Kultmarken & Produkte

Backpaket
Backpaket

Die eine schwärmt von einer bestimmten Sorte Frühstücksflocken, die sie in den USA kennen gelernt hat. Der andere lässt sich regelmäßig Schokoriegel oder Salatdressing aus Amerika schicken. Diesen leidenschaftlich vermissten USA-Spezialitäten möchte ich hier einen virtuellen Gedenkstein setzen – und ich würde mich freuen, wenn Sie mir schreiben, welche Produkte Ihrer Meinung nach noch fehlen!

Oreo – diesen Keks knabbert die Welt

OreoOreos sind die meistverkauften Kekse der Welt – mehr als 362 Milliarden (!) sollen seit 1912 von der National Biscuit Company (Nabisco) verkauft worden sein. An Aussehen und Geschmack hat sich seitdem kaum etwas geändert – das „Standard-Oreo“ besteht aus zwei geprägten, knusprigen Schokokeksen mit einer cremig-süßen Füllung. Inzwischen gibt es mehrere Variationen: double stuff (mehr Füllung), fudge-covered (überzogen), Erdnuss-, Schoko- oder Pfefferminzfüllung. » ANZEIGE: Oreo-Probierset bestellen? Zum Beispiel hier

Anmerkung von Helge: „Ich komme aus Hannover und dort gibt es Oreos mittlerweile in fast allen Edeka (vormals Sparmärkten) sowie in den Filialen von Strauss und häufig auch in den Supermärkten, die unten bei Karstadt/Kaufhof zu finden sind. Teilweise haben sie sogar mehrere Sorten!“

Bounce & Co: Dryer Sheets

Dryer SheetsFür mich sind Dryer Sheets (also die Weichspüler-Tücher, die man mit der feuchten Wäsche in den Trockner wirft) ein echtes Kultprodukt – und zwar eines, das ich hierzulande wirklich vermisse. Sie sorgen nicht nur für guten Geruch (ob nun in der Wäsche, in alten Schuhen, in Koffer oder Schublade), sondern verhindern statische Aufladung und ziehen Staub an. Das funktioniert sogar bei bereits „aufgebrauchten“ Tüchern, wenn Sie damit über den Fernseher oder den PC-Monitor fahren! Auch Mücken und Fliegen lassen sich abschrecken. Von einer amerikanisches Farmersfrau habe ich den Tipp, im Sommer ein Tuch an das Zaumzeug des Pferdes zu heften, um Bremsen fern zu halten – und was soll ich sagen? Es funktioniert!

Coca-Cola – Always the real thing

CokeDoctor John Stith Pemberton ist der der Erfinder von Coca-Cola. Im Mai 1886 entwickelte er in Atlanta, Georgia, die geheime Rezeptur. Der ursprüngliche Name war French Wine Coca und das Gebräu ähnelte dem damals populären Vin Mariani, einem mit Kokain versetzten Bordeaux, der als Heilmittel galt. Und so empfahl Pemberton seinen Mix als Mittel gegen nervöse Störungen, Verdauungsschwierigkeiten und Impotenz. Der Name Coca-Cola stammt von Pembertons Buchhalter Robinson, der ihn von den Zutaten Kokablätter und Kolanüsse ableitete – heute kennen 97 Prozent der Weltbevölkerung diese Marke.

Pepsi – ask for more

Sechs Jahre nach Pemberton (s.o.) mixte der junge Apotheker Caleb D. Bradham in North Carolina aus Wasser, Pepsin, Vanillearoma und Cola-Nüssen „Brad’s Drink“, den er schließlich in „Pepsi Cola“ umbenannte. Nach 17 Jahren erfolgreichem Geschäft trieb Bradham Pepsi in den Konkurs, als er sich bei Warentermingeschäften verspekulierte. Die Loft Candy Company versuchte zunächst vergeblich, den Verkauf wieder anzukurbeln – erst 1940 begann der Aufstieg mit dem ersten landesweit ausgestrahlten Werbespot. Und Werbung blieb wichtig für Pepsi: Seit Mitte der 60er Jahre liefert sich der Konzern spektakuläre Werbeschlachten mit Coca-Cola, für die auch viele Prominente eingespannt wurden.

Twinkies – Kuchen & Creme

TwinkieFluffiger Kuchen und noch fluffigere Creme in Riegelform – das sind Twinkies. Ja, sie sind lecker und ja, sie enthalten mehrere dutzend Inhaltsstoffe, deren Namen ich weder aussprechen kann, noch möchte ich wissen, was sich dahinter verbirgt. Twinkies eignen sich übrigens nicht nur zum Essen (manche bezweifeln das), sondern auch für physikalische Projekte wie Stürze aus großer Höhe oder Aufbläh-Experimente im Vakuum, siehe hier.

Julia zu Twinkies: „Ich finde, sie gehören zum amerikanischen Lifestyle einfach genauso dazu wie Peanut Butter & Jelly oder Pop Tarts. Sie sind zwar schrecklich süß, aber die Mischung von weichem Kuchen und der leckeren Cremefüllung machen sie einzigartig. Richtige Konditoren würden mich zwar für verrückt erklären, aber ich liebe sie. Besonders gut sind sie übrigens fritiert oder wenn sie einmal eingefroren waren!“

Campbell’s Soup – ist Suppe Kunst?


CampbellAndy Warhol hat sie berühmt gemacht, die rot-weiße Campbell’s Suppendose. Mich hat sie gesättigt während meiner Collegezeit – Tomato, Clam Chowder, Chicken Noodle, Cream of Mushroom, of Broccoli, of whatever… Günstig und ziemlich lecker, fand ich. Campbell-Produkte werden in mehr als 120 Ländern der Erde verkauft – in Deutschland aber meist nur die der Tochterfirmen Erasco und Heisse Tasse. Schade!

Crest – auch mit Zimtgeschmack

CrestCrest ist Procter & Gambles beliebte Zahnpasta, die 1955 erstmals auf den Markt kam. Sie war damals die erste Fluorid-Zahncreme, deren Anti-Karies-Wirkung in klinischen Tests tatsächlich bewiesen worden war. Mir bewies Crest vor allem, wie verschieden nationale Geschmäcker sind – ich hatte eine Sorte mit Zimtaroma erwischt! Inzwischen gibt’s sogar Vanilla Mint, Lemon Ice, Wild Berry und die prickelnde „Sparkle Fun“-Sorte für Kinder.

Kitchen Aid – Mixer & Küchenmaschinen

Kitchen AidEs gibt vermutlich preiswertere Vertreter ihrer Art, es gibt bestimmt andere Marken entsprechender Qualität. Aber es gibt bestimmt keine Küchenmaschinen oder Mixer, die schöner sind – zumindest nicht in den Augen eines Ameriphilen, der die Retro-Anmutung des chromblitzenden Ungetüms einfach lieben MUSS. Needless to say: Ja, ich besitze eine Kitchen Aid und präsentiere sie stolz auf einem eigens angeschafften Küchenwagen – zu schade, so ein Schmuckstück im Schrank zu verstecken! Ich habe mir den nicht unerheblichen Anschaffungspreis zusammen gespart und ich nutze das Gerät fast jeden Tag – es knetet kraftvoll und rührt ausdauernd. Und sieht dabei eben einfach nur SCHÖÖÖN aus – würden Sie das von einem Thermomix behaupten?

Reese’s – eine coole Kombination

ReesesDie umhüllende Schokolade hält einem Vergleich mit Schweizer Schoggi keinesfalls stand, aber trotzdem: Die Kombination von salzig-süßer-cremiger Erdnussbutter und Hershey’s Chocolate finde ich unwiderstehlich. Die flache, runde Süßigkeit ist eine Erfindung von H.B. Reese, der sich vom Landwirt zum Besitzer einer kleinen Bonbon-Manufaktur hocharbeitete. Der Riesenerfolg des Produktes hält seit über 80 Jahren an und noch heute steht die Erdnussbutter-Praline mit an der Spitze der Snack-Hitlisten. » ANZEIGE: Reeses Peanut Butter Cups bestellen? Zum Beispiel hier

Heinz Ketchup – rote Soße für die Welt

Heinz KetchupWer Ketchup sagt, muss auch „Heinz“ sagen – Weltmarktführer in Sachen Soße und 1876 gegründet. Dabei war Henry John Heinz weder derjenige, der die moderne Ketchup-Rezeptur erfunden hat, noch der, der als erster Ketchup kommerziell in Flaschen verkaufte. Der Firmengründer, ein Sohn süddeutscher Einwanderer, hatte jedoch einen besonderen Riecher für Marketing, obwohl es das Wort damals noch gar nicht gab: Es mussten beste Rohstoffe verarbeitet werden, Konservierungsstoffe waren verpönt, in seinen Produktionanlagen wurden besondere Hygienestandards eingeführt, er verteilte als erster Anstecknadeln mit einem Gewürzgurken-Logo und stellte eine riesige Leuchtreklame auf. Die Rezeptur des Heinz-Ketchup ist seit 1876 unverändert und die typische Flasche gehört in den USA auf den Tisch jedes Diners oder Coffee Shops.

Häagen-Dazs – Luxus-Eis aus NY

Häagen-Dasz klingt dänisch, ist aber ein Fantasiename, denn die Wurzeln dieser Luxus-Eiscreme liegen in der Bronx: Hier begann der polnische Einwanderer Reuben Mattus 1959 damit, besonders hochwertiges Speiseeis herzustellen. Das Produkt fand ohne große Werbung seinen Weg in Delis und Gourmetshops, schließlich in eigene Eiscreme-Filialen und letztlich in die Supermärkte landesweit. Heute ist Häagen-Dasz in 54 Ländern der Erde erhältlich – und die beste Sorte ist eindeutig „Macadamia Nut Brilttle“, oder?

Mac’n’Cheese – schneller Sattmacher

maccheeseDas richtige Produkt zur richtigen Zeit: Als Kraft Ende der 30er Jahre das Macaroni & Cheese Dinner auf den Markt brachte, waren Milch und Fleisch wegen des Weltkrieges knapp – ein günstiger Sattmacher, der der ganzen Familie schmeckte, kam da gerade recht. In den 70er Jahren tauchten die ersten Variationen des haltbaren Fastfood-Klassikers auf, als Kraft zunächst schlichte Spiralen und Rädchen anbot und schließlich sogar Comicfiguren wie Super Mario Brothers oder den unsäglichen SpongeBob Schwammkopf in Nudelform presste. Seit 1998 gibt es Portionspacks, die nur noch unter Zugabe von Wasser in die Mikrowelle geschoben werden müssen. Wie diese Version schmeckt? Keine Ahnung, ich esse M & C nur homemade :-)

US-Amerikanerin Lucy, die seit zehn Jahren in Deutschland lebt, beschreibt Mac’n’Cheese folgendermaßen: „Der Schmelzkäse, der vorher Pulver ist, wird wirklich immer reichhaltiger und dicker und auch mehr – ganz zur Zufriedenheit immer dicker werdender Amerikaner, muss ich leider zugeben… Wenn man ein loderndes Verlangen nach möglichst viel Käse hat und nicht unbedingt auf Vitamine und Nährstoffe Wert legt, nur zu! Lecker!“

Jelly Bellys – knackig-weich zugleich

Die außen knackig und innen weichen Geleeböhnchen „Jelly Belly“ mit dem typischen Aufdruck gibt es seit 1976. Sie waren die erste Süßigkeit dieser Art, die man nicht nur im Sortiment, sondern auch einzeln in den acht „Grundsorten“ kaufen könnte. Heute gibt es mehr als 50 Variationen mit exotischen Geschmacksrichtungen wie Rootbeer, Cafe Latte, Peanut Butter oder Jalapeno! » ANZEIGE: 50 Sorten Jelly Bellys bestellen? Zum Beispiel hier

A & W Root Beer – bääh!

RootbeerRootbeer ist genauso ur-amerikanisch wie Apple-Pie und Hamburger. Und vermutlich muss man auch Amerikaner sein, um den süß-bitteren Softdrink zu mögen! Das nicht-alkoholische „Wurzelbier“ hat einen (für mich) seltsamen Geschmack und besteht aus Süßungsmitteln, Wasser und Kohlensäure. Je nach Hersteller werden als Aromastoffe Wacholderbeeren, Wildkirschrinde, Ingwer, Birkenrinde, Sarsaparilla- und Sassafras-Wurzeln, Anis- und Zitronenöl verwendet. A & W ist die bekannteste Rootbeer-Marke – benannt nach den Firmengründern Allen und Wright, die das Getränk ab 1922 in ihren Erfrischungsständen und später Restaurants ausschenkten.

Renates Story zu Rootbeer: „Da erinnere ich mich an meinen ersten USA-Trip 1982: Meine amerikanische Tante meinte, uns (ich mit 2 Freunden) probieren lassen zu müssen. Wir drei spuckten das Zeug gleichzeitig aus – im Telefonat mit einer Freundin drückte meine Tante es so aus: „They didn’t like the rootbeer – they watered the plants with it.“

Quaker Oats – Mutter aller Cerealien

Quaker OatsDie heute nahezu unüberschaubare Vielfalt an Frühstücksflocken in amerikanischen Supermärkten begann hier: 1901 schlossen sich drei Mühlenbetriebe zur Quaker Oats Company zusammen. Der Name sollte Qualität und Reinheit verdeutlichen, so wie das Unternehmen mit den verpackten Haferflocken mehr Qualität und Reinheit garantieren wollte als beim bislang üblichen Verkauf von Haferflocken aus offenen Fässern. Quaker produziert heute auch viele andere Cereals und Fertigprodukte wie Capt’n Crunch, Aunt Jemima oder Rice-a-Roni.

Dr. Pepper – schmeckt das eigentlich?

Dr. pepper Geständnis: Ich habe noch nie Dr. Pepper getrunken. Als überzeugter Pepsi-Trinker war ich von je her überzeugt, hier handele es sich eh nur um eine weitere Kola-Kopie. Weit gefehlt! „Schmeckt völlig anders“, sagen Dr. Pepper-Fans. Aber wie denn? „Kann man nicht beschreiben“ und „Das Geheimnis ist der Rohrzucker“ antworten die einen, „ekelhaft süß“ und „klebt irgendwie“ die anderen. Was mich in der Frage, wie Dr. Pepper denn nun schmeckt, auch nicht wirklich weiter bringt. Tscha, ich muss wohl doch selbst probieren…

Lucys Beitrag zu Dr. Pepper: „Den Geschmack zu beschreiben ist wirklich eine Herausforderung, doch wenn das Getränk eisgekühlt gereicht wird, da läuten bei mir in höchster Freude alle Geschmacksnerven! Es ist irgendwie nicht so brutal wie Coke, schmeckt süßer und als Amerikanerin kann es mir wirklich fast nie zu süß sein…“

Und Isabell findet: „Sind Coke und Pepsi hierzulande vielen Leuten schon zu süß, wartet Dr. Pepper mit einem Zuckergehalt jenseits von Gut und Böse auf. Gepaart mit allem, was die Labors für künstliche Aromen und Farbstoffe so hergeben, lässt Dr. Pepper bei jeder anständigen Geschmacksknospe schon nach dem ersten Schluck die Alarmglocken schrillen, weil SO viel Vitamine B, A, S und F sicher nicht gesund sein können. Und da macht es auch keinen Unterschied, ob man die klassische Version probiert oder sich über eine der verschiedenen Spielarten wie Cherry oder Light hermacht!“

Zuguterletzt Kirstens Meinung: „Dr.Pepper ist wie Coke mit einem Dash Hustensaft! Für die Tastebuds des Amis echt yummi !!!“

Update:  Auch ich habe inzwischen Dr. Pepper probiert. Mein Eindruck: Wie Cola plus X (und das X kann ich überhaupt nicht näher benennen, auch nicht als wortgewandte Journalistin) und grässlich süß. Nee, muss ich nicht haben!

Baking Soda – nicht nur zum Backen

Baking SodaMuff aus dem Kühlschrank vertreiben, Waschkraft verstärken, Zähne polieren, Sodbrennen bekämpfen oder Poolwasser klären – wer mit Baking Soda nur backt, verschenkt die Talente des chemischen Tausendsassas Natriumhydrogencarbonat, landläufig auch als Natron bekannt. In Verbindung mit Säure (Buttermilch, Zitrone) und Hitze „schäumt“ Baking Soda – das sorgt für die erwünschte Lockerung des Kuchenteiges. In Deutschland kaufen wir Natron in grünen Tütchen, in den USA ist die markante gelbe Packung mit dem roten Arm & Hammer-Signet Marktführer. Das Produkt gibt es seit 1846, das Logo (es symbolisiert den starken Arm des Gottes Vulkan) existiert seit 1866.

Pop Tarts – Frühstück aus dem Toaster

PoptartsHier haben Sie das typische Produkt, wo der Nichteingeweihte den Kopf schüttelt („Die Amis, wir haben es ja immer gesagt“) und der Amerika-Freund verzückt schaut: Pop Tarts! Die fruchtgefüllten Teigtaschen sind ein beliebter Snack zwischendurch oder ein schnelles Frühstück aus dem Toaster. Das „Pop“ hat dabei nichts mit Musik zu tun, sondern steht für das „Herauspoppen“ aus dem Röster. Und „Tarts“ bedeutet selbstverständlich nicht, dass Sie hier etwas köstlich-kuchiges nach französischer Patissier-Art bekommen – nein, Poptarts sind ein übles Machwerk der Lebensmittelchemie. Ich liebe sie trotzdem, vor allem die Sorten Peanut Butter und Blueberry!

Starbucks – Kaffee-Kult aus Seattle

Die Erfolgsgeschichte der Kaffeehauskette begann 1982, als Howard Schultz als Marketingleiter bei Starbucks begann. Schultz überzeugte die Eigentümer von Starbucks, bis dahin ein kleines Kaffeegeschäft in Seattle, das italienische Espresso- oder Kaffeebarkonzept in Amerika umzusetzen. Heute gibt es weltweit mehr als 10 000 Starbucks Coffee Houses in 37 Ländern, in Deutschland sind es 48 Filialen in 19 Städten. Was heimische US-Freunde bei Starbucks auch schätzen, ist das amerikanische Gebäck: Brownies, Muffins, Carrot Cake, Bagel.

Tylenol – damit der Schmerz vergehe

Tylenol Schon mal vor einem Schmerzmittel-Regal in einem US-Drugstore gestanden? 30 laufende Meter Linderung – darf sie denn baby oder schon children’s strength sein, geht’s um Frauenbeschwerden oder Muskelschmerzen, möchten Sie ein paar zusätzliche Vitamine, Koffein oder Vanillearoma oder braucht’s bei Ihnen die double, triple oder mega Dosis? Unter dem Namen Tylenol firmiert in den USA eine ganze Produktfamilie – allein gemeinsam ist ihnen der fiebersenkende und schmerzstillende Wirkstoff Paracetamol.

Sweet & Low – guter Süßstoff?

Sweet and LowSweet’n Low ist zwei Erfindungen in einem: 1945 ärgerten sich Ben und Betty Eisenstadt bei einem Coffee-Shop-Besuch über die die fliegenumschwärmten, unhygienischen Zuckertöpfe und begannen damit, Zucker-Portionsbeutel zu produzieren. Ab 1957 füllten sie als erste auch eine kalorienfreie Saccharin-Mischung ab und zwar in markante pinkfarbene Tütchen, die sich von den „bösen“ weißen Zuckertütchen gut abheben sollten. Die Rechnung ging auf – Sweet’n Low ist sicherlich der bekannteste Süßstoff der Welt.

Linderung in pink: Pepto Bismol

Pepto BismolEtwas das so giftig-pink aussieht, soll gesund sein? Musses wohl, denn Pepto Bismol in seinen diversen Ausprägungen ist das Allheilmittel der US-Amerikaner, wenn’s im Magen drückt oder bei Sodbrennen, Übelkeit oder Durchfall. Sein Hauptbestandteil ist Bismutsalicylat, das auch für die schrille Farbe sorgt. Pepto Bismol gibt es als Kautablette und Kapsel, am bekanntesten ist aber der dickflüssige Sirup, der grässlich minzig-mehlig schmeckt! Daher hat Procter & Gamble nun auch eine offensichtlich angenehmer aromatisierte Kirsch-Version auf den Markt gebracht.

Beef Jerky – das kaut der Cowboy

BeefjerkyAromatisches Dörrfleisch – das ist „Jerky“, ein Begriff, der vom Wort „charqui“ der Arawak abstammt. Die Indianer machten Wildfleischstreifen durch Würzen und Trocknen haltbar. Die Pioniere wandten das Verfahren dann auch auf Rindfleisch an, heute ist extra mageres Truthahnfleisch gefragt. Jerky wird dicker geschnitten als europäischer Schinken, ist schwerer zu kauen und anders gewürzt – vorzugsweise mit Liquid Smoke (Raucharoma), auch die süß-scharfe Note und die asiatische Teriyaki-Würze sind beliebt.

Kool Aid – zum Trinken oder zum Färben?

Dieses Getränkepulver in Tüten ist ein echter Geheimtipp. Nein, nicht unter Genießern oder Durstigen, sondern unter Handarbeitsbegeisterten. Jede der zahlreichen Geschmacksrichtung steht auch für eine kräftige Farbe, wenn man beispielsweise Wolle oder T-Shirts leuchtend bunt färben möchte. Glauben Sie nicht? Den Beweis liefert das Wollhuhn, woanders gibt es sogar eine Tabelle, welche Farbe genau bei welcher Dosierung rauskommt. Wer’s ausprobieren will, sollte Gummihandschuhe benutzen, den Kool Aid färbt auch die Hände, T-Shirt oder Haare – der selige Kurt Cobain von Nirvana soll damit das Gelb-Blond seines Schopfes erzeugt haben. Bleibt die Frage: Wer trinkt sowas? Ich nicht – aber zum Beispiel Connie, die um Aufnahme dieses Produktes in diese Liste gebeten hatte. Sie bevorzugt die Sorte „Grape“ (also lila)!

Spam – das Dosenfleisch

SpamKaum noch jemand denkt an Dosenfleisch, wenn er Spam hört – der Markenname hat sich inzwischen als Begriff für unerwünschte Werbe-Mails eingebürgert. Dabei ist er bereits seit 1926 die Abkürzung for „Hormel Spiced Ham“. In den USA schätzen vor allem die Hawaiianer den würzigen Dosenschinken: Sie geben ihn kleingeschnitten an Suppen und Eintöpfe, servieren ihn gebraten zum Frühstück oder wickeln ihn als Häppchen in Seetang und Sushi-Reis. Ich hab diese „Musubi“ mal probieren dürfen – igitt 😉

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