Gut & günstig reisen: Meine Tipps und Tricks für die USA

Mile-high cakesDreieinhalb Wochen, drei Länder (USA, Ecuador & Peru), sechs Flüge, zehn unterschiedliche Quartiere: Im April/Mai habe ich einen langgehegten Traum verwirklicht, Südamerika besucht und das Weltwunder Machu Picchu gesehen. Da ich nicht der Typ für Gruppenpreisen bin (und für Kleingruppenreisen a la Studiosus & Co. nicht reich und nicht alt genug bin :-), habe ich die ganze Reise selbst organisiert. Und zwar unter dem Motto „gut, aber möglichst günstig“. Vielleicht helfen meine Tipps ja denjenigen weiter, die auch lieber Geld für Essen, Trinken und Erlebnisse am Urlaubsziel ausgeben statt für 5+ Hotels oder Reisevermittler!

Flüge: Wer flexibel ist, fliegt günstiger

Wer flexibel in seinen Reisedaten ist, findet bei Kayak oder Orbitz eine Art „Gitterübersicht“ mit den günstigsten Flugtagen. Statt 13 Tage von Sonntag bis Freitag für 1200 Euro zu fliegen, kostet derselbe Zeitraum von einem unbeliebten Mittwoch bis zu einem unpopulären Montag möglicherweise nur 800. Nehmen Sie die Gitterübersichten als Anhaltspunkt und recherchieren Sie anschließend unbedingt auch direkt auf den Webseiten der Fluggesellschaften.

Unterkünfte finden: Wie urteilen andere?

Als unglaublich wertvoll haben sich für uns Bewertungsportale wie Holidaycheck oder Tripadvisor (USA und Südamerika) erwiesen. Wir haben die meisten Quartiere von zuhause aus vorgebucht (nach ausgiebigem Studium der Lesermeinungen und Hotel-Webseiten) und sind nicht ein einziges Mal enttäuscht worden. Wir haben nie mehr als 35 Dollar für ein Doppelzimmer gezahlt (für das Zimmer, nicht pro Person!) und ein Frühstück war auch noch meist dabei. Knüllerpreis nach unten waren 17 Dollar im Hostal Chimenea in Banos (ein ecuadorianischer Kurort), wo es zum Frühstück selbstgebackenes Brot, Hausmacher-Maracuja-Marmelade und frisch gepressten Mangosaft gab. Am anderen Ende des Spektrum lagen die 70 Dollar für ein übel riechendes und total dunkles Hotelzimmer in Mancora (Peru), das unsere ecuadorianischen Gastgeber ausgesucht hatten. Dort machte lediglich die spektakuläre Außenanlage die Enttäuschung etwas wett.

Priceline & Hotwire: Das Prinzip „Glückshotel“

Hotwire empfiehlt sich in den USA für Naturen mit ein bisschen Glücksspielcharakter. Hier buchen Sie „Glückshotels“, von denen Sie vorab nur Lage, Ausstattung und manchmal auch Kundenzufriedenheits-Werte erfahren. Ein Doppelzimmer mit Airporttransfer und Frühstück im Super 8 Motel Atlanta Airport kostete in unserem Fall statt 55 nur noch 31 Dollar. Mein Tipp: Funktioniert gut, wenn Sie wirklich darauf achten, dass das von Ihnen ausgesuchte Hotel zufriedene Kunden hatte.

Ebenso ist es bei Priceline, wo Sie auf Hotelzone, Sterne und Zufriedenheitsfaktor eine Art Gebot abgeben. Erst wenn es akzeptiert wird, erfahren Sie, wo genau Sie unterkommen. Das Prinzip heisst „Name your own price“. „Express deals“ funktionieren ohne Bietpreise und haben feste Rabatte, aber immer noch keine genau benannten Hotels.

Unterwegs in Südamerika: Fahren Sie Bus!

Die Erste-Klasse-Überlandbusse, die wir nächstens für Strecken zwischen 500 und 1000 Kilometer in Peru benutzt haben, waren eine sehr angenehme Überraschung: Sicher, auf die Minute pünktlich, günstig und so komfortabel wie die 1. Klasse im Flieger (inklusive bequemer Liegesitze und Check-in-Lounges mit kostenlosen Häppchen). Fahrplansuche und buchen geht ganz komfortabel über die Webseiten von Gesellschaften wie Ormeno, Cruz del Sur oder Ittsa (unser Favorit).

 

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1 Kommentar

  1. 21. September 2016

    […] und South Carolina – noch nicht allzuviel gesehen habe, bedaure ich sehr. Einige „glimpses“ von Savannah, Charleston und Georgia haben meinen Appetit zwar geweckt, aber irgendwie ergab […]

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