SmokerBBQ und Smoken sind in den USA sehr beliebt und weit verbreitet. Das langsame Garen von großen Fleischstücken im aromatischen Rauch getrockneter Hölzer hat dort eine lange Tradition. Bei niedrigen Temperaturen um die 120 Grad vergehen Stunden, bis das sehr saftige, zarte Fleisch auf den Tisch kommt. Als Grillgeräte werden sogenannte BBQ Pits (auch Smoker genannt) genutzt. Natürlich gibt es auch ganz normale Gas- und Kohlegrills – aber damit grillt man bei direkter Hitze, zum Beispiel Burger oder Steaks.

Das besondere am BBQ oder Smoken ist dagegen, dass das Fleisch nicht direkt über den Kohlen liegt. Stattdessen wird in einer extra Kammer des Smokers Holz entzündet. Der heiße Rauch zieht von dieser Kammer in die sogenannte Garkammer. Hier liegt das Fleisch im heißen Rauch und gart langsam vor sich hin. Über einen Schornstein wird der Rauch schließlich nach draußen geleitet. Große Smoker haben nicht nur einen kleinen Rauchabzug, sondern einen großen senkrechten Turm. In diesem kann Fleisch warmgehalten oder auch z.B. Fisch geräuchert werden.

Die besondere Zubereitungsart BBQ wird mittlerweile dank einiger Grillforen auch in Deutschland immer beliebter. Geduld ist beim Smoken/BBQ sehr wichtig, es dauert halt länger als eine Wurst zu bräunen! Für das Warten wird man auf jeden Fall belohnt: Das Fleisch ist saftig, zart und hat ein leckeres Raucharoma – durch unterschiedliche Hölzer und Mengen kann das Aroma variiert werden.

Rippchen mit Cherry-BBQ-Sauce Spanferkel auf dem BBQ Roastbeef vom Smoker BeerButt Chicken

Sieht das großartig aus, oder nicht? Rippchen mit Cherry-BBQ-Sauce, Sapnferkel, supersaftiges Roastbeef vom Smoker und (kostümiertes) Beer Butt Chicken.

Wo Smoker kaufen – oder kann ich selbst bauen?

Einen Smoker sollte man immer in einem Grillfachgeschäft oder bei Spezialisten kaufen, da hier das Material entscheidend ist. Eine hohe Wandstärke und gute Verarbeitung sind das A+O. Viele bei Ebay oder im Baumarkt angebotene Smoker sind nur aus dünnem Blech, daran hat man nicht lange Spaß.

Smoker selbst gebautWer erst einmal testen möchte, ob ihm/ihr das langsame das Grillen über Stunden liegt und ob ihm die zubereiteten Speisen schmecken, kann mit einem sogenannten UDS (Ugly Drum Smoker) anfangen. Mit etwas handwerklichem Geschick ist dieser schnell und einfach gebaut. Auch ist das Grillen über Stunden damit etwas leichter zu bewerkstelligen, da der UDS mit einem sogenannten Minionring (ein Teil der Kohle ist entzündet, der andere Teil noch aus) über Stunden mit einer konstanten Temperatur von 120 Grad läuft. Mit Woodchips – aromatischen Holzschnipseln – bekommt das Fleisch ein rauchiges Aroma, ähnlich wie beim Smoken!

Viele Rezepte zum BBQen/Smoken und Grillen findet Ihr auf meiner Homepage, ebenso eine Bauanleitung für einen UDS. Und zuguterletzt noch ein Link zu einem  typischen BBQ Rezept: Spareribs mit Cherry-BBQ-Sauce!

Weil ich selbst nicht so der Fleischessser bin, hat Carsten Grommel von www.bauchvoll.de als Grillexperte diesen Artikel beigesteuert. Auf seiner Webseite findet Ihr Grillwissen, Infos zur Chilizucht und natürlich (oft amerikanisch inspirierte) Rezepte für Grill, Smoker und sogar Dutch Oven, die er in ungewöhnlicher Form präsentiert – als Schritt-für-Schritt-Bildanleitung zum Weiterblättern.

Weiterer Linktipp zum Thema: BBQ & Smoker, Anleitungen und Rezepte bei pepperworld.de