IFA 2015: Schöne neue Kühlschrank-Welt

„Du warst auf der IFA? Und – geile neue Handys, Fernseher, Kameras gesehen?“ Ähhh, nee. Es heisst zwar Funkausstellung, aber ich habe mich ausschließlich in den Hallen mit Home Appliances, auf gut deutsch Haushaltsgeräte, aufgehalten. „Aber da habe ich geile neue Herde, Waschmaschinen, Kühlschränke und Küchenmaschinen gesehen“ – wobei mein Sohn schon beim Wort „Herde“ die Augen verdrehte. Sorry, Junior – ich fand es total spannend, in die Zukunft der Hausarbeit zu blicken! Aber beginnen wir mit ein bisschen Retro:

ILVI-Herde ifa22

Ilve (links) ist eine italienische Manufaktur, die klassische Herde  (in bunt!) für Anspruchsvolle baut. Die Retro-Ventilatoren und Kühlschränke rechts stammen von Schaub-Lorenz. Was die Älteren noch als deutschen Hersteller von Fernsehen und „Kofferradios“ kennen, ist seit mehr als 20 Jahren nun schon in französischer Hand.

Weiter geht die IFA-Zeitreise von der Vergangenheit in die Gegenwart. Die wird bestimmt vom Trend zu Kochautomaten jeder Art. Zahlreiche Aussteller aus Fernost kopieren ziemlich dreist das  Vorwerk-Erfolgsmodell aus Erhitzen, Mixen und Programmieren:

Cookii - der Thermi für Arme?

Andere (links unten Redmond, daneben KitchenAid) setzen auf Multifunktionalität ohne Mixen. Ihre Geräte können anbraten, fritieren, simmern, dünsten, slowkochen und bringen meist auch noch vorgefertigte Garprogramme mit.

Redmond Multikocher  ifa16

Schöne, neue Kochautomaten-Welt? Nun, so ganz einfach beherrschbar sind diese Töpfe nicht, musste ich schon am eigenen Leib erfahren. Da lobe ich mir doch die klassische Küchenmaschine, die man NICHT programmieren, sondern einfach auf passender Stufe an- und ausschalten muss. Bosch (unten links) hat die wohl ausladenste, WMF beeindruckt mit einem blinkenden, sehr schweren Profimodell, dass die KitchenAid vom Preis her noch toppen wird.

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So, und nun zur Zukunft unserer Küchen und Badezimmer: Da wird demnächst wirklich alles vernetzt. Siemens baut zum Beispiel Webcams in Kühlschränke, damit man unterwegs auf dem Smartphone sehen kann,  was noch an Vorräten da ist. Funktionierte übrigens bei meiner Ordnung im Kühlschank nicht, denn da ist alles mindestens vier Lagen tief hinter- und übereinander gestapelt 😉 Haier zeigt einen digitalisierten Badezimmerspiegel (unten links), der einen morgens mit Namen und täglicher Gewichts-Zu- oder Abnahme begrüßt. Will ich das vor dem Frühstück schon wissen? NEIN! Dann schon eher der Kühlschrank mit semitransparenter Tür desselben Herstellers, der sich mittels Bewegungssensor von innen beleuchtet, wenn man an ihn herantritt (rechts).

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Apropos Kühlschränke: Ich habe ja nun schon so ein Side-by-Side-Gerät us-amerikanischer Ausmaße. Aber es geht noch bigger und better, wie die beiden Modelle von Whirlpool und Liebherr (mit Schubladen!) beweisen – und gleichzeitig zeigen, dass die matte Stahloptik wohl doch alles andere als pflegeleicht ist:

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Ganz unempfindlich dagegen Miele: Schultafel-Oberfläche, mit Kreide beschreibbar. Hat was!

Miele Blackboard

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3 Kommentare

  1. Katja sagt:

    Wo bekommt man denn den letzten Kühlschrank? Also den mit der „Tafel“-Oberfläche, welche man dann mit Kreide beschreiben kann. Finde die Idee ziemlich klasse 🙂

  1. 21. Januar 2016

    […] der IFA Berlin im September hat mich die neue WMF Profi Plus nachhaltig beeindruckt: Ein prachtvolles, schweres, […]

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