
Die US-Küche liegt im Trend - auch bei den Verlagen. Hier stelle ich Ihnen Bücher zur regionalen Küche vor, weitere Buchtipps gibt es zu aktuellen Neuerscheinungen, Standardwerken und englischsprachigen Cookbooks. Neu: Das eigene USA-kulinarisch-Kochbuch!
(Ute Tietje, 11,90 EUR)
Das passende Kochbuch für den Western & Outdoor-Fan: Ute Tietje stellt in diesem 100seitigen Band Hausmannskost von den Ranches des Südwestens vor. Der Schwerpunkt liegt bei rustikalen Bohnen- und Fleischgerichten, vielen von ihnen auch gut auf dem offenen Feuer oder im berühmten "Dutch Oven", dem gusseisernen Topf mit Deckel, zuzubereiten. Etwas uneinheitlich sind leider die Maßeinheiten - mal in Tassen, mal in Kilo. Wobei beim Outdoor-Kochen die Einheit Tassen auch für Europäer Sinn macht - eine Tasse hat man am Campfire eher dabei als eine Küchenwaage!
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(div. Autoren, HF Ullmann, 20 EUR))
Fast zweieinhalb Kilo schwer und 2048 Seiten stark: 1000 recipes to try before you die (trotz des Titels mit deutschem Inhalt) ist definitiv das massigste Kochbuch, das bei mir im Regal steht. Beziehungsweise es liegt auf dem Wohnzimmertisch und ich habe es nach vielen Abenden Durchblättern schon mit reichlich “Fähnchen” bei Rezepten versehen, die ich gerne nachkochen möchte. Schon komisch, wenn sich das verlockend klingende Bohnen-Reis-Gericht aus Costa Rica auf Seite 1728 wiederfindet - solche Seitenzahlen ist man sonst nur von Meyers Konversationslexikon gewohnt! Masse bietet der Band also reichlich - aber angesichts des doch sehr günstigen Preises von 20 Euro auch Klasse?
Ich kann das uneingeschränkt bejahen: Die Rezepte sind gut gegliedert, mit einem kurzen, prägnanten Infotext versehen und allesamt appetitlich bebildert. Die Autoren stellen bekanntere und unbekanntere Spezialitäten des ganzen Globus vor. Deutschland, Italien, Frankreich, die USA und China sind (naturgemäß?) sehr großzügig vertreten sind, man erhält aber auch Einblicke, was die Köch(innen) auf Martinique, im Senegal oder in Lettland auf den Tisch bringen. Meist gibt es Ersatzvorschläge für seltenere Zutaten, ungewöhnliche Gewürze oder spezielle Käse- oder Gemüsesorten, so dass man nicht extra einen Einkaufstrip zum Feinkostladen starten muss. Mein Fazit also: Alltagstauglich, ein echter Referenzband für internationales Kochen und seinen Preis wirklich wert! Dass die Papier- und Einbandqualität nicht die Beste ist (irgendwo muss man ja sparen) fällt dabei kaum ins - stattliche - Gewicht.
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(Ilona Steckhan, 12,95 EUR)
Ein Band, der mir auf Anhieb gefallen hat: "Küchenschätze der Indios und Indianer" ist modern und übersichtlich aufgemacht, enthält tolle Food-Fotos, viele kulturelle und kulinarische Hintergrundinformationen und dazu noch ausgesprochen brauchbare und nachkochbare Rezepte. Ilona Steckhan beginnt bei der Küche der Inkas in Südamerika, reist weiter zu den Atzteken Mexikos, den Pueblo-Indianern und Navajos und endet in Minnesota - es kommen also Freunde mexikanischer und amerikanischer Küche auf ihre Kosten.
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(Ute Tietje, 11,90 EUR)
Die erfolgreiche Kochbuchautorin Ute Tietje sammelte auf ihren Reisen bei unzähligen Kontakten, Einladungen und auf Ranches, aber auch in kleinen familiengeführten Restaurants, ihre Rezepte.
Davon sind mehr als 100 in diesem Buch, das mit einem Kurzabriss der abenteuerlichen Landesgeschichte beginnt, enthalten. Neben Rezepten für das Fleisch werden solche für würzige Marinaden, Rubs, traditionelle BBQ-Saucen sowie spezielle Beilagen und Getränke vorgestellt. Aber auch hilfreiche Grilltipps fehlen nicht, so dass einem gelungenen texanischen BBQ nichts mehr im Weg steht. Bilder fehlen zwar - aber der gute Text macht es wett!
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(Chuck Williams, 7,99 EUR)
Burgerfreie Zone! Köstliche Fusionfood-Rezepte aus der kulinarischen Hochburg der USA und einen Einblick in die Metropole bietet „San Francisco“ von Chuck Williams. Der Christian-Verlag, der das Buch herausgebracht hat, steht für hochwertige Bände - und auch dieser hier macht keine Ausnahme. Nichs für den Alltag, aber ein tolles Kochbuch für den ambitionierten Hobbykoch!
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(Constance Borde, Sheila Malovany, 8,00 EUR)
Soul Food, Cajun, Texmex, Southwest Cooking, BBQ, Deli – das klingt nicht nur »trendy«, das findet man auch immer öfter auf den Speisekarten der beliebtesten In-Lokale. Diese »Regionalküchen« sind das Herz des wahren amerikanischen Lebensstils und der amerikanischen Esskultur. Traditionsbewusst, modern, schrill und elegant – »Cookin’« zeigt das genussvolle Amerika. Hummer aus Maine, Deli und Soul Food aus New York, Brathähnchen und Jambalaya aus New Orle ans, glasierter Schinken aus Virginia, Ceasar’s Salad und Weine aus Kalifornien. Meine Meinung: Definitiv mehr Bild- und Reiseband als Kochbuch, aber schön!
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(Friedrich Bohlmann, 7,90 EUR)
In New York hat sich eine faszinierend bunte Küchenkultur
entwickelt, die alles in den Schmelztiegel wirft und ohne Vorurteile
mischt, was Einwanderer aus ihrer Heimat an Essbarem mitgebracht
haben. Cross-over-Küche heißt das in der New Cuisine,
in New York jedoch einfach Deli. Friedrich Bohlmann stellt die Deli-Philosophie
vor und präsentiert vielfältige Rezepte der schnellen
Küche.
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(Beverly Cox, 15,95 EUR)
Das
ist ein prachtvolles Kochbuch für diejenigen, die sich außer
für Rezepte und Zubereitungsmethoden eben auch für Geschichte
und Esskultur interessieren. Beverly Cox erzählt von den kulturellen
Eigenheiten und der ursprünglichen Lebensweise der Indianerstämme
verschiedenster Regionen, schildert Mythen und Legenden. Daneben
gibt es 150 Rezepte - zum Teil authentisch, zum Teil modernisiert.
Eine zentrale Rolle spielen heimische Zutaten, die inzwischen auch
in die Küchen der "alten Welt" Einzug gehalten haben:
Wildreis, Mais, Bohnen, Kürbis, Beeren, Pinienkerne und Nüsse.
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(Ute Tietje, 11,90 EUR)
Das zweite Kochbuch von Westernexpertin Ute Tietje ist weniger "altagstauglich" als ihr Cowboy-Cookbook, bietet dafür aber mehr Lesestoff und einen sehr guten Einblick in die kulinarischen Traditionen der Plains-Indianer. Keine Sorge: Neben eher exotisch klingenden Rezepten wie Eichelkeksen, gefülltem Elchherz oder Fleisch-Pemmikan gibt es auch viele nachkochbare Rezepte für Fleisch und Geflügel. Dazu kommen Grundrezepte für die beliebten Mais- und Flachbrote sowie die typischen Gemüse Nordamerikas.
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(19,90 EUR)
Wissen Sie, worin sich die zwei berühmten Küchen der US-Südstaaten
- Cajun und Creole - unterscheiden? Beide sind französisch
inspiriert, aber dennoch sehr verschieden, die eine ländlich-deftiger,
die andere städtisch-raffiniert. Lesen Sie in diesem schönen
Rezeptband Wissenswertes über Louisana, die typischen Zutaten
der Regionalküche und kochen Sie ausgewählte Rezepte nach.
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(James Rizzi, Peter Bührer, 12,95 EUR)
Mehr als ein Backbuch, der Zusatz "and more" stimmt also vollkommen: Dieser Titel aus dem Südwest-Verlag ist gleichzeitig ein Kunst-Bildband mit tollen Bildern des bekannten zeitgenössischen Popart-Künstlers James Rizzi aus New York. Seine bunten, comicartigen Werke illustrieren die Rezepte von Peter Bührer, der eine geschickte Hand bei der Auswahl bewiesen hat: Nette Muffin-Variationen, verschiedene Brownies, Pfannkuchen, klassische Kuchen wie Cheesecake und Carrot Cake. Eine spezielles Kapitel ist Weihnachtsgebäck und Plätzchen gewidmet. Genuß für Auge und Magen!
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