Startup Food Market oder: Was Ihr morgen esst…

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Wenn man schon mal in Berlin is(s)t, dann sollte man auch das essen, was man sonst (im weitgehend rückständigen Rest der Republik) nicht bekommt. Zum Beispiel pakistanisch, portugiesisch, Tim-Raue-goes-volksnah – oder herzhafte Snackriegel aus Erbsenprotein,  vegane Fertiggerichte oder Patisserie-Popcorn. Was mich allerdings jüngst zum Startup Food Market in den Wedding führte, waren nicht diese Food-Experimente, sondern etwas, das für Deutschland neu, aber für US-Fans quasi ein alter Hut ist:  Moonshine und Beef Jerky.

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In der knüllevollen Coworking-Location Unicorn (auch etwas, das die Provinz nicht kennt, hier hat man noch sein eigenes Büro) hatten 20 Start-ups mit insgesamt 200 Produkten ihre Stände aufgebaut. Gleich am Eingang, quasi an der Pole Position,  lockte O’Donnell Moonshine  mit Kostproben-Schlucken ihrer trendigen Brände. Natürlich ordnungsemäß versteuerter Alkohol, nicht Schwarzgebrannter wie das Vorbild aus den USA ehemals. Und ganz ehrlich? Für mich – als eher Wenig-Alkohol-Trinker – auch leckerer als die beinharten, höchstprozentigen US-Varianten, weil 1) etwas milder (z.B. der Original-Moonshine Weizenbrand mit  38 %)  und 2) auch in „girly“ Sorten wie Bratapfel erhältlich. „Amerikanische Tradition, german craftsmanship“ wirbt das Berliner Startup und füllt seinen Moonshine natürlich in Original-US-Mason Jars ab.

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Eine amerikanische Idee, auf höchstem Qualitätsstandard in Deutschland umgesetzt, hat sich auch Grizzly Snacks auf die Fahnen geschrieben. Julius Michel und sein Geschäftspartner lassen in einer Metzgerei im Bergischen Land aus deutschem Rindfleisch würziges Trockenfleisch herstellen und verzichten dabei auf künstlichen Geschmacksverstärker, Konservierungs- oder Farbstoffe. Drei Sorten gibt es bisher: Cracked Pepper, Korean Barbecue und Burn Baby Burn – allesamt sehr lecker, aber etwas trockener als ich es von US-Jerky gewohnt bin. Dafür aber eben nur durch Gewürze und das Herstellungsverfahren konserviert und nicht durch Chemie 😉

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Ach ja – das Produkt mit den meisten, ähem, Berührungsängsten beim Startup Food Market: Fruchteis in Phallusform von Lusty Ice. Für Junggesellenabschiede bestimmt ganz lustig, aber sonst??? 😉

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