Dr. Pepper – schmeckt das eigentlich?
Geständnis: Ich habe noch nie Dr. Pepper getrunken. Als überzeugter Pepsi-Trinker war ich von je her überzeugt, hier handele es sich eh nur um eine weitere Kola-Kopie. Weit gefehlt! “Schmeckt völlig anders”, sagen Dr. Pepper-Fans. Aber wie denn? “Kann man nicht beschreiben” und “Das Geheimnis ist der Rohrzucker” antworten die einen, “ekelhaft süß” und “klebt irgendwie” die anderen. Was mich in der Frage, wie Dr. Pepper denn nun schmeckt, auch nicht wirklich weiter bringt. Tscha, ich muss wohl doch selbst probieren… » Dr. Pepper probieren? Zum Beispiel hier bestellen
Lucys Beitrag zu Dr. Pepper: “Den Geschmack zu beschreiben ist wirklich eine Herausforderung, doch wenn das Getränk eisgekühlt gereicht wird, da läuten bei mir in höchster Freude alle Geschmacksnerven! Es ist irgendwie nicht so brutal wie Coke, schmeckt süßer und als Amerikanerin kann es mir wirklich fast nie zu süß sein…”
Und Isabell findet: “Sind Coke und Pepsi hierzulande vielen Leuten schon zu süß, wartet Dr. Pepper mit einem Zuckergehalt jenseits von Gut und Böse auf. Gepaart mit allem, was die Labors für künstliche Aromen und Farbstoffe so hergeben, lässt Dr. Pepper bei jeder anständigen Geschmacksknospe schon nach dem ersten Schluck die Alarmglocken schrillen, weil SO viel Vitamine B, A, S und F sicher nicht gesund sein können. Und da macht es auch keinen Unterschied, ob man die klassische Version probiert oder sich über eine der verschiedenen Spielarten wie Cherry oder Light hermacht!”
Zuguterletzt Kirstens Meinung: “Dr.Pepper ist wie Coke mit einem Dash Hustensaft! Für die Tastebuds des Amis echt yummi !!!”
Update: Auch ich habe inzwischen Dr. Pepper probiert. Mein Eindruck: Wie Cola plus X (und das X kann ich überhaupt nicht näher benennen, auch nicht als wortgewandte Journalistin) und grässlich süß. Nee, muss ich nicht haben!
Baking Soda – nicht nur zum Backen
Muff aus dem Kühlschrank vertreiben, Waschkraft verstärken, Zähne polieren, Sodbrennen bekämpfen oder Poolwasser klären – wer mit Baking Soda nur backt, verschenkt die Talente des chemischen Tausendsassas Natriumhydrogencarbonat, landläufig auch als Natron bekannt. In Verbindung mit Säure (Buttermilch, Zitrone) und Hitze “schäumt” Baking Soda – das sorgt für die erwünschte Lockerung des Kuchenteiges. In Deutschland kaufen wir Natron in grünen Tütchen, in den USA ist die markante gelbe Packung mit dem roten Arm & Hammer-Signet Marktführer. Das Produkt gibt es seit 1846, das Logo (es symbolisiert den starken Arm des Gottes Vulkan) existiert seit 1866. » Original Baking Soda bestellen? Zum Beispiel hier
Pop Tarts – Frühstück aus dem Toaster
Hier haben Sie das typische Produkt, wo der Nichteingeweihte den Kopf schüttelt (“Die Amis, wir haben es ja immer gesagt”) und der Amerika-Freund verzückt schaut: Pop Tarts! Die fruchtgefüllten Teigtaschen sind ein beliebter Snack zwischendurch oder ein schnelles Frühstück aus dem Toaster. Das “Pop” hat dabei nichts mit Musik zu tun, sondern steht für das “Herauspoppen” aus dem Röster. Und “Tarts” bedeutet selbstverständlich nicht, dass Sie hier etwas köstlich-kuchiges nach französischer Patissier-Art bekommen – nein, Poptarts sind ein übles Machwerk der Lebensmittelchemie. Ich liebe sie trotzdem, vor allem die Sorten Peanut Butter und Blueberry! » Pop Tarts bestellen? Zum Beispiel hier
Starbucks – Kaffee-Kult aus Seattle
Die Erfolgsgeschichte der Kaffeehauskette begann 1982, als Howard Schultz als Marketingleiter bei Starbucks begann. Schultz überzeugte die Eigentümer von Starbucks, bis dahin ein kleines Kaffeegeschäft in Seattle, das italienische Espresso- oder Kaffeebarkonzept in Amerika umzusetzen. Heute gibt es weltweit mehr als 10 000 Starbucks Coffee Houses in 37 Ländern, in Deutschland sind es 48 Filialen in 19 Städten. Was heimische US-Freunde bei Starbucks auch schätzen, ist das amerikanische Gebäck: Brownies, Muffins, Carrot Cake, Bagel.
Tylenol – damit der Schmerz vergehe
Schon mal vor einem Schmerzmittel-Regal in einem US-Drugstore gestanden? 30 laufende Meter Linderung – darf sie denn baby oder schon children’s strength sein, geht’s um Frauenbeschwerden oder Muskelschmerzen, möchten Sie ein paar zusätzliche Vitamine, Koffein oder Vanillearoma oder braucht’s bei Ihnen die double, triple oder mega Dosis? Unter dem Namen Tylenol firmiert in den USA eine ganze Produktfamilie – allein gemeinsam ist ihnen der fiebersenkende und schmerzstillende Wirkstoff Paracetamol.
Sweet & Low – guter Süßstoff?
Sweet’n Low ist zwei Erfindungen in einem: 1945 ärgerten sich Ben und Betty Eisenstadt bei einem Coffee-Shop-Besuch über die die fliegenumschwärmten, unhygienischen Zuckertöpfe und begannen damit, Zucker-Portionsbeutel zu produzieren. Ab 1957 füllten sie als erste auch eine kalorienfreie Saccharin-Mischung ab und zwar in markante pinkfarbene Tütchen, die sich von den “bösen” weißen Zuckertütchen gut abheben sollten. Die Rechnung ging auf – Sweet’n Low ist sicherlich der bekannteste Süßstoff der Welt.
Linderung in pink: Pepto Bismol
Etwas das so giftig-pink aussieht, soll gesund sein? Musses wohl, denn Pepto Bismol in seinen diversen Ausprägungen ist das Allheilmittel der US-Amerikaner, wenn’s im Magen drückt oder bei Sodbrennen, Übelkeit oder Durchfall. Sein Hauptbestandteil ist Bismutsalicylat, das auch für die schrille Farbe sorgt. Pepto Bismol gibt es als Kautablette und Kapsel, am bekanntesten ist aber der dickflüssige Sirup, der grässlich minzig-mehlig schmeckt! Daher hat Procter & Gamble nun auch eine offensichtlich angenehmer aromatisierte Kirsch-Version auf den Markt gebracht.
Beef Jerky – das kaut der Cowboy
Aromatisches Dörrfleisch – das ist “Jerky”, ein Begriff, der vom Wort “charqui” der Arawak abstammt. Die Indianer machten Wildfleischstreifen durch Würzen und Trocknen haltbar. Die Pioniere wandten das Verfahren dann auch auf Rindfleisch an, heute ist extra mageres Truthahnfleisch gefragt. Jerky wird dicker geschnitten als europäischer Schinken, ist schwerer zu kauen und anders gewürzt – vorzugsweise mit Liquid Smoke (Raucharoma), auch die süß-scharfe Note und die asiatische Teriyaki-Würze sind beliebt. » Beef Jerky probieren? Zum Beispiel hier bestellen
Kool Aid – zum Trinken oder zum Färben?
Dieses Getränkepulver in Tüten ist ein echter Geheimtipp. Nein, nicht unter Genießern oder Durstigen, sondern unter Handarbeitsbegeisterten. Jede der zahlreichen Geschmacksrichtung steht auch für eine kräftige Farbe, wenn man beispielsweise Wolle oder T-Shirts leuchtend bunt färben möchte. Glauben Sie nicht? Den Beweis liefert das Wollhuhn, woanders gibt es sogar eine Tabelle, welche Farbe genau bei welcher Dosierung rauskommt. Wer’s ausprobieren will, sollte Gummihandschuhe benutzen, den Kool Aid färbt auch die Hände, T-Shirt oder Haare – der selige Kurt Cobain von Nirvana soll damit das Gelb-Blond seines Schopfes erzeugt haben. Bleibt die Frage: Wer trinkt sowas? Ich nicht – aber zum Beispiel Connie, die um Aufnahme dieses Produktes in diese Liste gebeten hatte. Sie bevorzugt die Sorte “Grape” (also lila)! » Kool Aid bestellen? Zum Beispiel hier
Spam – das Dosenfleisch
Kaum noch jemand denkt an Dosenfleisch, wenn er Spam hört – der Markenname hat sich inzwischen als Begriff für unerwünschte Werbe-Mails eingebürgert. Dabei ist er bereits seit 1926 die Abkürzung for “Hormel Spiced Ham”. In den USA schätzen vor allem die Hawaiianer den würzigen Dosenschinken: Sie geben ihn kleingeschnitten an Suppen und Eintöpfe, servieren ihn gebraten zum Frühstück oder wickeln ihn als Häppchen in Seetang und Sushi-Reis. Ich hab diese “Musubi” mal probieren dürfen – igitt












