Berlins bester Burger? The Bird Prenzlauer Berg

Burger bei The Bird Berlin

Wenn’s darum geht., Berlins besten Burger zu ermitteln, gehört The Bird eigentlich immer zu den Nominierten (siehe hier, hier und auch hier). Ein Geheimtipp ist der Laden im Prenzlauer Berg (es gibt auch noch eine Filiale in Kreuzberg) also bestimmt nicht mehr – daher hatte ich für mich und meinen Sohn (quasi promovierter Burger-Verkoster) an einem Freitag abend einen Tisch reserviert. Gut so: Es war rappelvoll, an der Bar und vor der Tür drängelten sich die Wartenden, drinnen lärmte außer der Musik auch noch eine Gesellschaft, die schwer nach Jungesellenabschied aussah. Wir wurden an einem engen, nur leidlich sauberen Tischlein in einer Ecke plaziert – naja, was man für einen ordentlichen Burger nicht alles in Kauf nimmt!

Sohn, ein Fleischpurist, freute sich auf „250+ grams of premium German beef“ (laut Speisekarte) und orderte den House Burger „Da Birdhouse“ vom Griddle well done, ich entschied mich für „Filthy Harry“ (medium) mit Bacon und Cheddar. Tscha, den verzehrte dann allerdings mein Sohn, nachdem er mir den arg rohen „Birdhouse“ über den Tisch geschoben hatte. Den nochmal zu machen, das könnte dauern, hatte die Kellnerin zuvor süffisant angemerkt – und des Lieben Friedens willen (und des leeren Magens wegen), haben wir dann einfach getauscht.

Vom Geschmack her fanden wir das Fleisch okay, die Portionen gut bemessen. Aber vom Hocker gehauen hat mich der Burger nicht – genausowenig die Fritten, die ich etwas dunkel fand, und als Bun ein English Muffin? Was außerdem gar nicht ging: Eine mit einem – naja, nennen wir es weitausgeschnittenes Leibchen – bekleidete Bedienung. Wenn sie sich vorbeugte, konnte man in einen Ärmelausschnitt hinein- und zum anderen wieder hinaus schauen und beim Davongehen in ihrem Rücken auf dem Schildchen die BH-Marke ablesen. In einem Hamburgerlokal erwartet niemand gestärkte weiße Bluse – aber muss man so offensiv seine Unterwäsche präsentieren?

Naja, vielleicht hatten wir nur einen Tag erwischt, an dem es einfach zu voll, Aufenthalts- und Speisenqualität durchschnittlich und Kleidungswahl der Bedienung unglücklich war. Jedenfalls habe ich in Berlin schon bessere Burger gegessen, zum Beispiel beim Burgermeister. Wir werden es nochmal probieren!

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6 Kommentare

  1. Dirk sagt:

    Ja, leider (?) ist das Bird inzwischen nicht mehr zu empfehlen. Einerseits hat die Qualität dort nachgelassen (oder scheint das nur so), erfreulicherweise ist aber auch die Auswahl an Burger-rants deutlich angestiegen in den letzten Jahren.

    Immer wieder ist aber die Karte des Bird ein Hingucker („Versuchen sie wenigstens den Burger mit den Händen zu essen…“). 🙂

  2. MU sagt:

    Berlins bester Burger ist Lily Burger in der Urbanstraße. 100% Black Angus Beef. Das El dorado für den Gaumen. 😉

  3. Britta sagt:

    Wenns um leckere Burger in Berlin geht, darf man aber Zehlendorf nicht auslassen.
    Das Uncle Sam’s ist, zumindest in meinen Augen, einen Besuch wert.
    Da gibt es Burger in mind. 8 unterschiedlichen Größen. Vom Babyburger (80g) bis hin zum Burger für den großen Hunger (https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10201354636067986&set=ms.c.eJxNyLkRADAIA7CNcuazYf%7E%3BFkiqHShkcFpUMgprmsT8F1xB78o32MFozeQH%7E%3BEg5G.bps.&type=1). Falls ihr den Laden noch nicht kennt … https://www.facebook.com/pages/Uncle-Sams-American-Diner/119572264766388?fref=ts 🙂

  4. o0PKey0o sagt:

    Es gibt glaube ich auch noch nen leckeren Burger am Potsdamer-Platz wenn ich mich nicht irre. War da vor Jahren mal und glaube das es dort die Wahl zwischen Känguru und Kroko Fleisch gab. Vllt ist das ja eine Tour wert 😉

  5. Thorsten sagt:

    Ich war schon in Hamburg im „The Bird“ und habe dort ähnliche Erfahrungen gemacht. Das „Bun“ ist nichts anderes als ein Toastie, die man im Supermarkt bekommt. Mit einem guten Burger hat das jedenfalls nichts zu tun…
    Bei mir waren die Pommes aber nicht so dunkel wie bei dir. 😉
    Siehe hier: http://bbqpit.de/the-bird-hamburg/

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