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Sushi Pops – aus kalifornischem Reis

Sushi Pops mit zweierlei Füllung aus kalifornischem Reis

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Ihr mögt Sushi, habt aber wenig Lust auf das aufwändige Rollen? Dann bereitet euer Sushi doch als Sushi Pops zu, die ihr um zweierlei typische Füllungen herum formt und mit Sesam bestreut. Das dippt ihr dann in Sojasauce – hmm, leckeres Finger Food a la California! Das Rezept habe ich für die USA Rice Federation entwickelt.


Wisst ihr, wo Reis herkommt? Klar, zuerst denkt man an China, Indien, Vietnam, Thailand – aber nicht die USA. Dabei ist das Land auf dem Weg in die Top 10 der weltgrößten Reiserzeuger. Vor allem in den Bundesstaaten Kalifornien, Texas, Louisiana, Mississippi, Arkansas  und Missouri wird dieses Getreide angebaut – und zwar mit einer sehr hohen Ausbeute bei sparsam verwendeten Ressourcen:  Mehr als 8000 Kilo ernten die US-Farmer durchschnittlich auf jedem Hektar.

Produktpräsentation kalifornischer Sushi-Reis

Die enorme Produktivität wird im Übrigen nicht erkauft mit steigender Umweltbelastung. Im Gegenteil: Die Erzeugerorganisation USA Rice Federation ist stolz darauf, dass in den letzten vier Jahrzehnten der Wasserverbrauch um 52 %, der Energieverbrauch um 34 %, der Landverbrauch um 39 % gesenkt wurde. Die Emission von Treibhausgasen ging um 41 %, Bodenerosion um 28 % zurück. Für die Zukunft haben sich die Reisfarmer (übrigens zu 96 Prozent Familienbetriebe) auf die Fahnen geschrieben, weiterhin auf Biodiversität zu achten und generell so zu arbeiten, dass sie ihr Land in optimalem Zustand an die nächste Generation vererben können.


Welche Reissorten kommen aus den USA?

Tablett mit Sushi POps und Avocado

Die Vereinigten Staaten erzeugen im Süden vor allem Langkornreis, im Westen mehr Mittelkornreis und Rundkornreis. Das spiegelt die klimatischen Verhältnisse wider – der schwülfeuchte Südosten ist ideal für die weniger klebenden Indica-Langkornsorten, die mediterranen Bedingungen Kaliforniens eignen sich besser für “sticky” Mittel- und Rundkornreis (Japonica). Das fanden die kalifornischen Reisbauern im Sacramento Valley schon  im vorigen Jahrhundert bei Versuchen mit Reissorten heraus und spezialisierten sich daher darauf.

Und was ist mit Wildreis? Nun, das ist gar keine Reissorte, sondern ein native nordamerikanische Grasart. Dazu gibt es hier auf USA kulinarisch einen eigenen Wildreis-Infoartikel.

Sushi Pops füllen und formen

Was hat Sushi mit Kalifornien zu tun?

Eine Menge! Mittel- und Rundkornreis sind nämlich genau die Reissorten, die man für Sushi (oder meine Sushi Pops) benötigt und schon in den 60er Jahren fanden sich der kalifornische Reisanbau und die japanische Sushi-Cuisine zusammen. Neu entwickelte Reissorten hatten genau die richtigen Klebe-Eigenschaften und Quellfähigkeit für Sushi-Neuentwicklungen von kalifornischen Köchen: So fand zum Beispiel die Avocado ihren Weg in Sushi und “California Rolls” kehren den “Aufbau” traditionell japanischer Maki-Sushi um: Hier findet sich das Nori-Blatt im Inneren, der (garnierte) Reis außen. Das kalorien- und fettarme Sushi passte außerdem ideal zum”california lifestyle”, wo Fitness, Outdoor-Aktivitäten und Ernährungsbewusstsein schon viel eher eine Rolle spielte als anderswo auf dem nordamerikanischen Kontinent.

Rezept für Sushi Pops mit zweierlei Füllungen

A brief history of Sushi in the USA

Inzwischen gibt es angeblich mehr als 3000 Sushi-Restaurants in den USA – vor 60 Jahren waren japanische Restaurants dagegen echte Exoten und wenn sich US-Amerikaner dorthin “verirrten”, aßen sie meist Tempura oder Sukiyaki, also Fritiertes oder “HotPot”. Durch einen Artikel in der Dining Section der New York Times über authentisches japanisches Sushi wurde das Konzept “(roher) Fisch und Reis” Anfang der der 60er Jahre zunächst in New York bekannter. Der Durchbruch kam einige Jahre später mit Sushi-Restaurants  japanischstämmiger Köche in Kalifornien, in denen sich Hollywood-Größen tummelten. Heute ist Sushi überall in den Vereinigten Staaten ein Take-Out-Favorit – und Selbstmachen ist auch kein Hexenwerk, wie euch mein Rezept für die Sushi Pops beweist!

Sushi Pops mit Avocado, Lachs, Tuna & Gurke

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Finger Food American
Von gfra Ergibt: 12 Stück

Ihr mögt Sushi, habt aber wenig Lust auf aufwändige Zubereitung? Und Nori-Blätter und die Matten zum Aufrollen mögt ihr auch nicht besorgen? Dann bereitet euer Sushi doch als "Sushi Pops" zu, die ihr um zweierlei typische Füllungen herum formt und mit Sesam bestreut. Das dippt ihr dann in Sojasauce - hmm, leckeres Finger Food a la California!

Zutaten

  • 200 g kalifornischer Mittelkorn-Reis
  • 260 g Wasser
  • 20 g Zucker
  • 1 TL Salz
  • 35 ml Reisessig
  • Für die Füllung nach Wunsch:
  • 50 g Tunfisch in Wasser, gut abgetropft
  • 50 g feinste Gurkenwürfel
  • 50 g Räucherlachs
  • 1/2 Avocado
  • 1 TL Zitronensaft
  • Zum Bestreuen & Servieren:
  • Sesamsaat
  • Sojasauce

Zubereitung

1

Den Sushi-Reis mit einem Fingerbreit Wasser bedecken, kurz mit den Fingern durchrühren und zehn Minuten stehen lassen. Dann das Wasser abgießen und den ganzen Vorgang 3 - 4 mal wiederholen, bis das "Spülwasser" ganz klar ist.

2

Den abgetropften Reis mit 260 g Wasser in einem schweren Topf mit Deckel aufsetzen. Auf größter Hitze eine Minute aufkochen, dann fünf Minuten auf mittlerer Hitze weiter garen. Dann weitere zehn Minuten auf kleinster Stufe "ziehen lassen", bis das ganze Wasser aufgesogen ist. Von der Platte ziehen und weitere zehn Minuten stehen lassen.

3

In der Zwischenzeit Zucker und Salz mit dem Essig verrühren und erhitzen (ich nehme die Mikrowelle), aber nicht kochen. Rühren, bis sich alles gelöst hat, beiseite stellen.

4

Den Reis in eine flache Glasschüssel geben, mit Plastikfolie abdecken und etwas erkalten lassen. Dann mit Essiglösung beträufeln und alles mit einem Holzspatel oder Plastiklöffel vorsichtig umwenden, bis der Reis glänzt und ganz überzogen ist.

5

Wieder mit Folie abdecken und die Füllungen zubereiten: Gurkenwürfel salzen und auf Papier entwässern lassen, Lachs in feine Würfel schneiden, Avocado mit Zitronensaft zerdrücken.

6

Eine Schüssel mit kaltem Wasser zurecht stellen, Hände anfeuchten. Nun einen guten Teelöffel Reis in die Handfläche geben und flach drücken, jeweils einen viertel Teelöffel Fisch plus Gurke oder Avocado in die Mitte geben. Mit etwas weiterem Reis abdecken und die Masse fest zu einer Kugel zusammendrücken. In Sesam wälzen oder damit bestreuen. Hände wieder anfeuchten und für den ganzen restlichen Reis wiederholen.

7

Mit Sojasauce zum Dippen oder einem Klecks Wasabi-Majonaise servieren.

Notizen

Möchtet ihr die Sushi Pops lieber vegan zubereiten, füllt sie nur mit Gurke, Paprikastückchen oder Avocado.

Mehr Rezepte mit kalifornischem Reis
Quasi als Mini-Blogevent haben auch zwei weitere USA-begeisterte Foodbloggerinnen heute etwas Leckeres aus kalifornischem Reis gezaubert: Bei Tina von Food & Co. gibt es Onigiri – japanische Reisbällchen mit Erdnüssen und bei Ina von Ina is(s)t Onigirazu – spicy tuna Sushi Sandwich. Boah, klingt super – ich bin dabei 🙂

Sushi Pops rollen und füllen

*Disclaimer: Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der USA Rice Federation, die mich für die Rezeptentwicklung honoriert hat.

3 Kommentare

  • Antworten
    Ina
    18. Januar 2022 um 9:36

    Die Idee finde ich super! Werde ich definitiv mal ausprobieren.
    Lieben Gruß!

  • Antworten
    Onigirazu - Spicy Tuna Sushi Sandwich - Ina Isst
    13. Januar 2022 um 7:00

    […] | Onigiri mit Erdnüssen USA Kulinarisch | Zweierlei Sushi Pops […]

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