Alles vom Blech: „Sheet Pan Dinner“ als neuer Trend

Sheet Pan Dinners - die Mahlzeit vom Backblech

Für den letzten großen Food-Hype, One Pot Pasta, konnte ich mich absolut nicht begeistern – ihr denn? Ein Dutzend Rezepte habe ich ausprobiert, denn der Gedanke, nur einen Topf für ein leckeres Nudelgericht einzusauen, ist ja schon verlockend. Aber mal waren die Nudeln zu matschig (weil zu lange gegart in zu viel Flüssigkeit), mal zu al dente (weil zu kurz gegart in zu wenig Flüssigkeit). Und die Saucen? Immer irgendwie mehlig durch die Stärke von den Nudeln. Kurzum: Nee, ich habe kein einziges Rezept gefunden, das mich gereizt hätte, es noch ein weiteres Mal zu kochen.

Haken wir One-Pot-Pasta also ab und wenden wir uns dem nächsten Trend zu: Sheet Pan Dinner  – also Gerichte, bei denen alle Komponenten auf einem Backblech gegart werden. Das funktioniert fleischlos und mit Fleisch oder Fisch. Gemüse ist in jedem Fall reichlich dabei – Sauce dagegen nicht. Denn dann würden die Zutaten ja matschig. Stattdessen wandern die Komponenten „trocken “ bzw. mit etwas Öl, Gewürzen oder einer Glasur nacheinander auf das Blech und wenn Zeiten und Partikelgrößen passen, ist am Ende alles gleichzeitig gar. Vorteil: Die Spülarbeit ist mit einem Backblech erledigt und die Garzeit beträgt selten mehr als 30 bis 40 Minuten. Nachteil: Mehr als zwei oder drei (sparsame) Esser bekommt man mit einem solchen Blech nicht statt – was im Umkehrschluss heisst, das Sheet-Pan Dishes ideal für Singles oder Paare sind.

5 Tipps für perfekte Sheet Pan Dinner – alles von 1 Blech

1. Das Prinzip funktioniert am besten auf einem metallenen Backblech, das auch hohe Hitze abkann. Auch die Fettpfanne des Backofens ist geeignet – die Porzellan-Auflaufform dagegen weniger. Setzt ihr den Backofenrost direkt über das Backblech, habt ihr eine weitere „Ebene“, auf der zum Beispiel Fisch oder Huhn mit Kruste/Panade knusprig bleibt.

2. Auch wenn Foodphotos in Shabby Chic Optik es gerne anders zeigen: Legt euer Backblech mit einem Bogen Backpapier aus.  Das macht das anschließenden Spülen zum Kinderspiel – das Abschrubben angebackener Zutaten ist dagegen extrem nervig.


So gesehen bei Bon Appetit – ich möchte das nicht sauber machen 😉 

3. Füllt das Blech nicht zu voll. Dann rösten die Zutaten nämlich nicht, sondern schmurgeln im ausgetretenen Saft. Das schmeckt zwar auch, wird aber nicht knusprig.

4. Berücksichtigt die unterschiedlichen Garzeiten von Gemüsen. Möhren und Kartoffeln brauchen definitiv einen Garzeit-Vorsprung oder ein Vorgaren. Schneidet härtere Gemüsesorten wie Kohl und Kürbis zudem in kleinere Stücke als weiche Gemüse wie Zucchini oder Paprika.

5. Ölt Eure Zutaten ein, damit sie nicht anbrennen oder austrocknen. Am besten funktioniert das, wenn ihr Öl darüber träufelt und alles dann mit den Händen nochmals überall gut „einmassiert“.  Hähnchenstücke mit Haut brauchen kein Öl, da gibt die Haut genügend Fett ab.

Hier noch einige Linktipps zum Thema Sheet-Pan Dinner:

Meine bisherigen Rezepte für Sheet Pan Mahlzeiten findet ihr hier:

 

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Marita sagt:

    Ist ja faszinierend was alles so Trend wird…. ich mache das schon seit Jahren so…. allerdings meist Kartoffeln und Hühnerteile… Karotten ungewürzt gebacken werden herrlich süß…. also irgendwie ein alter Hut…. aber die neuen Rezepte lesen sich klasse…
    Lg marita

    • gfra-admin sagt:

      Klar ist das ein bisschen (und nicht nur ein bisschen) „des Kaisers neue Kleider“ 🙂 Das Kind muss nen Namen haben – das Rad neu erfinden kann kulinarisch schon lange niemand mehr, denke ich!

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