Indianer

Hintergrund: Die Küche der Indian Nations

Die Küche der American Indians / Ureinwohner

Wusstet ihr, wie groß das kulinarische Erbe der indigenen Ureinwohner Nordamerikas ist? Kartoffeln, Tomaten, Mais, Bohnen, Kürbis – sie alle wurden zuerst von den Stämmen Nordamerikas angebaut. Jahrhunderte, ja Jahrtausende, bevor die ersten Europäer den amerikanischen Kontinent betraten, gab es dort hochzivilisierte Kulturen, die Landwirtschaft betrieben. Fast alle dieser Völker wurden später nahezu ausgerottet, als Spanier, Portugiesen, Engländer und Franzosen das Land beanspruchten, mordeten oder bis dahin unbekannte Krankheiten einschleppten. Dabei waren es in Nordamerika die Native Americans, von denen sich die Siedler abschauten, welche Pflanzen wie am besten wuchsen.

Die Völker Amerikas domestizierten mehr Pflanzenarten als alle anderen Stämme der Erde, ist auf der Seite von Nativetech zu lesen. Darunter waren neben den bereits erwähnten Mais, Bohnen und Kürbis auch Kaffee, Preisselbeeren, Erdbeeren, Blaubeeren, Erbsen, Tomaten, Trauben, Pflaumen und Äpfel.


Wildreis wurde von den Indianern der großen Seen angebaut, die Stämme Neuenglands gewannen aus Ahornbäumen den süßen Maple Sirup, in New Mexiko wurden Chilis gezogen. Auch Kartoffeln stammen vom amerikanischen Kontinent – und diese Knolle hat später Generationen von Europäern vor dem Hungertod bewahrt.  Wie die Auflistung schon zeigt: DIE Native American Küche gibt es nicht, schließlich unterscheiden sich die klimatischen und geografischen Gegebenheiten ganz erheblich.

Collage Native Americans

Als stets vorwärts drängenden Siedler und wortbrüchige Regierungen die Indigenen von ihren fruchtbaren Ursprungsgebieten verdrängten, landeten die Stämme in Reservaten mit oft schlechten Bedingungen für Landwirtschaft. Hunger war die Folge und ein Verlust an traditioneller Lebensweise und Kulinarik. Seit einigen Jahrzehnten bemühen sich die Native Americans  darum, ihrer traditionellen Küche wieder mehr Wertschätzung zu verleihen. Ein Kapitel dazu lest ihr auch in unserem Buch Cook across America.

 Links zum Thema:
Lakota Oyate Information – Webseite auf deutsch
New Native Kitchen – Celebrating Modern Recipes of the American Indian *
Foods of the Americas – Rezepte aus Nord- und Südnmerika*
The Native American Cookbook – Recipes From Native American Tribes *
The rich heritage of Native American Cuisine – Allrecipes
Sean Sherman – the Sioux’ Chef

Disclaimer: *Amazon-Sponsorlink, als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen

Titel Cook across AmericaWas isst man in den USA wirklich? Entdecke mit uns die kulinarische Seele der legendären Route 66 – und der Menschen, die die amerikanische Küche dort prägen. Unser Kochbuch Cook across America führt dich auf eine leckere Reise auf Amerikas berühmtesten Highway. Ich habe 66 gelingsichere Rezepte von klassisch bis modern zusammen getragen - wie wäre es mit Deep Dish Pizza, Texas Cowboy Cookies, Breakfast Burritos, Hotdogs und Ribs aus St. Louis oder Grape Crostini? Dazu steuert meine Co-Autorin Petrina von Notizen aus Amerika zu jedem Bundesstaat Interviews und Geschichten über typische Produkte bei: Meet the makers! Schaut mal rein: Das Buch gibt es  bei Amazon* und natürlich im stationären Buchhandel.
COOK ACROSS AMERICA - Hardcover, 224 Seiten, 66 Rezepte (ISBN 978-3959618021)
29,99 EUR

Vielleicht interessiert dich auch:

Keine Kommentare

    Kommentieren