Monkey Bread Surprise

von gfra-admin | veröffentlicht am 22. 06. 2016

Monkey Bread - hä? Statt Affenbrot würde man hierzulande wohl eher Zupfbrot sagen, denn man zupft die lockeren Hefeteigbällchen mit Zimtzuckerkruste einfach aus der Form und isst sie mit den Fingern. Die "Surprise" besteht in diesem Fall aus einer Füllung mit Pecan-Honig-Frischkäse, die man aber auch einfach weglassen kann, wenn man weniger Arbeit haben möchte.
monkeybread_8-758x1139 Das Rezept habe ich für den "Sweet saturday" der lieben Petra (Holladiekochfee) gebacken, und es macht seinem Anlass alle Ehre: Das Originalrezept von Sally’s Baking Addiction enthält nämlich 60 g Zucker und 75 g Butter im Teig PLUS 225 g Zucker und 125 g Butter für die Zimtzuckerkruste PLUS nochmal 225 g Zucker und 125 g Butter für die Karamelglasur, ohoh… Macht summasummarum ein gutes Pfund Zucker und 325 g Butter auf eine Gugelhupfform.
Ich bin ja us-amerikanische Üppigkeit gewohnt, aber das war selbst mir zu viel. Ich habe daher die Fett- und Zuckermenge reduziert und auf den Guss komplett verzichtet, denn die Zimtzuckerkruste wird eh schon karamellig (ist das eigentlich ein Wort, karamellig?). Stattdessen habe ich die Hälfte der Teigbällchen (ha, surprise!) mit einem kleinen Klecks Pecan-Honig-Frischkäse gefüllt. Was soll ich sagen? Total nutzlose Kohlehydrate, Kalorien en masse. Aber sowas von zimtzuckrig lecker – bei uns ist das „Zupfbrot“ so gut angekommen, dass ich es gleich an zwei Tagen nacheinander backen musste.

Zutaten

Für den Hefeteig:
300 ml Milch
1 Würfel Frischhefe, 42 g
50 g Zucker
1 Paket Vanillezucker
500 g Mehl (Typ 405)
¼ TL Salz
60 g Butter, geschmolzen
Für die Füllung (falls gewünscht):
75 g Frischkäse
1 EL Honig
50 g Pecannüsse, gehackt
Zum Wälzen:
100 g Butter, geschmolzen
175 – 200 g Zucker, braun
2 TL Zimt

ergibt 1 Gugelhupfform

Zubereitung

Für den Hefeteig die Milch in einem passenden Gefäß höchstens lauwarm erwärmen, den Zucker, Vanillezucker und Hefe darin auslösen. Beiseite stellen, bis die Hefemilch zu schäumen beginnt (15 bis 30 Minuten).

Mehl, Salz und geschmolzene Butter in eine Schüssel (am besten die der Küchenmaschine) geben und die Hefemilch angießen. Alles einige Minuten lang zu einem glatten, weichen Teig verkneten. Teig zu einem Ballen formen, in eine geölte Schüssel geben und zugedeckt an einem warmen, zugfreien Ort etwa eine Stunde
aufgehen lassen.

Für die Füllung (falls überhaupt gewünscht) den Frischkäse mit Honig und gehackten Nüssen verrühren, beiseite stellen. Butter für die Zuckerkruste zerlassen und zunächst eine Gugelhupfform (Durchmesser cm) damit gründlich auspinseln. Restliche Butter in eine Schüssel geben, in einer weiteren Schüssel braunen Zucker
und Zimt mischen.

Hefeteig zusammen kneten und mit einer Teigkarte Portionen abstechen – sie sollten knapp doppelt so groß wie eine Walnuss sein. Falls Bällchen gefüllt werden sollen, die Portionen zu einer flachen Scheibe drücken, mit etwas Frischkäse-Nuss-Füllung belegen und dann zu einem Ball formen und gut verschließen. Die restlichen Bällchen ohne Füllung einfach mit den Händen zu einer Kugel rollen.

Sind alle Kugeln fertig gestellt, die Bälle einzeln in die flüssige (aber nicht heiße!) Butter tauchen und dann dick im Zimtzucker wälzen. In die gefettete Gugelhupf-Form schichten, nach Wunsch weitere Nüssen dazwischen streuen. Teigbälle in der Form weitere 45 bis 60 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Monkey Bread auf der zweiten Stufe von unten etwa 35 bis 45 Minuten goldbraun backen. WICHTIG: Gebäck etwa 5 Minuten in der Form auskühlen lassen und dann unbedingt auf eine Platte stürzen – ganz abgekühlt klebt es dermaßen, dass ihr es nur mit dem Meißel heraus bekommt.
Im Beitrag bei Petra seht Ihr die Herstellung der Teigkugeln Schritt für Schritt bebildert!

 
ausgedruckt von www.usa-kulinarisch.de / © Gabriele Frankemölle