den Saucenansatz weitere 2 Esslöffel Öl in den Bräter geben, Knoblauch, Tomatenmark und Mehl hinzugeben und auf mittlerer Hitze zwei Minuten rösten. Dann unter ständigem Rühren Wasser, Wein und Fond dazu geben, gut glatt rühren und aufkochen lassen. Fleisch, Gemüse und eventuellen Sud dazugeben und durchrühren. Kräuter und Lorbeerblatt auflegen
Deckel aufsetzen und bei ganz geringer Hitze eine Stunde sanft köcheln lassen. Kartoffeln dazu geben, Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und eine bis 1,5 Stunden sanft weiter garen. Das Fleisch sollte jetzt ganz weich sein, die Gemüse aber noch nicht zerfallen.
Kräuter und Lorbeerblatt entnehmen und mit Brot servieren.







4 Kommentare
Thomas Papperger
12. Dezember 2024 um 21:03Hab es am Wochenende ausprobiert, hat super geschmeckt und ist einfach zu machen
gfra-admin
12. Dezember 2024 um 22:47Dankeschön – das freut mich zu hören!
Marianne Gabel
18. November 2024 um 8:04wo b ekomme ich Perlzwiebeln her? Rezept hört sich sehr lecker an wenns draussen stürmt–
gfra-admin
18. November 2024 um 8:15Bei uns gabs die sowohl im Rewe als auch im Edeka – also in den etwas besser sortierten Supermärkten…