TruthahnAuf dieser Seite geht es um den Ursprung von Thanksgiving und wie die US-Amerikaner diesen Feiertag begehen – übrigens immer am 4. Donnerstag im November. Die Rezepte finden Sie an anderer Stelle:


Erntedank der Pilgerväter

1621, nach einem harten ersten Jahr in der “neuen Welt”, fiel die Ernte der Pilgerväter in Neu England gut aus: Es gab reichlich Mais, dessen Anbau ihnen die Indianer beigebracht hatten, Früchte, Gemüse, eingesalzenen Fisch und über dem Feuer geräuchteres Fleisch. Die Vorräte würden diesmal sicher über den Winter reichen.

Die Siedler hatten sich durchgesetzt: Sie bauten Siedlungen in der Wildnis, hatten eine gute Ernte erzielt, lebten in Frieden mit den Indianern. Gouverneur William Bradford erklärte einen Tag des “Thanksgiving”, den die Siedler nach seinen Vorstellungen mit ihren eingeborenen Nachbarn gemeinsam begehen sollten.

Die Tradition des Erntedanks nach der herbstlichen Ernte setzte sich durch die Jahre hinweg fort, der Frieden zwischen Siedlern und Indianern leider nicht. Um 1780 herum wurde die Idee eines nationalen Thanksgiving-Feiertages vom amerikanischen Kongress erstmals diskutiert, 1817 führte der Staat New York Thanksgiving als allgemeinen Feiertag ein, viele weitere Bundesstaaten folgten.

Zum nationalen Feiertag wurde Erntedank erst 1863 auf die Initiative Abraham Lincolns hin und auf den vierten Donnerstag im November festgesetzt. Seit dieser Zeit hat jeder jeweils amtierende amerikanische Präsident an diesem Tag eine “Thanksgiving Proklamation” veröffentlicht.

Zubereitungstipps für den Truthahn

von Butterball.com

  1. Einen gefrorenen Truthahn im Kühlschrank oder kaltem Wasser auftauen lassen. Erst dann die Folie entfernen.
  2. Hals abschneiden und Innereien entnehmen (falls vorhanden).  Truthahn gründlich innen und aussen waschen, mit Küchenpapier abtrocknen.
  3. Erst kurz vor dem Braten Truthahn füllen (Hals und Körperhöhle), falls Sie eine Füllung verwenden wollen. Flügel nach hinten knicken, damit lässt sich die Halshaut an Ort und Stelle halten. Keulen zusammenbinden.
  4. Truthahn mit der Brustseite nach oben in eine offenen Bräter legen, der nicht zu flach sein sollte. Falls Sie es besitzen: Ein Fleischthermometer in die Oberkeule stecken, so dass es den Knochen nicht berührt. Brust gut in Alufolie einpacken und die erst eine Stunde vor Garzeitende abnehmen. So wird die Brust nicht zu trocken und die Keulen gar.
  5. Bestreichen Sie die Haut leicht mit Öl oder zerlassener Butter, salzen und pfeffern Sie sie. Alle 30 – 40 Minuten wieder bestreichen. Am besten geben Sie etwas Geflügelbrühe (Fertig-Fond) in den Pfanne, denn es dauert eine Weile, bis der Truthahn selbst Saft abgibt.
  6. Alle Geräte und Ihre Hände, die ja auch mit dem rohen Truthahn in Berührung gekommen sind, gut mit heißem
    Wasser waschen (Salmonellen – man weiss ja nie!) Truthahn bei mindestens 160 Grad braten. Methoden, die niedrigere Temperaturen empfehlen, sollten Sie vermeiden: Hier kann sich das Innere Ihres Vogels in eine Bakterienbrutstätte verwandeln. Ebenfalls niemals einen Turkey halb garen und später weiterbraten.
  7. Wenn Sie ein Fleischthermometer benutzt haben, sollte es an der dicksten Stelle der Keule etwa 80 bis 85 Grad zeigen.
Ungefüllte Truthähne braten schneller und machen weniger Arbeit. Um das Fleisch dennoch geschmacklich zu verfeinern, können Sie Kräuter oder gehackte Gemüse wie Möhren, Sellerie, Zwiebel und Gewürze in die Körperhöhlen geben.

Wie tranchiert man Truthahn?

Wenn Sie es richtig machen (Foto), erhalten Sie schöne große Scheiben und nicht nur kleine Bröckchen!

  1. Sie brauchen ein wirklich scharfes, großes Messer. Lassen Sie den Truthahn 15 Minuten nach dem Braten ruhen, heben Sie ihn dann auf ein großes Schneidbrett, stellen Sie die Fleischplatte daneben. Eine Schürze kann übrigens nicht schaden!
  2. Sie tranchieren immer erst eine komplette Seite des Vogels. Fixieren Sie den Braten mit einer großen Gabel und schneiden Sie zwischen Keule und Brust ein, bis Sie auf den Knochen treffen. Ziehen Sie mit der Hand die Keule ab, zur Not nehmen Sie das Messer zu Hilfe. Nehmen Sie die Unterkeule in die Hand, setzen Sie das Bein auf ein Brett und schneiden Sie rings um den Knochen dünne Scheiben ab. Schneiden Sie jetzt auch den Flügel ab.
  3. Jetzt geht es an die Brust: Fixieren Sie wieder den Vogel mit der Gabel und beginnen Sie mit dem Schneiden am rundesten Teil der Brust. Schneiden Sie eine nicht zu dicke Scheibe ab und dann immer weitere Scheiben Richtung Knochen. Die müssten automatisch immer etwas größer werden, je näher Sie den Rippen kommen. Die Scheiben werden zuletzt eine unregelmäßige Form bekommen, aber versuchen, immer dieselbe Dicke zu schneiden. Wenn Sie geschickt sind, können Sie die Scheiben gleich mit dem Messer auf die Servierplatte legen, die Sie (falls sie das verträgt) im Ofen vorwärmen können.
  4. Erst wenn Sie eine Seite von den größeren Fleischmengen befreit habe, machen Sie mit der anderen Seite des Bratens weiter.
Bei Honeysucklewhite finden Sie verschiedene Garmethoden und Tabelle von Garzeiten (auf Englisch).

Buchtipps für USA-Freunde:
Typisch amerikanisch. Wie die Amerikaner wurden, was sie sind.
Country Living: 500 Kitchen Ideas: Style, Function & Charm
Mrs. Fox will wieder heim: Wie ich die Amerikaner verstehen und die Deutschen lieben lernte
Der amerikanische Traum. Mit GreenCard oder Visum in die USA
USA Kulinarisch – Amerikanische Küche
Alltag in Amerika – Leben und Arbeiten in den USA: Praktischer Ratgeber für Neuankömmlinge
New Cook Book (Better Homes & Gardens New Cookbooks)
Kalifornien: Kunst. San Francisco. Canyons. Wein. Shopping. Touren. Surfen. Hotels. Strände.
Ein Schuljahr in den USA und weltweit: Austauschorganisationen auf dem Prüfstand