Eis und Frozen Joghurt selbst herstellen: Ein Gerätetest

Nusseis mit KaramelsauceWer in großen Städten wohnt, hat bestimmt kaum Schwierigkeiten, im gutsportierten Supermarkt Eis mit „amerikanischen Geschmacksnoten“ wie Macadamia, Butter Pecan, Cookies’n’Cream, Maple Walnut, Chocolate Fudge Chunk  zu kaufen. Bei uns auf dem Dorf finde ich das nur selten – und dann zum extrem stolzen Preis von fünf bis sechs Euro für gerade 500 ml , egal ob nun von Häagen Dasz oder Ben & Jerry.  Ersteres schmeckt mir persönlich besser, aber letztere haben ein geniales Buch heraus gebracht, in denen viele der (vermeintlichen) Originalrezepte enthalten sind. Einige davon habe ich schon ausprobiert – mit meiner „alten“ Eismaschine mit Gefrierbehälter wie dieser hier. Dank eines Angebotes des gutsortierten Onlineshops Casserole hatte ich jetzt zum Testen jetzt aber auch ein Exemplar mit Kompressor zur Verfügung.  Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Ich muss mir nicht einen Tag, sondern nur eine Stunde vorher überlegen, ob ich Eis zubereiten möchte, weil die Maschine selbsttätig kühlt und ich keinen Behälter vorfrieren muss.
  • Der Behälter der Eismaschine mit Kompressor selbst fasst zwar auch „nur“ 1,5 l, aber ich kann mehrere nacheinander zubereiten.
  • Ich kann (mit Einschränkungen) selbst bestimmen, wie fest, das Eis werden soll, indem ich die Maschine einfach weiter laufen lasse.

Soviel die Theorie – in der Praxis habe ich mein Frozen-Joghurt-Rezept, Ben & Jerry’s „Cherry Garcia“ und „Vanilla Malt Chocolate Chunk“ (werden noch gepostet) sowie ein Nusseis (mit der italienischen Fertigeismischung, die dem Gerät beiliegt) hergestellt. Letztere besteht aus einem Pulver (Milchpulver und Stabilisatoren), die das Eis auch bei geringerem Fettgehalt cremig und stabil halten sollen sowie Aromamischungen. Während mich die Vanille- und Waldbeerpasten nicht so sehr ansprechen (sie enthalten Farbstoffe und Säuerungsmittel), fand ich die Zutatenliste „Haselnuss“ klasse – sie lautet nämlich: „Haselnüsse“. Ein guter Teelöffel der hochkonzentrierten Creme reichte in der Tat, um 500 ml Milch zu aromatisieren.

Eismaschine von casserole.deDie Eismaschine des italienischen Herstellers Nemox war einfach zusammenzubauen und in Betrieb zu nehmen. Das Elektrogerät an sich wirkt stabil (und ist fürchterlich schwer!), der Deckel mit dem eingesteckten Rührmotor ist dagegen leichter verarbeitet. Der Dauertest in unserem Haushalt wird beweisen, wie lange das Plastikelement durchhält und wie gut es die Spülmaschine verträgt…

Die Menge des Frozen-Joghurt-Rezeptes passte genau für die Kapazität des Gerätes,  das Original Ben&Jerry-Grundrezept erwies sich als zuviel. Daher musste ich zwischendurch einige Esslöffel halbgefrorenes Eis abnehmen (und sofort schlecken 😉 Nach gut 40 Minuten war die Konsistenz des fertiges Eises so fest, dass sich der Rührer automatisch abstellte und nicht mehr drehen wollte. Ich hätte es allerdings gerne noch ein wenig fester gehabt und habe den Metallbehälter vor dem Verzehr noch eine Viertelstunde im Tiefkühler „nachhärten“ lassen, dann war es perfekt.

Mein Fazit: So ein Kompressorgerät kostet in etwa das Dreifache wie eine Eismaschine mit Kühlbehälter, aber ich finde, die Ausgabe lohnt sich, wenn man häufiger Eis selbst zubereiten möchte (und das ist dann im Vergleich mit gekauftem Pfennigkrams!) Auf das Eispulver und die meisten Aromapasten würde ich persönlich verzichten – ich bevorzuge Sahne für die Cremigkeit und Schokolade, Likör, echte Vanille und reife Früchte für den Geschmack!

 

 

(insgesamt 1.080 Besucher)

Diese Seite drucken

Vielleicht gefällt Ihnen auch...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.